Oberthulba
Konzert

Mit Freude am Singen

Der Chor "Bright Voices" trat im Pfarrsaal von Oberthulba auf. Dort hatte auch die Männergruppe ihren ersten Auftritt.
Artikel drucken Artikel einbetten
Der Chor Bright Voices bei seinem Auftritt in Pfarrsaal von Oberthulba. Björn Hein
Der Chor Bright Voices bei seinem Auftritt in Pfarrsaal von Oberthulba. Björn Hein
+1 Bild
Zu einem kurzweiligen Abend mit moderner und flotter Musik war vom Gesangverein in den Pfarrsaal nach Oberthulba eingeladen worden. Der Chor "Bright Voices" machte dabei seinem Namen alle Ehre, die Männergruppe hatte außerdem ihre "Erstaufführung", sie bestand die Feuertaufe mit Bravour und das Publikum war begeistert. Die musikalische Leitung hatte Martin Rudolph, der mit seinem Chor eine bunte Mischung aus bekannten und beliebten Weisen einstudiert hatte, was den Zuschauern sehr gut gefiel.
Der Chor feiert in diesem Jahr seinen elften Geburtstag, und dass die Sängerinnen und Sänger immer noch mit viel Spaß bei der Sache sind, konnte man bei ihrem Auftritt sehen. Der Einzug mit dem "The Scat Calypso" stimmte auf einen schönen Abend ein, die Besucher im voll besetzten Pfarrsaal wurden mit diesem swingenden Stück musikalisch willkommen geheißen. "Wir singen laut, wir singen leise - wir bringen Glück auf diese Weise" - diese Zeile im Anfangsstück stand Pate für den ganzen Abend, der vom großen Repertoire zeugte, das der Chor einstudiert hat. Dirigent Martin Rudolph untermalte den Gesang auf dem Klavier, so auch bei der lockeren und swingenden Weise "Sing mit mir". Das fröhliche Lied wurde mit einem kräftigen, lebhaften Gesang treffend interpretiert, die Männer und Frauen wussten sich in den einzelnen Teilen gut zu ergänzen und zeigten, dass man sich hier blind aufeinander verlassen kann.
"Vor zehn Jahren hatten wir den ersten Auftritt mit dem Projektchor", informierte Moderator und 2. Vorsitzender Matthias Schneider. Seit vergangenem Jahr wird er von einer Männergruppe komplettiert, die beim Konzert ihre Premiere hatte. Die zwei Chöre boten einen Querschnitt ihres Könnens und bewiesen damit, dass sie mittlerweile in den verschiedensten musikalischen Sujets zuhause sind. Eine besondere Herausforderung stellte "Angels" von Robbie Williams dar, das gleichzeitig rhythmisch wie auch gefühlvoll interpretiert wurde. Die Mehrstimmigkeit wusste hier besonders zu gefallen - während die eine Gruppe die Melodie sang, untermalte der Rest das Stück mit einem kunstvoll gewobenem Klangteppich. Hierbei zeichneten sich die "Bright Voices" sowohl durch große Präzision als auch durch eine sehr saubere Aussprache aus. Auf ganzer Linie überzeugte hier die Stimmgewalt der Männer, die hochkonzentriert bei der Sache waren.
Doch auch mit altbekannten Geschlechterklischees wurde gespielt: So beim "Für Frauen ist das kein Problem", wohingegen die Männer mit dem "Männer mag man eben" musikalisches Paroli bieten konnten. Mit dem anspruchsvollen "Von der Traube in die Tonne" kurz zuvor feierte der Männerchor seine Konzertpremiere. Bei diesem harmonischen und traditionellen Klassiker merkte man ihm die Begeisterung an, mit der die Sänger bei der Sache waren. Tosender Applaus aus dem Publikum zeigte, dass sie ihre Feuertaufe mit Bravour gemeistert haben.
Sehr fröhlich war das Medley aus dem Musical "Grease", nachdenklichere und meditative Töne wurden beim "Halleluja" von Leonard Cohen angeschlagen, wobei der Chor auch mit seiner gut einstudierten Choreographie gefiel. Im Kontrast dazu - nämlich sehr kraftvoll und impulsiv - schloss sich das Stück "Phänomen" von Helene Fischer an. Hier merkte man den Sängerinnen und Sänger den Spaß an, mit dem sie das Lied interpretierten und die gute Laune, die sie dabei an den Tag legten, übertrug sich auch aufs Publikum, das unwillkürlich mitwippte. Bravo-Rufe aus dem Publikum erntete der Männerchor mit dem Song "Über sieben Brücken" von Karat, der die Weise stimmgewaltig zu Gehört brachte, dabei aber stets darauf achtete, den Text wohlprononciert vorzutragen. Beeindruckend war auch das "Africa" von Toto, zu dessen Beginn man gekonnt Regen und Donner improvisierte, und bei dem die Frauen für die Rhythmik zuständig waren, während die Männer die Melodie sangen. Sehr gut kam dabei an, dass Emma Söder bei diesem Stück die Querflöte spielte. Weitere Medleys folgten, wobei auch Evergreens aus den Musicals von Andrew Lloyd Webber zu Gehör gebracht wurden. Groß war der Applaus am Ende des Konzerts, natürlich wurde eine Zugabe verlangt, die die "Bright Voices" auch gerne gewährten. Zusammen mit dem Publikum sang man am Schluss das "O happy day" und beendete damit ein Konzert, das auf ganzer Linie gelungen war und für viel Freude bei den Zuhörern sorgte.
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren