Untererthal

Mehrfach ausgerückt

Die Freiwillige Feuerwehr Untererthal hatte im vergangenen Jahr 42 Einsätze zu verzeichnen.
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Kommandant Dennis Frey (links) sowie Vorsitzender Andreas Heilmann und Bürgermeister Armin Warmuth (von rechts) dankten Joachim Heilmann, Wolfgang Pump und Jürgen Swatosch (von links) für Treue und Einsatz.  Foto: Winfried Ehling
Kommandant Dennis Frey (links) sowie Vorsitzender Andreas Heilmann und Bürgermeister Armin Warmuth (von rechts) dankten Joachim Heilmann, Wolfgang Pump und Jürgen Swatosch (von links) für Treue und Einsatz. Foto: Winfried Ehling
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Die Freiwillige Feuerwehr kann sich über Langeweile nicht beklagen. Auch wenn keine "spektakulären" Großeinsätze im Jahr 2019 zu verzeichnen waren, gab es für sie immer noch genug zu tun, wie der Kommandantenbericht von Dennis Frey in der Jahreshauptversammlung auswies.

Versammlungsleiter und Vorsitzender Andreas Heilmann plagt jedoch ein anderes Problem. Aufgrund fehlender Neuaufnahmen befürchtet er nach dem erfreulichen Vorjahr, in dem neun Jugendliche in die Wehr eintraten, eine altersbedingte Eintrittsflaute. Die Jugendwehr, die aktuell noch zwölf Mitglieder zählt, könnte ihr Kontingent beim Eintritt junger Feuerwehrler in die aktive Truppe wahrscheinlich nicht halten.

Der Rechenschaftsbericht des Vorsitzenden umfasste hauptsächlich gesellschaftliche Aktivitäten wie beispielsweise die Maibaum-Aufstellung und das erfolgreiche Weinfest "auf der Horbich", das die Feuerwehr gemeinsam mit den Untererthaler Musikanten ausrichtet. Der Ausblick auf die laufenden zwölf Monate sieht erneut die Standard-Termine vor, doch soll heuer wieder die Vatertags-Wanderung stattfinden.

Schriftführerin Julia Gerlach stellte das Protokoll des vergangenen Jahres interessierten Anwesenden zur Verfügung. Danach legte Kassenwart Andreas Herrlein den Jahresbericht vor, der eine ausgeglichene Finanzbilanz aufwies. Die Kassenprüfer Johnny Heine und Michael Baus bestätigten die korrekte Buch- und Kassenführung. Die Entlastung wurde einstimmig erteilt.

Der detaillierte Power-Point-Vortrag von Kommandant Frey wies aktuell insgesamt 108 aktive Dienstleistende und Jugendliche aus, die bei 42 Einsätzen rund 4020 ehrenamtliche Stunden ableisteten. Im Berichtsjahr fielen vier Brandbekämpfungen, elf Technische Hilfeleistungen und fünf ABC-Gefahren-Aktionen an. Verkehrsabsicherungen und Sicherheitswachen komplettierten die Summe.

Unwetterschäden, Verkehrsunfälle, der Brand eines Campingwagens und einer landwirtschaftlichen Maschine sowie ein Öl-Unfall in der Thulba gehörten beispielsweise in diese Reihe. Auch bei der Brandserie im August in Hammelburg leistete die Stadtteilwehr ihren Part mit Streifenfahrten und der Bewachung möglicher, potenzieller Ziele. Hinzu kamen Fortbildungen und zahlreiche Ausbildungseinheiten der Aktiven. Im Dienstbetrieb standen Ausbildung, Einzel- und Sammelübungen an.

Ehrungen

Die Rückschau für die Jugendfeuerwehr legte Leiter Philipp May vor. Im Vergleich mit dem Vorjahr 2018 hatte sich die Zahl der Jugendlichen durch Integrationen in die aktive Wehr fast halbiert. Dieses engagierte sich beim Christbaumsammeln, mit einem Schafkopf-Turnier, bei Hydranten-Spülungen, Dorfsäuberungsarbeiten und diversen Übungen.

Im Anschluss zeichnete Vorsitzender Heilmann Wolfgang Pump für 40 Jahre aktiven Dienst mit der Ehrennadel und der Urkunde aus. Joachim Heilmann und Jürgen Swatosch, die sich neun Jahre als Kassenprüfer zur Verfügung stellten, erhielten die Dankesurkunde.

Mit seinen Neujahrswünschen spendete Bürgermeister Armin Warmuth ein Lob für "das großartige Engagement von Wehr und Feuerwehr-Jugend, die eine tragende Säule im Stadtteil sind". Für neue Fenster im Gerätehaus und ein Transportfahrzeug sind die Förderanträge gestellt, informierte er. Auch die gute Zusammenarbeit mit der Nachbarwehr aus Obererthal, deren Kommandant Michael Schneider anwesend war, nannte der Rathausobere erfreulich und fruchtbar.

Die Grüße des Kreisbrandrats und des Kreisbrandinspektors überbrachte Kreisbrandmeister Elmar Eisenmann, der die Anschaffung von Schwimmwesten empfahl, die bei Einsätzen in Gewässern wichtig seien. Ein kritischer Punkt ist nach seinem Dafürhalten das Abdecken der Einsatzzeit am frühen Morgen. Mit Bekanntgabe der Jahrestermine erinnerte er an das Kreis-Jugend-Zeltlager, das vom 2. bis 5. Mai in Hammelburg stattfindet.

Ortssprecher und Stadtrat Bernd Hüfner dankte namens der Sportheim-Gesellschaft für die Unterstützung. Für die neuen Fenster, die auch dort gebraucht werden, sucht er 500 Spender, die jeweils zehn Euro geben. Kommt die Summe von 5000 Euro zusammen, verdoppelt die VR-Bank den Betrag. Außerdem beteiligt sich die Stadt an dieser Maßnahme.

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