Elfershausen
Gemeinderat

Mehr Zeit für die Jugendarbeit

Statt bisher nur drei Stunden soll künftig sieben Stunden ein Jugendarbeiter für die jungen Leute der Gemeinde zur Verfügung stehen.
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Vor gut fünf Jahren wünschten sich die Jungbürger ein JUZ. Inzwischen hat der Markt drei Jugendräume. Ein bestellter Jugendarbeiter soll den Kontakt zu ihnen halten.  Foto: Winfried Ehling
Vor gut fünf Jahren wünschten sich die Jungbürger ein JUZ. Inzwischen hat der Markt drei Jugendräume. Ein bestellter Jugendarbeiter soll den Kontakt zu ihnen halten. Foto: Winfried Ehling

Die neue Streckenführung des Mountainbike-Rundwegs eröffnete die erste Gemeinderatssitzung im Jahr. Der geänderte Verlauf in der Gemarkung Elfershausen, der den Jagdgenossenschaften zuging, erbrachte keine Einwände und Änderungswünsche von außen, warf jedoch im Ratsgremium noch Fragen auf.

Klaus Spitzl und Andreas Schubert vom Landratsamt stellten die aktuelle Variante vor, die Bernhard Büttner zu der Frage veranlassten, warum die Etappe von Engenthal zur Trimburg über den Mittelweg, den Wanderweg zwischen den Weinbergen, statt über die Direktverbindung vom Ortsteil zur Burg führe. Bürgermeister Karlheinz Kickuth möchte gern die Biker als Gäste auf der Burg sehen, Schubert hält die Route für ungefährlicher und effektiver, lauteten die Argumente, mit denen Alfons Hausmann und der Engenthaler Ortssprecher Johannes Krumm nicht konform gingen.

Konträr lag der Wunsch eines Jagdpächters zum Wegeverlauf am Machtilshausener "Wacholderberg", den Elmar Zier vorbrachte. Der Pächter sähe die Strecke lieber auf dem Mittel- als auf dem Kamm-Weg. Dazu wollen die Mitarbeiter des Landratsamts nochmals Kontakt aufnehmen. Zu Hausmanns Frage nach den Unterhaltskosten verwies Spitzl an den Landkreis, der die Pflege und Beschilderung übernimmt. Die Kommunen sind zudem von der Haftpflicht befreit. Die Abstimmung fiel gegen vier Stimmen bei drei entschuldigten Räten.

Im Anschluss informierten Geschäftsführer Siegfried Goll und Teamleiter René Felcht zum Projekt "Pro Jugend". Dazu ergab sich eine rund einstündige Debatte. Das Gros des Rats ist mit den bisherigen Leistungen der Jugendarbeiter nicht zufrieden, was teilweise auch mit dem relativ häufigen Personalwechsel zusammenhängt. Dies soll sich mit der neuen Kraft, Heike Schreiner, ändern. Doch muss auch die Gemeinde in Form von mehr Buchungsstunden mitziehen. Die bisherigen drei Stunden sieht Goll als völlig ungenügend an. Sieben Stunden wären für den Anfang gut. Bei drei Jugendräumen im Markt müssten jedoch auch diese erhöht werden. Den häufigen Wechsel beim Personal, das sich teils anderen Alternativen zuwandte, räumte er ein. Teamleiter Felcht stellte den Verein im Detail vor. Seinem Dafürhalten zufolge sollten Verein und Gemeinde das Konzept erarbeiten, mit dem ein Jugendbetreuer mit den Jugendlichen arbeiten kann. Die Prämisse lautet: "Alle unter einem Dach". "Nach unseren Erfahrungen gab es mit den Jugendbetreuern zu viele Fehlzeiten. Oft fanden die Mitarbeiter auch keinen Kontakt zu den Jugendlichen", kritisierte Hausmann. Goll befand, dass "nicht immer dasselbe Personal, sondern die Struktur entscheidend ist". Ein Konkurrenzverhältnis zwischen der Verbands- und der offenen Jugendarbeit schloss er aus.

Vize-Bürgermeister Jürgen Englert schlug vor, zunächst sieben, später eventuell 14 Stunden zu buchen. "Wir möchten allerdings etwas sehen für unser Geld, sonst kappen wir das Paket", betonte er. Enttäuscht zeigte sich Volker Partsch. "Wir haben acht Jahre mit Jugendarbeitern hinter uns. Nach den Vorstellungsgesprächen hat sich nicht mehr viel getan. Rund 50 000 Euro sind an den Verein überwiesen worden, und was bekamen wir dafür?", fragte er mit Hinweis auf die gute Jugendarbeit der heimischen Vereine.

Zunächst sieben Stunden

Rainer Kuhn, Gemeinde-Jugendbeauftragter, glaubt, dass ältere Jugendliche das JUZ zum "chillen" nutzen und dabei über die Stränge der vorgegebenen Öffnungszeiten schlagen. "Hilfssheriff" will Pro Jugend jedoch nicht spielen, so Goll. Der Rat blieb bei dem Vorschlag, eine Zusammenarbeit mit zunächst sieben Stunden zu versuchen, bei Erfolg die Stundenzahl zu verdoppeln. Keine Einwände hatte der Marktgemeinderat gegen die Bauanträge. Ein Wohnhaus-Neubau mit Doppelgarage in der Frankenstraße in Langendorf und der Neubau eines Einfamilienhauses mit Doppelgarage in der Trimberger Quellenstraße passierten.

In Trimberg verständigt die Gemeinde den Bauwerber, dass ein Kanalanschluss erst im Oktober zur Verfügung steht. Für das Neubaugebiet "Trimberger Weg" lagen zwei Bauanfragen zur Errichtung von Wohnhäusern mit Garagen vor, denen der Rat einschließlich der Befreiungen zustimmte. Die Umlage 2019 für die Verwaltungsgemeinschaft beträgt für Elfershausen rund 435 000 Euro, die Investitionsumlage rund 51 000 Euro. Für den Schulverband Elfershausen-Langendorf errechnet sich für den Markt eine Umlage in Höhe von etwa 166 000 Euro. Gegen beide Beschlüsse gab es keine Einwände.

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