Oberthulba
Sitzung

Markt sucht noch Christbäume

Bis jetzt liegt nur eine brauchbare Spende vor, und auch aus dem Gemeindewald werde das Angebot immer geringer, hieß es in der jüngsten Sitzung des Marktgemeinderates.
Artikel drucken Artikel einbetten
Auch in diesem Jahr soll jeder Ortsteil wieder einen großen Baum erhalten, darauf einigte sich der Marktgemeinderat Oberthulba.  Symboldbild: Bernd Weissbrod/dpa
Auch in diesem Jahr soll jeder Ortsteil wieder einen großen Baum erhalten, darauf einigte sich der Marktgemeinderat Oberthulba. Symboldbild: Bernd Weissbrod/dpa

Bürgermeister Gotthard Schlereth nimmt aktuell am Treffen des Bayerischen Gemeindetags teil, und so leitete Zweiter Bürgermeister Jürgen Kolb die jüngste Marktgemeinderatsitzung. Ein Sachstandsbericht von Gemeindejugendarbeiterin Ina Hiller, die Erweiterung der Kindertagesstätte Thulba sowie die Beratung über die Beschaffung von Weihnachtsbäumen standen auf der Tagesordnung.

Ina Hiller ging in ihrem Bericht auf Jugendbeteiligung, offene Jugendarbeit, Freizeitangebote und auf Struktur- und Öffentlichkeitsarbeit ein. So habe die Jugendbefragung viel Zeit in Anspruch genommen, sei aber sehr wichtig gewesen, um erste Kontakte zu Jugendlichen zu knüpfen. Es galt herauszufinden, wo sich die Jugendlichen - an öffentlichen Plätzen in den einzelnen Ortsteilen - denn eigentlich aufhalten. Eine wichtige Rolle spielten dabei die teils selbstverwalteten Jugend- und Partyräume, für die es immer wieder Handlungsbedarf gebe und für die der Wunsch nach Wlan an oberster Stelle stünde.

Bessere Vernetzung

"In Sachen Jugendräumen haben wir festgestellt, dass das Interesse leider schnell nachlässt, wenn die Jugend selbst Verantwortung übernehmen soll", bemängelte 2. Bürgermeister Jürgen Kolb. Die Gemeindejugendarbeiterin ging noch auf das gemeindeübergreifende Harry-Potter-Projekt, die Beteiligung am Ferienprogramm, das Adventsangebot in der Marktscheune und die Fahrt in den Freizeitpark nach Geiselwind ein. Ein besonderes Anliegen für sie ist der Kontakt zu Vereinen und eine bessere Vernetzung für einen besseren Austausch und eine intensivere Zusammenarbeit. Margot Schottdorf bot sich an, zwischen ihr und den Vereinen zu vermitteln. Dass an der Jugendarbeit doch großes Interesse besteht, merkte man daran, dass einige Ratsmitglieder die Jugendarbeiterin spontan in ihre Ortsteile einluden.

In der Kindertagesstätte Thulba seien die Maler und Elektriker fast fertig, so Kolb. Jetzt steht die komplette Bestückung mit Möbeln, Regalen und Küchenteilen an. Der Auftrag dafür in Höhe von 100 000 Euro ging an die Firma "Holz in Form" aus Oberthulba. Ziel sei es, die neuen Räume in den kommenden Faschingsferien zu beziehen.

Zur Kenntnis genommen und keine Einwände hatte der Rat zum vorhabenbezogenen Bebauungsplan "Solarpark Elfershausen-Langendorf". Der Plan sieht vor, eine landwirtschaftliche Fläche in ein Sondernutzungsgebiet umzuwandeln.

In Sachen Weihnachtsbäumen konnte man in den vergangenen Jahren immer wieder auf "Spendenbäume" aus Privatgärten zurückgreifen. In diesem Jahr wurde bis jetzt lediglich ein brauchbarer Baum angeboten, und auch die Auswahl aus dem Gemeindewald werde immer geringer und sei sehr zeitaufwendig. 40 Bäume hätten im letzten Jahr über 7500 Euro Kosten verursacht. Der Hauptanteil seien Personalkosten der Gemeindearbeiter, sowie Zukauf und Kosten für Bagger und Hubsteiger gewesen. Jetzt kam die Frage auf, ob 40 Bäume wirklich sein müssen. Mario Götz und Jürgen Weigand waren der Meinung, dass dies zum "weihnachtlichen Flair" dazugehöre und es von den Bürgern auch wertgeschätzt werde. Letztendlich einigte man sich darauf, dass jeder Ortsteil wieder einen großen Baum erhält, man sich aber auch Gedanken machen sollte, ob die Pflanzung eines Baumes möglich sei. Auch die Kirchenverwaltungen sollen sich zusammensetzen und überlegen, wie viele Bäume denn wirklich nötig seien.

Für den Umfahrungsweg in Thulba im "Bereich Kirchgärten" war es geplant, aufzufräsen, nachzuverdichten und eine Asphaltschicht (10 Zentimeter) aufzutragen. Dagegen meldete die Baufirma nun ihre Bedenken an. Die Straße sei durch den Bauverkehr sehr in Mitleidenschaft gezogen und der Unterbau betrage nur 20 Zentimeter an Schotter. Die neuen Pläne sehen vor, weitere 10 Zentimeter Schotter einzubringen und danach zu asphaltieren. Die Kosten hierfür erhöhen sich um 20 000 Euro auf dann ca 90 000 Euro. Das hätte man vorher wissen können - kam Ärger über das Ingenieurbüro auf.

Die Nominierungsversammlung in Reith wurde vom 15. auf den 18. November verschoben. Ort und Uhrzeit bleiben gleich.

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren