Euerdorf
Sitzung

Markt fördert Bau von Zisternen

Trinkwasser ist kostbar: Daher soll der Einbau von Speichern bezuschusst werden, entschieden die Räte.
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Die Marktgemeinde will Wasser sparen: Die Förderhöhe wird am Speicher-Volumen bemessen.  Foto: Jochen Eckel/dpa
Die Marktgemeinde will Wasser sparen: Die Förderhöhe wird am Speicher-Volumen bemessen. Foto: Jochen Eckel/dpa

Der Markt will künftig den Zisternenbau fördern und stellte dafür 15 000 Euro zur Verfügung. Von drei Gemeinderäten vor einiger Zeit angeregt, ist es vorrangiges Ziel auf diese Weise kostbares Trinkwasser zu sparen und Reserven zu bilden. Mit der Trinkwasser-Knappheit hat die Gemeinde schon in heißen und regenlosen Sommern Erfahrungen gemacht.

Den Zuschuss zum Bau solcher Anlagen koppelt die Gemeinde jedoch an bestimmte technische Kriterien. Die Förderhöhe wird am Speicher-Volumen bemessen, das bei mindestens zwei Kubikmeter liegen soll aber auch mehr betragen kann. Pro Liter zahlt der Markt 25 Cent bei der Obergrenze von 1250 Euro. Die Auszahlung folgt nach Fertigstellung der Anlage, entschied das Ratsgremium mehrheitlich.

Caritas geht leer aus

Die Caritas geht heuer leer aus. Ihren Antrag auf Unterstützung lehnte der Rat ab nachdem Elmar Hofmann sein Veto einlegte. "Die Caritas kommt jedes Jahr mit den gleichen Gründen und dem gleichen Antrag. Ich sehe hier kein Recht auf Dauer-Förderung", argumentierte er. Jochen Huppmann schlug vor, dieses Geld - 50 Cent pro Einwohner - dem "Haus der Familie " zuzuschlagen, das ebenfalls um einen Zuschuss bat. Den Caritas-Antrag lehnte der Rat komplett ab allerdings auch die Empfehlung Hofmanns, der sich für 2000 Euro an das Seniorenhaus einsetzte. Stattdessen erhält das Haus der Familie die doppelte Summe dessen was der Markt üblicherweise gibt, nämlich 1500 Euro.

Erfreulich für die Gemeinde gestalteten sich die Kosten für die Außenverputz-Arbeiten am neuen Rathaus. Dafür errechnete das Planungsbüro Lieb & Lieb vor drei Jahren rund 115 800 Euro. Die Firma Ulsamer aus Bad Kissingen - einzige von 24 angeschriebenen Firmen - legte ein Angebot von ca.113 600 Euro vor, das der Marktgemeinderat mehrheitlich vorzog. Im Kindergarten sind notwendige Malerarbeiten bereits eingebracht, die sich etwas teurer gestalteten als vorgesehen. Die Gesamtkosten von 6884 Euro genehmigte das Gremium im Nachgang.

Bürgermeisterin Patrizia Schießer informierte über die aktuelle Kreisumlage, an der Euerdorf mit 1,125 Millionen Euro beteiligt ist. Im Jahr zuvor lag diese Position auf 1,086 Millionen Euro. Für das laufende Jahr erwartet die Gemeinde eine Einkommensteuer von etwa 191 000 Euro. "Ein mageres Ergebnis", wie sie befand. "Wir müssen deshalb schauen, dass wir mehr Menschen nach Euerdorf bringen", fügte sie hinzu.

Der Antrag eines Bauwerbers, der Wohnhaus mit Carport in Wirmsthal errichten will, benötigt für sein Vorhaben Befreiungen. Zum einen für Überschreitung der Baugrenze, zum anderen für eine zwei Meter hohe Stützmauer an seiner Grundstücksgrenze zur Straße, die nicht nach dem Geschmack der Räte war. Diese erlaubten zwar die Überschreitung, nicht aber die Mauer, die zu hoch ausfällt.

Christian Rost bat um Information zur Neuanpflanzung der Friedhofshecke. Schießer gab diese bereits in Auftrag, doch liegt noch keine Planung vor. Bei dem von Guntram Gock angefragten Geländer in der Wirmsthaler Hauptstraße verhält es sich ähnlich. Bernhard Herterich und Gock wiesen auf den aufgerissenen Radweg nach Wirmsthal hin. Der Landkreis möge Auskunft geben, wie es weitergeht.

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