Aura an der Saale

Lob für die Ortsgemeinschaft

Beim Neujahrsempfang der Gemeinde blickte Bürgermeister Thomas Hack auf das zurückliegende Jahr zurück.
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Blick von der Brücke auf die Klosterkirche Aura.  Fotos: Hilmar Ruppert
Blick von der Brücke auf die Klosterkirche Aura. Fotos: Hilmar Ruppert
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"Wenn die staade Zeit vorbei ist, dann wird es langsam wieder ruhiger". Mit diesem Zitat von Karl Valentin eröffnete Bürgermeister Thomas Hack den diesjährigen Neujahrsempfang der Gemeinde Aura. Schon die Jahreszahl 2020 mache den Neujahrsempfang besonders. Es beginnt ein neues Jahrzehnt und gleichzeitig eine neue Wahlperiode.

14 Frauen und Männer stellen sich am 15. März zur Wahl, fünf der bisherigen Gemeinderätinnen und Gemeinderäte treten aber nicht mehr an. Bei denen gebe es nachvollziehbare und begründete Überlegungen, sich der Wiederwahl nicht mehr zu stellen.

Stellvertretend bedankte er sich bei Alfred Graser, der seit über 30 Jahren im Gemeinderat vertreten und dabei über 20 Jahre Zweiter Bürgermeister ist.

"Es gibt keinen Automatismus in Aura, der sagt, völlig egal ob man sich kümmert oder nicht, es geht schon alles gut weiter", wollte Hack auch etwas aufrütteln. Man sollte die Grundregeln des Gemeinwesens kennen und auch wissen, dass viele wesentliche Dinge in Gesetzen, Verordnungen und Satzungen geregelt sind. Dazwischen gebe es aber viele Spielräume, die man mit seiner persönlichen Handschrift füllen könne. Und da komme es eben wesentlich auf das Klima im Gemeinderat an.

Der Bürgermeister legte auch ein Plädoyer dafür ein, dass es in Aura keine konkurrierenden Listen, sondern nur eine Liste gibt. Für viele höre sich das zwar langweilig und unspannend an, aber so träten die persönlichen Stärken und Fähigkeiten in den Vordergrund. Opposition um der Opposition willen und Streit um des Streits willen habe noch keinen Ort weiter gebracht. Vielmehr wolle man den "Aura-Spirit", also den Geist der Ortsgemeinschaft aufrechterhalten und weiter pflegen.

Viel erreicht

Er ging auch auf die eigentlichen Aufgaben des Bürgermeisters und des Gemeinderates, sowie auf die erbrachten Leistungen der vergangenen zehn Jahre ein: Vorbereitung der Dorferneuerung, Naturschwimmbad, Verkauf des alten und Umzug ins neue Rathaus, Sanierung Kindergarten, neues Feuerwehrauto, Baubeginn Neubaugebiet und vieles mehr. Aber es seien auch Sachen passiert, die nicht direkt mit der Gemeindepolitik zu tun hatten. Er erinnerte schmerzlich an die Schließung der beiden Traditions-Gaststätten und positiv an die neuen Glocken der historischen Klosterkirche. Und natürlich an das Megaprojekt der Erneuerung der Staatsstraße 2290 - durch das Staatliche Bauamt Schweinfurt.

Die drittkleinste Gemeinde im Landkreis hielt im vergangenen Jahr elf Sitzungen mit stolzen 142 Tagesordnungspunkten ab. Man habe in Aura vieles, um das man beneidet werde und das man sich auch hart erarbeitet habe. Man dürfe sich aber nie zurücklehnen und bequem werden.

International sei das Jahr 2020 das Jahr der Pflanzengesundheit. Das passe sehr gut zu Aura, schließlich sei Natur und Umwelt eine der größten Schätze, die Aura behüten müsse. Die Weltgesundheitsorganisation dagegen hat 2020 als Jahr der Pflegenden und Hebammen ausgerufen. Das passe ebenfalls zu Aura. "Für die nächsten Jahre habe ich mir auf die Fahne geheftet, dass wir versuchen sollten, Lösungsmöglichkeiten für ein möglichst langes selbstständiges oder auch betreutes Wohnen von älteren Mitbürgerinnen und Mitbürgern in unserem Ort zu finden", so Hack abschließend.

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