Wartmannsroth
Lokalpolitik

Krippenplätze voll belegt

Der Gemeinderat Wartmannsroth hatte in seiner Sitzung eine große Themenliste abzuarbeiten. Auch das Dauerthema Dorferneuerung stand an. Die Dittlofsrodaer sind unzufrieden.
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Schon im Mai hatten die Räte bei einer Ortsbegehung in Völkersleier das reparaturbedürftige Dach des Schützenhauses in ihren Blick genommen. In der jüngsten Gemeinderatssitzung wurde der Auftrag vergeben.Gerd Schaar
Schon im Mai hatten die Räte bei einer Ortsbegehung in Völkersleier das reparaturbedürftige Dach des Schützenhauses in ihren Blick genommen. In der jüngsten Gemeinderatssitzung wurde der Auftrag vergeben.Gerd Schaar

Vorbei sind offensichtlich die Zeiten des Geburtenrückgangs. Bürgermeister Jürgen Karle bestätigte seinen Räten, dass die Krippenplätze des Kindergartens Wartmannsroth zurzeit voll belegt seien. "Um Platz zu schaffen, könnten wir die Krippenkinder schon mit zweieinhalb Jahren statt mit drei in die Regelgruppe übernehmen", überlegte er. Randvoll sei auch der Kindergarten in Schwärzelbach. Die Planung von Personal und Plätzen für ein Jahr im Voraus sei auch von Unwägbarkeiten wie zum Beispiel Zu- und Wegzügen der Familien mit Kindern begleitet.

Offen ist noch, ob die Gemeinde Wartmannsroth dem Verein "Pro Jugend im Landkreis Bad Kissingen" beitritt. Markus Kurz (FWG Dittlofsroda) hatte eine Beratung über dieses Thema beantragt. "Unsere Vereine leisten gute Jugendarbeit", sagte Marcus Scholz (FWG Schwärzelbach). Mit seinem umfangreichen Vortrag über "jugendgerechte Kommunen" informierte René Felcht vom Verein Pro Jugend über das Spektrum der Leistungen und betonte die kompetente Betreuung bis hin zu Bildungsreisen und Nachhilfe. "Wir müssen das erst einmal sacken lassen", sagte Karle.

Unmut macht sich breit

"Wann sind wir endlich dran mit der Dorferneuerung?", fragte Gabriel Vogt (FWG Dittlofsroda). Lange sei es her, dass die Teilnehmergemeinschaft für Dittlofsroda den Abriss des verlassenen Hauses neben dem Feuerwehrgebäude befürwortet habe. "Es lag zeitlich an dritter Stelle", bestätigte Karle. Oft sei er beim Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) mit diesen Anliegen vorstellig geworden. Doch hätten die Dorferneuerungsprojekte in Waizenbach, Schwärzelbach und Völkersleier die Planung für Dittlofsroda beim ALE offenbar zurückgedrängt. "Ich habe einen gewissen Unmut in Dittlofsroda bemerkt", sagte Karle.

Bauarbeiten kommen nicht voran

Unzufrieden sei er auch, dass die Arbeiten in Völkersleier momentan nicht vorangehen. Anstehende Kanalarbeiten, die den Hochbau am Dorfplatz verzögern, kämen einfach nicht voran. Karle zog sein Fazit: "Es macht heutzutage überhaupt keinen Spaß, Bauherr zu sein".

Bessere Nachrichten konnte Verwaltungsgeschäftsführer Daniel Görke verkünden: "Die Kartierung der Gewässerstruktur ist fertig gestellt und kann jetzt umgesetzt werden". So zum Beispiel am Klingenbach in Windheim.

Schon im Mai hatten die Räte bei einer Ortsbegehung in Völkersleier das reparaturbedürftige Dach des Schützenhauses angesehen. Nach Korrektur des Leistungsumfangs wurde erneut ausgeschrieben. Der Auftrag in Höhe von rund 32 400 Euro geht nach einhelligem Beschluss an die Hammelburger Firma Rösser.

Mit 12:1 Stimmen befürworteten die Räte, dass eine Bauverpflichtung innerhalb von drei Jahren auf erworbenen Grundstücken bestehen soll. Wer nicht innerhalb dieser Zeitspanne baut, muss damit rechnen, dass die Gemeinde eine Rückabwicklung des Kaufes vornimmt.

Grünes Licht gab es für die Zweckvereinbarungen mit dem Landkreis Bad Kissingen bezüglich eines kommunalen Netzes für Datensicherheit sowie für Breitband und Mobilfunk. Einig waren sich die Räte auch über die Einstellung einer interkommunalen Archivkraft für das gemeindeübergreifende Zentralarchiv im Namen der Allianz Fränkisches Saaletal. Keine Einwände gab es gegen den Bebauungsplan "An der Heiligkreuzer Straße" in Detter des Marktes Zeitlofs.

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