Ramsthal
Gemeinderat

Ja-Wort jetzt auch am "Terroir f" in Ramsthal

Wegen der günstigen Kindergartenbeiträge gibt es einen Zuschuss fürs Mittagessen der Kleinen.
Artikel drucken Artikel einbetten
Am "Terroir f" sollen Paare nun auch heiraten können. Foto: Archiv/Andreas Lomb
Am "Terroir f" sollen Paare nun auch heiraten können. Foto: Archiv/Andreas Lomb

Feuerwehr und Straßenbau, Trauungen und Kindergarten: Der Gemeinderat in Ramsthal beschäftigte sich mit den unterschiedlichsten Themen auf seiner jüngsten Sitzung.

Dem von der Kirchenverwaltung vorgelegten Bauantrag zum Umbau des Pfarrheim stimmte der Gemeinderat zu. Wesentliche Punkte waren hierbei der Anbau eines Windfangs und eine zusätzlichen Toilettenanlage sowie der Bau eines Außenlifts für einen barrierefreien Zugang.

Besondere Plätze und Orte sind für standesamtliche Trauungen gefragt. Neben dem Trausaal im Rathaus wurde jetzt der "Terroir f"-Punkt als Ort gewidmet, an dem Trauungen stattfinden können.

Die Stadt Bad Kissingen legte der Gemeinde Ramsthal die Planung für ein Thermenhotel neben der KissSalis-Therme vor. Der Ramsthaler Gemeinderat hatte keine Einwände.

Die Kindergartenbeiträge in Ramsthal liegen deutlich unter denen der Nachbargemeinden und auch unter dem Landkreisschnitt. Mit dem vom zweiten Bürgermeister Martin Thürmer vorgelegten Entwurf will die Gemeinde wieder zum zweijährigen Turnus der Beitragsanpassung zurückkehren, nachdem die letzten Änderungen im jährlichen Abstand erfolgten. Der Gemeinderat legte eine Erhöhung von fünf Euro in allen Betragsstufen fest. In einer Präsentation stellte Thürmer dar, dass der gesetzliche Pflichtteil der gemeindlichen Aufwendung höher als gefordert ist und zwischen 100 000 und 110 000 Euro jährlich liegt.

Der Elternbeirat stellte den Antrag auf einen Zuschuss der Gemeinde von einem Euro für die Mittagsverpflegung der Kinder. Der Gemeinderat lehnte diesen Antrag mit dem Hinweis auf die vergleichsweise günstigen Kindergartenbeiträge in Ramsthal ab.

Wieder einmal war die Gestaltung des Kreisels Richtung Ebenhausen ein Thema in der Sitzung. In Vorgesprächen mit Behördenvertretern geht man von einer Investition von 9000 Euro aus. Die Überlegungen gehen dahin, dass die Gemeinde hiervon 3000 Euro tragen soll und der Rest vom Kreis übernommen wird. Die Pflege soll je zur Hälfte von Gemeinde und Landkreis übernommen werden. Bürgermeister Alfred Gündling ist hierzu im Gespräch mit dem Landrat.

Die Gemeinde betreibt eine Gemeinschaftskläranlage mit Sulzthal und Euerdorf, die in der Zukunft neu gebaut oder durch einen Anschluss an eine andere Kläranlage ersetzt werden muss. Bis dies realisiert ist, erteilt das Wasserwirtschaftsamt immer nur eine befristete Betriebsgenehmigung, die nun bis zum 31. Dezember 2019 verlängert wurde.

Die diesjährige Sachs-Franken-Classic-Rallye soll am Pfingstsonntag durch Ramsthal führen. Es ist geplantm die Route durch die Weinberge am Altenberg zu führen und eine Prüfung am Festplatz vorzunehmen. Am "Terroir f"-Punkt soll für die Veranstaltung eine Versorgungsstation eingerichtet werden, für die noch Betreiber in der Gemeinde gesucht werden. Gemeinderat Roland Herterich spricht sich aus Umweltgründen gegen die Veranstaltung in den Weinbergen aus. Der Gemeinderat stimmte dem Veranstalter mit einer Gegenstimme zu. Hinsichtlich des Festplatzes ist die Abstimmung mit dem Weinbauverein erforderlich.

Die Feuerwehr legte eine Bedarfsliste für Ersatzbeschaffung und Neuanschaffungen in Höhe von 3300 Euro vor. Der Gemeinderat stimmte der Übernahme dieser Kosten zu.

Der Jugendraum soll jetzt einen Breitbandanschluss erhalten. HAB-Net kann die erforderliche Bandbreite bieten. Der Gemeinderat legte einen 50Mbit/s-Anschluss fest. Die Kosten für die Geräte und den Erstanschluss sind durch eine Spende von Bayernwerk getragen.

Einem Spendenantrag des Sportvereins über 300 Euro für den am 13. April 2019 stattfindenden Saaletalmarathon stimmte der Gemeinderat zu.

Gemeinderat Hubert Simon brachte den schlechten Zustand der Betonstraße Richtung Aussiedler und Altenreichthal zur Sprache. Hier seien einige Betonplatten defekt und würden eine Gefahr bedeuten für Fahrzeuge und Radfahrer. Nach jedem Winter verschlechtere sich die Situation. Eine Sanierung bei einer betroffenen Streckenlänge von 1,4 Kilometer und einem genannten Kostenansatz von 200 Euro je laufendem Meter würde einen Aufwand von 280 000 Euro bedeuten erkläre Bürgermeister Gündling. Er erhielt den Auftrag zur klären, ob diese Straßen in das Förderprogramm Kernwegenetz Bayern aufgenommen werden können.

Der Gemeinderat behandelte die Einwände und Anmerkungen der Träger öffentlicher Belange für den Bebauungsplan Ramsthal II, der einen Bauplatz im Anschluss an die bisherige Bebauung umfasst. Auf Grund rechtlicher Vorgaben ist es erforderlich, den Plan noch einmal auszulegen.



was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren