Aura an der Saale

Im Herbst 2018 geht's in Aura weiter

Kaum nähert sich die Großbaustelle in Aura dem Ende, beschäftigten sich die Räte bereits mit den nächsten Bauprojekten.
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Autofahrer müssen mit der Noch-Schotterpiste des künftigen Radwegs an der Auraer "Schrenk" vorlieb nehmen bis die Fahrbahn, Mitte August, eine Asphaltdecke erhält.  Foto: Winfried Ehling
Autofahrer müssen mit der Noch-Schotterpiste des künftigen Radwegs an der Auraer "Schrenk" vorlieb nehmen bis die Fahrbahn, Mitte August, eine Asphaltdecke erhält. Foto: Winfried Ehling
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Die aktuellen Großbaumaßnahmen in Aura neigen sich zwar dem Ende zu, doch wartet in der Gemeinde schon das nächste Projekt. Im Rahmen der Dorferneuerung ist die Umgestaltung der "Zehnt", des Ortsmittelpunkts, vorgesehen, die Jürgen Eisentraut vom Amt für ländliche Entwicklung (ALE) vor der Ratssitzung der Teilnehmergemeinschaft vorstellte.

Demnach erstreckt sich das Planungsgebiet von der Gartenstraße bis zur oberen Klosterfeld- und zum Würzburger/ Trimberger Weg. Die Schätzkosten für die Maßnahme belaufen sich auf rund 830 000 Euro, von denen 70 Prozent der Staat übernimmt. Den Rest decken die Gemeinde und die Anwohner über die satzungsgemäße Umlegung.

Eisentraut datierte den Baubeginn auf Ostern 2019. Nach der Ausschreibung im Herbst nächsten Jahres rücken jedoch schon die Bagger an, um die Erschließung und die vorbereitenden Arbeiten, Kanal- und Leitungsverlegung, auszuführen. Dies befürwortete der durch die Urlaubszeit reduzierte Gemeinderat gegen eine Stimme.
Derzeit läuft die Fertigstellung der Fahrstraße an der "Schrenk" auf vollen Touren. Sie soll Mitte des Monats die Asphaltdecke erhalten. Das Gesamtprojekt, nebst Fahrradweg - der zurzeit noch als Schotterpiste für den Verkehr herhalten muss - soll in der Ferienzeit noch zum Abschluss kommen, so Bürgermeister Thomas Hack.
Einbezogen ist auch der Schrenk-Hang, der mit Gabionen-Körben an der Sohle abschließt. Ebenso fand eine Spritzbegrünung des inzwischen befestigten Hangs die Zustimmung des Rates. Ein Gehwegpflaster erhält das Plateau vor dem "Schafhof", das verschiedene Material- Oberflächen aufweist. Für rund 28 000 Euro ist hier ein Muschelkalkpflaster vom Kreuzwegaufgang bis zur Brücke und zur Schafhofeinfahrt angedacht. Beiden Maßnahmen gaben die Räte ihre Zustimmung.


Kinder im Rathaus untergebracht

Eine vorwiegend energetische Sanierung läuft aktuell im Kindergarten St. Laurentius. Dazu mussten die Kinder und ihre Betreuerinnen in das Rathaus umziehen. Im Rahmen der Sanierung will die Gemeinde die Eingangsüberdachung erneuern und eine Feuerschutzwand im Dachgeschoss des Kindergartens einziehen. Die Arbeiten sind bis Mitte September abgeschlossen, vermutet Hack.

Die Faschingsfreunde möchten ihre Unterstellhalle erweitern und benötigten dazu die Baugenehmigung und einen Zuschuss der Gemeinde. Der offene Holzschuppen, der in Fragmenten schon besteht, benötigt eine Verlängerung des Daches zum Unterstellen von Wagen und Brennholz, wie Planer Hans-Jörg Kaiser belegte. Auf die Kosten von rund 9500 Euro gibt die Gemeinde den üblichen Zuschuss von 20 Prozent, das Gremium sprach die Baugenehmigung aus.

Eine Erweiterung braucht das Urnengräberfeld auf dem Friedhof. Von den zehn angelegten Urnengräbern sind nur noch drei unbelegt. Da von dieser Bestattungsart immer mehr Gebrauch gemacht wird, will die Gemeinde eine zweite Reihe mit etwa 14 Urnengräber einrichten. Die Kosten dafür, die das Ratsgremium genehmigte, belaufen sich auf rund 5500 Euro.

Wegen Umbauten im Pfarrheim will die Bücherei in das Rathaus umziehen, da hier ein genügend großer Raum zur Verfügung steht. Es bleibt allerdings Büchereikoordinator Heiko Frank überlassen, welchen Raum er aus Sicht der Barrierefreiheit bevorzugt. Die Belegung eines Raums im Untergeschoss wäre mit anderen Nutzern abzusprechen. Die jährliche, gemeindliche Förderung von 700 Euro für die Bibliothek wird weiterhin gewährt.
Seit Jahren wünschen sich die Bauhofmitarbeiter einen Salz-Silo, durch den größere Mengen Salz preiswerter eingekauft werden können und ein erheblicher Arbeitsaufwand eingespart würde. In Frage käme ein 36-Tonnen-Silo zum Preis von 18 600 Euro. Die Gemeinde muss für einen sicheren Unterbau sorgen. Der Rat stimmte dem Kauf zu.
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