Elfershausen
Konzept

Hochwasserschäden kosten sechsstellige Summe

Der Marktgemeinderat Elfershausen beschloss in seiner Sitzung ein Hochwasserschutz- und Rückhaltekonzept für die kleineren Bäche, Maßnahmen am Deisselbach sollen folgen.
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Die Entfernung  von Unrat und Schwemmgut, besonders im Oberlauf des Deisselbachs, ist zwar im Sinne des Hochwasserschutzes sinnvoll, kostet aber auch eine sechsstellige Summe.   Peter Ruck
Die Entfernung von Unrat und Schwemmgut, besonders im Oberlauf des Deisselbachs, ist zwar im Sinne des Hochwasserschutzes sinnvoll, kostet aber auch eine sechsstellige Summe. Peter Ruck
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Um seine Ortsteile künftig vor den Fluten zu schützen, benötigt der Markt Elfershausen ein Hochwasserschutz- und Rückhaltekonzept. Dabei geht es jedoch nicht um die Saale und - noch - nicht um den Deisselbach, sondern um kleine Bäche, die bei starken und ausgiebigen Regenfällen große Schäden anrichten können. Dafür legte Planer Peter Ruck dem Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung ein Konzept vor.

Relativ unspektakulär verhält es sich mit dem Wiesenbach in Langendorf, der kaum einmal Schäden mit sich bringt. Durch zwei Staubereiche und einen Rohrablauf kann das Nass gebändigt werden. Anders sieht es in Machtilshausen aus. Hier sammelt sich Wasser aus höher gelegenen Bereichen am Sportplatzgelände und wird durch Gräben und über die Verrohrung in der Kapellenstraße abgeführt. Ruck hielt es hier für ratsam umfangreiche Wassermassen am Oberlauf des Baches, nordöstlich des Ortes, durch zwei Querbarrieren zu drosseln.

Rohre knapp bemessen

In Engenthal fließen aus Osten kommende Wässer in einen Graben und dann in Rohre, die allerdings knapp bemessen sind. Der Vorschlag des Planers sieht eine Verrohrung im westlichen Bereich, an der Ortsausfahrt vor. Ein Querriegel im Osten des Ortsteil wäre ideal um die Wassermassen zurückzuhalten. Johannes Krumm, Ortsprecher von Engenthal, empfahl die Staubereiche weiter zurück zu legen.

Für Trimberg wären ebenfalls zwei Querschnitte eine Lösung, die problemlos herzustellen ist. Volker Partsch wies auf zwei Einläufe von der Autobahn hin, die Schmutz, Unrat und Öl mit sich bringen und die genannten Wasserläufe ebenfalls mit belasten. Doch dieses Thema fällt an die Autobahndirektion Nord und wurde von der Gemeinde bereits mit dieser erörtert.

Eine Planung für den Deisselbach kann erst nach Abschluss dieser Maßnahmen erstellt werden, erinnerte Bürgermeister Karlheinz Kickuth. Das Ratsgremium stimmte dem Konzept, einschließlich der Vorschläge, einmütig zu. Ruck legt jetzt die Pläne dem Wasserwirtschaftsamt vor.

Hochwasserschäden: Bewuchs zurückschneiden

Im nächsten Tagungsordnungspunkt war die Beseitigung der Hochwasserschäden durch den Deisselbach Thema. Der Gemeinde-Bauhof kann wegen Überlastung diese Aufgabe nicht wahrnehmen. Kickuth bat deshalb Ruck um Vorschläge. Nach dessen Ansicht sind die Zugänge zum Bach teils schwierig. Doch bestätigte er Holz, Gestrüpp, und Unrat, insbesondere im Bachoberlauf. Auch Findlinge ragen hier aus dem Wasser und Brückenübergänge und Grenzmauern wiesen teils Unterspülungen auf. Zudem sollte der Bewuchs zurück geschnitten werden.

Nach Ansicht des Fachmanns sei eine Säuberung schwierig aber möglich. "Doch ich bin mir sicher, dass in 20 Jahren der jetzige Zustand wieder eingekehrt ist", fügte er hinzu. Die Kosten für die Maßnahme errechnet Ruck mit 140 000 Euro brutto. Kickuth schlug vor, die Arbeiten auszuschreiben und dann abzuwarten. Immerhin sind dem Markt 45 Prozent Förderung dafür in Aussicht gestellt. Auch hier stimmte das Gremium zu. Das Technische Büro Werner und die Verwaltung nehmen die Ausschreibung vor.

Abrupt beendet

Keine Einwände hatte der Rat gegen die Erneuerung der Gebäude-Leittechnik der Wasserversorgung nebst Archivierung, die mit ca. 10 500 Euro zu Buche schlägt. Misstöne kamen unter dem Punkt "Sonstiges" auf mit der Frage von Rainer Kuhn, der wissen wollte, warum nur der Bürgermeister in der neuen Ortschronik ein Grußwort schreibt. Kickuth antwortete, dass er dies vor längerer Zeit so festgelegt und den Rat informiert habe. Dem Hinweis von Kuhn auf das Jubiläum im nächsten Jahr und weitere Grußadressen widersprach er in der Form, dass die Ortschronik nicht die Jubiläumsfestschrift sei. Als Kuhn weiter diskutierte entzog ihm der Bürgermeister das Wort. Dies widerfuhr auch Kickuths Stellvertreter, Jürgen Englert. Als die Anweisung nicht fruchtete, beendete der Bürgermeister die Gemeinderatssitzung.

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