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Imker

Hitze und Trockenheit war Stress für Bienen

Der Imkerverein Hammelburg ehrte bei der Jahreshauptversammlung auch treue Mitglieder.
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Die Bienen hatten im vergangenen Jahr aufgrund der Trockenheit und der Hitze auch Stress. Martin Holzinger
Die Bienen hatten im vergangenen Jahr aufgrund der Trockenheit und der Hitze auch Stress. Martin Holzinger
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Eine wichtige Informationsquelle ist heimischen Bienenhaltern die Jahreshauptversammlung des Imker-Vereins Hammelburg. Das Fazit für 2019 weist aus Sicht des Vorsitzenden Martin Holzinger allgemein unzufriedene Imker, eine bescheidene Honigernte - etwa ein Drittel normaler Jahre - und in manchen Regionen, zum Beispiel Baden-Württemberg, so gut wie gar keinen Honig aus.

Trockenheit und Sturmtiefs lösten sich in den ersten drei Monaten ab. Den österlichen 25 Grad, die Kirsch- und Apfelbäume zur Blüte brachten, folgten heiße Tage, die endlich in Regen mündeten. Doch dieser wurde Anfang Mai bei nur vier Grad eiskalt, Bodenfrost drohte. Viele Weisel-Zellen (befruchtetes Bienenei, das nur mit Gelee Royal gefüttert wurde und eine Königin statt Arbeitsbienen hervorbringt) fanden sich in den Völkern. Die heißesten Tage des Jahres, Ende Juni und Ende Juli, bedeuteten Stress für Mensch und Biene, was die Sommerbehandlung mit Säuren schwierig machte. Alternativen seien gefragt. Ein "Adventsausflug" der Immen ist der Warmperiode um Weihnachten zu verdanken. Die fleißigen Honiglieferanten absolvierten - eher ungewöhnlich - einen Reinigungsflug und das Wasserholen. Vermutlich steht die junge Brut bereit. "Also geht es irgendwie weiter", sagt Holzinger.

Aus dem Vereinsleben meldete er 55 Mitglieder, die 426 Völker im Herbst einwinterten, etwas weniger als im Vorjahr. Mit Manuel Schlereth und Johanna Zeitz verzeichnet der Imker-Verein zwei Neu-Eintritte. Den Kassenbericht von Schatzmeister Kurt Siebenlist prüften Peter Hart und Otmar Kippes, die eine einwandfreie Kassenführung bestätigten und die zur einstimmigen Entlastung führten.

Die bronzene Ehrennadel des Landesverbands Bayerischer Imker überreichte der Vorsitzende an drei "Jung-Imker", die die erste, 15-jährige Phase, in der Bienenzucht erfolgreich absolvierten: Sandro Wolf, Siegfried Richard und Andreas Richard. "Alte Hasen" im Bienengeschäft, die alle Maßnahmen in 40 Jahren mitmachten, sind Willi Wiesend und Otmar Koberstein. Ihnen gebührte die goldene Ehrennadel, die Walter Schuhmann im Nachgang erhält. Klaus Lankes, Stadtgärtner von Karlstadt, konnte der Vorsitzende für die Jahreshauptversammlung gewinnen, in der Lankes zum Thema "Blumenwiesen in der Stadt" referierte. Das Projekt brachte 2016 in der Nachbarstadt die erste Blumenwiese hervor. Artenarme Rasenflächen, die als "Hundeklo" dienten, wandelt Karlstadt derzeit in artenreiche Blumen- und Staudenwiesen um, die nur noch einmal im Jahr gemäht werden. Er gab Tipps zur Aussaat von Saatmischungen großer Bandbreite, der richtigen Behandlung, Mähzeitpunkte und Mehrnährstoffdünger. Holzinger wies auf Termine hin: Die Kreisversammlung der Imker ist am 15. März im Gasthaus Brust in Obererthal. Am 21. März findet ein Anfängerkurs in Münnerstadt statt. Der Bundestag der Imkerei ist am 4. und 5. Juli.

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