Trimberg

Heißer Jazz in tropischer Hitze

Beim Jazz-Fest auf der Trimburg kommen auch immer wieder neue Musiker dazu. Diesmal waren es Birgit Nöth, Sebastian Mahr und Markus Zink.
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Der heiße Jazz fiel bei tropischen Temperaturen heuer etwas kürzer aus. Foto: Winfried Ehling
Der heiße Jazz fiel bei tropischen Temperaturen heuer etwas kürzer aus. Foto: Winfried Ehling
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Das Jazz-Fest auf der Trimburg ist eines der Highlights unter den Veranstaltungen. Wenn Wolfgang Görner und seine Musiker - Ehemalige und neu hinzu Gekommene - in den Mauern der Feste auftreten sind Jazz-, Swing- und Boogie-Liebhaber elektrisiert und kommen in Scharen um dieser Session beizuwohnen - weil diese Fete einfach "hipp" ist.

Musiker, die noch aus Studienzeiten stammen, aber auch aus der neuen Jazz-Szene im Kissinger "Burkardus", jammen hier aus Freude am Spiel und ohne Eintritt. Der Austausch von gemeinsamen Erinnerungen ist natürlich inbegriffen. Diesmal kamen zehn Musiker zusammen, den bevorzugten Sound der Mitte des vorigen Jahrhunderts aufzulegen, der längst nicht in Vergessenheit geraten ist.

Mit Saxophonistin Birgit Nöth, der Ehefrau von Rainer Nöth, Sebastian Mahr und Markus Zink, ein Saxophonist und Sänger mit "Satch-Mo"-Stimme aus Münnerstadt, präsentierten sich diesmal neue Akteure, die die Altvorderen gerne einreihten. Wolfgang Görner, Ideengeber und Organisator des seit 18 Jahren bestehenden Events, Rolf Meyer-Natus, Wolfgang Kriener, Sängerin Hilda Wischnewski, und die Drummer Walter Vollmuth und Gunnar Olsen komplettierten das Ensemble.

Die Titel sind meist Jazz- und Swing-Standards. Doch immer wieder tauchen neue Versionen auf wie beispielsweise "I love to watch the moonlight" oder "Black Orpheus", die locker in die Abfolge eingestreut werden, wie "All of me", "I got rythm" oder "Sunny Side". Das Publikum kann mit Sicherheit auf einen der "Big Songs" warten wie "Wonderful World", dem Louis Armstrong vor 50 Jahren zu einem Welterfolg verhalf. In einer schönen Welt - eigentlich ein Protestlied des Sängers gegen den Vietnam-Krieg - bekommt man auch leckere "Ice- Cream", die bei Temperaturen von 34 Grad im Schatten gerade richtig kam.

Die tropische Hitze forderte allerdings ihren Zoll. Viele Besucher brachen relativ bald wieder auf, vermutlich um kühlere Gefilde aufzusuchen. Auch die Musiker brachen eine Stunde früher ab wie gewöhnlich. Jedoch nicht ohne das "Happy Birthday" für das Geburtstagskind, Altbürgermeister Otmar Pfister, zu spielen.

Von der einstigen Combo, die zu Studienzeiten in den Kellern von Würzburg für jazzige Rhythmen sorgten, war diesmal nur noch Wolfgang Görner selbst dabei. Viele sind bereits gestorben oder sind erkrankt. "As times go by" - wie die Zeit vergeht. Dennoch versichert Görner: "Wir kommen nächstes Jahr wieder".

Der Inhalt der Spendenbox geht an die Freunde der Trimburg. Die Bewirtschaftung übernahm die Pfarrgemeinde Elfershausen.

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