Fuchsstadt
Jubiläum

Heimatfest: Fuchsstadt von 907 bis heute

Vier Tage lang feiern die Fuchsstädter Ende August Heimatfest. Zum Festzug wird auch die Hauptstraße fertig sein, die gut zwei Jahre lang erneuert wurde.
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Obwohl "zig Jahre" nicht mehr praktiziert kann Fuchsstadts Bürgermeister Peter Hart das Mähen von Hand noch. Beim Heimatfest, das von 25. bis 27. August stattfindet, gibt es ebenfalls Vorführungen zum Thema "Landwirtschaft anno dazumal". Foto: Winfried Ehling
Obwohl "zig Jahre" nicht mehr praktiziert kann Fuchsstadts Bürgermeister Peter Hart das Mähen von Hand noch. Beim Heimatfest, das von 25. bis 27. August stattfindet, gibt es ebenfalls Vorführungen zum Thema "Landwirtschaft anno dazumal". Foto: Winfried Ehling
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Ein herausragendes Ereignis, der 1110. Geburtstag der Gemeinde, rückt mit Riesenschritten näher und die Vorbereitungen laufen auf vollen Touren. Zahlreiche Vereine und eine Vielzahl privater Unterstützer sorgen dafür, dass das damit verbundene, viertägige "Historische Heimatfest" als unvergessenes Erlebnis in die Chronik der Gemeinde eingeht.
Die Stele in der Hauptstraße erinnert an die Gründung "Phusestats" im Jahr 907, das eine wechselvolle Geschichte erlebte. Fuchsstadt ist heute eine aufstrebende Gemeinde, deren Stärke das vorausschauende gemeinsame Handeln und die Traditionspflege sind. Das alle zehn Jahre stattfindende Heimatfest will dies 2017 im Besonderen dokumentieren.


Blick in die Vergangenheit

Die Museums- und Landmaschinenfreunde gehören zu den Akteuren, die die "alten Zeiten" Revue passieren lassen. Beim Festzug und auf einem eigens dafür angebauten Weizenfeld von Hans-Jürgen Pfülb geben sie Zeugnis von der Vergangenheit, in der noch mit Sense und Sichel geerntet und die Halme zu Garben gebündelt und zwei Tage zum Trocknen aufgesetzt wurden. Eine Mühsal im Vergleich zu modernen Arbeitsmethoden wie zum Beispiel mit einem Mähdrescher.

"Wir wollen die Landwirtschaft beim Heimatfest so darstellen, wie sie früher war", sagt Michael Schultz von den Landmaschinenfreunden. Dies erfolgte anno dazumal noch in Handarbeit, in jüngerer Zeit half ein Mähbinder, der jedoch einen großen Wartungsaufwand hatte und für den es keine Ersatzteile mehr gibt. Das heißt, beim Einsatz der Maschine müssen die Bediener improvisieren und basteln, wenn der Mähbinder nicht funktioniert.
Die Handarbeit blieb dennoch. Die Sense schwingen will gelernt sein. Auch Bürgermeister Peter Hart versuchte sich "nach zig Jahren wieder einmal an dem landwirtschaftlichen Arbeitsgerät". Mit Erfolg. Allerdings war viel Gras im Weizen dabei. Doch um die Qualität ging es vorrangig nicht. "Wir wollen das alte Wissen weitergeben, das noch Leute wie Lothar Pfülb besitzen", betont er mit Blick auf den Landwirt, der die Szenerie begutachtet und Ratschläge gibt.

"An der Trie", wo die Museums- und Landmaschinenfreunde die Ernte einbringen, wird zum Fest auch der Dreschplatz eingerichtet auf dem interessierte Zuschauer die Arbeit früherer Jahre nachverfolgen können. Ein mit Garben und Menschen in alter Tracht geschmücktes Ochsengespann krönt den Festzug.

Insgesamt 50 Wägen, Fußgruppen, Musikkapellen und Einzelpersonen bestücken den Zug, der beispielsweise Heinrich von Fuchsstadt, den bayerischen König Ludwig I. bei seinem Besuch in Fuchsstadt, mehrere alte Feuerwehrspritzen, Nachbildungen der Kohlenberg- und der Franzosenkapelle, eine historische Sanitätsgruppe, den Dorfbrunnen und eine Schuster-Werkstatt mit sich führt. Zahlreiche, gestellte Bilder an verschiedenen Standorten runden die Szene ab.


Großes Festprogramm

Von Freitag, 25., bis Montag, 28. August, ist feiern angesagt - darauf verstehen sich die "Fuschter". Hart hofft, "dass viele hier Geborene oder Aufgewachsene die Gelegenheit nutzen, um ihrer Heimatgemeinde einen Besuch abzustatten und damit ihre Verbundenheit zu Fuchsstadt zu festigen". Das Programm ist umfangreich, reicht vom Heimatabend mit den Fuschter Vereinen über den Auftritt der Troglauer Buam bis hin zum großen Festzug und historischen Stationen. Infos unter: www.fuchsstadt.de
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