Reith
Natur

Heilkräuter und Kübelpflanzen

Einen neuen Besucherrekord gab es beim Hausgartentag in Reith.
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Margot Schottdorf entführte ihr Publikum in die bunte Welt der Balkon- und Kübelpflanzen.  Fotos: Gerd Schaar
Margot Schottdorf entführte ihr Publikum in die bunte Welt der Balkon- und Kübelpflanzen. Fotos: Gerd Schaar
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Erstmalig fand der Hausgartentag des Bayerischen Bauernverbandes im Frühjahr und nicht im Herbst statt. Parkplätze rund um das Reither Sportheim waren am Samstag Mangelware. Trotz des kalten Wetters waren rund 160 Besucherinnen zum Hausgartentag gekommen, eine Rekordzahl im elften Jahr. Männer waren nämlich die recht überschaubare Ausnahme. Größtenteils kannte man sich, und so hatte dieser Termin den Charakter eines Großfamilientreffens.

Über so viel Interesse für die "Grüne-Daumen"-Themen wunderte sich Bürgermeister Gotthard Schlereth. Auch Kreisobmann Edgar Thomas vom Bayerischen Bauern-Verband (BBV) war begeistert: "Während die Männer mehr für das Grobe im Leben zuständig sind, kümmern sich die Frauen um das Schöne." Aus den heimischen Gärten sei viel Schönes herauzuholen.

Ein Heimspiel bei so vielen Landfrauen hatte Kreisbäuerin Edeltraud Häusler. Mit den drei Themen, die sie ankündigte, rannte sie offene Türen ein.

Für Salben und Tinkturen

Über die natürliche Hausapotheke mit Kräutern berichtete Inge-Maria Schlereth aus Waldfenster. Verloren gegangenes Wissen, das zum Teil Jahrtausende alte Wurzeln hat, interessierte die Zuhörerschaft sehr. Natürliche Heilmittel und Kräutermischungen seien die Grundlagen für Salben, Tinkturen und Öle ohne Chemie, dozierte die Waldfensterin. "Die Gedanken sind frei", sang sie und begleitete sich selbst auf der Zither. Begeisterter Applaus für die heimischen Klänge war ihr sicher.

Während Inge-Maria Schlereth im gut geheizten Sportheim dozierte, entführte Margot Schottdorf aus Oberthulba ihr Publikum nach draußen vor die Türe. Die bunte Welt der Balkon- und Kübelpflanzen weckte das Interesse. Das Thema war genau das Richtige für die Balkongärtnerinnen und Terrassenverschöner.

Rechtzeitig vor der Blühphase sei jetzt noch Gelegenheit zum Bepflanzen der Blumenkästen und Kübel. Gern gab Schottdorf wertvolle Tipps für die Handgriffe beim Umkübeln sowie für optimale Farbzusammenstellungen. Kreativität sei gefragt, meinte sie und begeisterte mit ihrem Aufruf: "Packen wir es an!".

Ein beheizter Kellerraum war bestens geeignet, um per Beamer und Leinwand den Vortrag von Otmar Diez aus Sulzthal zu unterstützen.

Diez weckte schnell die Lust am Gärtnern bei seinem Publikum durch seine unkonventionellen Ideen vom Rahmenbeet. Bewährt habe sich ein Kastensystem als Alternative zu Früh-, Winter- und Hochbeeten, berichtete Diez aus seiner praktischen Erfahrung. Auch hier sei der Verzicht auf die Chemie von großer Bedeutung. Weitestgehend erspare er sich das Umgraben, arbeite aber zugleich mit den kompostierten Mikroorganismen. Ausführlich lieferte Diez anschauliche Fotos zur Dokumentation seiner Rahmenbeete. Die Besucherinnen waren begeistert. Hannelore Müller bestätigte: "Für mich hat es sich gelohnt, denn ich habe dazugelernt."

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