Engenthal
Bürgerversammlung

Hausbau kommt voran

Die Engenthaler freuen sich auf ihr neues Dorfgemeinschaftshaus und legen bei den Arbeiten auch selbst Hand an.
Artikel drucken Artikel einbetten
Ein schmuckes Gemeinschaftshaus entsteht derzeit in Engenthal, das voraussichtlich im August fertiggestellt ist.  Foto: Winfried Ehling
Ein schmuckes Gemeinschaftshaus entsteht derzeit in Engenthal, das voraussichtlich im August fertiggestellt ist. Foto: Winfried Ehling

Im kleinsten Ortsteil des Marktes Elfershausen stand die dritte Bürgerversammlung an. Das idyllische Dörfchen in den ehemaligen Weinbergen hinter der Trimburg ist zwar mit 140 Bewohnern das "Schlusslicht" unter den fünf Gemeindeteilen, hat aber im Verhältnis zu den Einwohnern mit etwa einem Viertel seiner Ortsbürger die bestbesuchte Bürgerversammlung.

Das Treffen im Gasthaus "Zur Linde" könnte das letzte im heimeligen Gastraum gewesen sein. Denn Engenthal baut derzeit, voller Stolz, ein Dorfgemeinschaftshaus. Wie Ortssprecher Johannes Krumm berichtete, gingen die Arbeiten in den letzten Wochen, witterungsbedingt, etwas langsamer voran, nehmen jetzt aber wieder Fahrt auf. "Wir liegen im Zeitplan" unterstrich er.

Der Baubeginn des Gebäudes, das anstelle des früheren Feuerwehr-Gerätehauses tritt, datiert auf den August vorigen Jahres. Unter Mithilfe der Ortsbewohner konnte noch vor Weihnachten aufgerichtet werden. Am 9. Januar feierten die Baufirmen und Einwohner das Richtfest. Die Baumaßnahme unterstützt das Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) mit 150 000 Euro, wie Bürgermeister Karlheinz Kickuth informierte.

Dass der Neubau das Ende des fränkischen Gasthofs "Linde" bedeutet, steht nicht zu befürchten. Wirt Werner Köberlein hält mit schmackhaften Essen, dem originellen Flair, dem Tonnengewölbe-Saal und einem feinen "Selbstgebrannten" noch einige Trümpfe in der Hand, die auch künftig die Gäste locken dürften.

Die Aufgaben, die die Engenthaler dem Bürgermeister und dem Gemeinderat mitgaben, sind eine Beschilderung für den neuen Weg durch den Wald, das auf das Benutzungsrecht für Fahrradfahrer hinweist, wie Thomas Schipper vorschlug. Die Route ist auch als Teil der geplanten Mountainbike-Strecke vorgesehen. Michael Sattel regte an, den von beiden Seiten zugewucherten Fußweg zwischen Engenthal und Trimberg freizuschneiden. Julian Warmuth bemängelte tiefe Furchen im weiterführenden, wassergebundenen Weg hinter der Wendeplatte des Neubaugebiets.

Gunnar Tuchbreiter reklamierte eine Gully-Abdeckung in der Nähe des Parkplatzes, die sanierungswürdig ist. Kickuth wies darauf hin, dass der Schaden bekannt ist und der Bauhof Maßnahmen einleitet. Wirt Köberlein bat um Auskunft über die durch den Neubau des Gemeinschaftshauses bedingte Straßensperrung. Durch das Einfahrtsverbot sei bereits ein Unfall zu beklagen, bei dem ein Fahrzeug schwer beschädigt wurde. Der Bürgermeister versprach hier baldige Abhilfe.

In seinem Rückblick streifte Kickuth auch die Ausführungsplanung am Deisselbach in Elfershausen, bei der die ursprüngliche Geländehöhe auf Weisung des Wasserwirtschaftsamts (WWA) nicht berücksichtig werden konnte. Die Auflage lautete: Der Retentionsraum des Baches darf nicht verkleinert und kein Fremdmaterial eingebracht werden, was in der Folge zu erheblichen Hochwasserschäden in Höhe von rund 145 000 Euro führte. Das WWA stellte eine Förderung in Aussicht.

Einen weiteren Aspekt rief der Sturzregen Ende Mai hervor. Im Bereich des Neubergs und Stappbergs legte das Oberflächenwasser die ehemalige Müllhalde von Elfershausen frei. Hier will die Gemeinde mit den Behörden erforderliche Sanierungsmaßnahmen abklären.

Projekte, die im Markt anstehen, skizzierte Kickuth im Folgenden. Elfershausen bewarb sich für ein weiteres Info-Zentrum, das im Rahmen des UNESCO-Bioreservats Rhön entstehen soll. Der Fertigstellung des Windparks im Machtilshausener "Heinrichsthal" ist für den Dezember vorgesehen. Die Anlagehöhe ist rund 240 Meter.

Zum Mountainbike-Parcours holte die Gemeinde die Stellungsnahmen der Jagdgenossen und Jagdpächter ein. Die Wegeführung wurde gemeinsam erarbeitet und vom Rat genehmigt. Zur Planung der Rundstrecke entstehen dem Markt keine Kosten. Für ein Hochwasser-Rückhaltekonzept liegt ein Zusage des WWA in Höhe von ca. 45 780 Euro. Der Planungsauftrag ging an das technische Büro Werner in Eltmann zum Preis von rund 60 000 Euro, das hydraulische Daten in allen Gemeindeteilen sammelt.

Verwandte Artikel

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren