Ramsthal
Kultur

"Haus erLebenskunst" stellte sich vor

Das "Haus erLebenskunst" in der ehemaligen Schule in Ramsthal stellte sich bei einem Adventskaffee der Öffentlichkeit vor. Künstler und ein Heilpraktiker haben hier bereits eine neue Heimat gefunden.
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Die Initiatoren des "Hauses erLebenskunst": Holzbildhauer Bernhard Gößmann-Schmitt und Kunsttherapeutin Thea Keßler. Foto: Winfried Ehling
Die Initiatoren des "Hauses erLebenskunst": Holzbildhauer Bernhard Gößmann-Schmitt und Kunsttherapeutin Thea Keßler. Foto: Winfried Ehling
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Das Schulgebäude hat seit mehreren Jahren als solches ausgedient. Aus ihm wurde auf Initiative von Bernhard Gößmann-Schmitt und Kunsttherapeutin Thea Keßler im Herbst das "Haus erLebenskunst". Kunst, Natur und Gesundheit sind bereits eingezogen.

So betreibt Gößmann-Schmitt hier eine Holzbildhauer-Werkstatt. Thea Keßler siedelte sich bereits vor knapp vier Jahren mit einem Atelier an, in dem sie ihre therapeutischen Malkurse abhält. Ihr Gatte Andreas, ein Heilpraktiker, nutzt Räume für interne Seminare, und ein heimisches Elektrofachgeschäft entdeckte das Gebäude für ein Büro und ein Lager.

Aber auch Ramsthaler Vereine sollen hier ein Domizil finden, hofft Gößmann-Schmitt, der sich mit der bisherigen Resonanz zufrieden zeigt. "Unsere Kurse sind gut belegt, und was die Unterhaltskosten angeht, schreiben wir durch die Mieteinnahmen bisher eine schwarze Null", betont er.

Das ist im Sinne der Gemeinde, die Besitzerin des Hauses ist und vor der Entscheidung stand, das ehemalige Schulgebäude zu verkaufen, zu nutzen oder leer stehen zu lassen. "Die Umnutzung durch den Verein erLebenskunst schien der richtige Weg zu sein", stellte Bürgermeister Franz Büttner in seinem Grußwort fest.

Allerdings bedurfte es einiger Überzeugungsarbeit im Gemeinderat. "Der Verein konnte durch praktische Unterstützung, zum Beispiel in Form von Sanierungsarbeiten und die Einbeziehung der Räte bei Malkursen von Frau Keßler, sein Ziel - Vereine und Generationen in das Gebäude zu integrieren - dem Ratsgremium glaubhaft vermitteln", erinnert Gößmann-Schmitt.

Immer mehr Teilnehmer

Der vielseitig engagierte Ramsthaler gibt nach eigener Aussage gut belegte Kurse im Holzbildhauen. "Dieses Hobby habe ich mir vor 25 Jahren durch Ausbildung in Seminaren und an der Volkshochschule angeeignet und gebe jetzt mein Wissen weiter. Wir haben mit kleinen Veranstaltungen begonnen, deren Teilnehmerzahl immer mehr anwuchs", freut er sich.

Thea Keßler ist eingezogen, als noch Schulstunden abgehalten wurden. Die in Bad Kissin gen beheimatete Kunsttherapeutin fragte in Ramsthal nach einem Raum und erhielt die Zusage. Die ausgebildete Physiotherapeutin ist schon immer in der bildenden Kunst zuhause. Das Malen, dem sie seit ihrer Kindheit verbunden ist, hat sie sich durch Seminare, Grafik-Unterricht und autodidaktisch angeeignet. Vor acht Jahren absolvierte sie zudem eine anthroposophische Kunsttherapieausbildung in Dresden. "Durch Malkurse, deren Motive und Farbgebung schleicht sich die Therapie sozusagen von hinten ein", erklärt sie.

"Tourismus einbeziehen"

Bürgermeister Büttner sieht nach den Anfangserfolgen die Entscheidung zur Umnutzung als richtig. "Die Anschub-Finanzierung der Gemeinde und die notwendigen Vorarbeiten haben sich gelohnt", betont der Gemeindechef. Er bat, die sich aus dem Projekt ergebenden Synergie-Effekte, wie zum Beispiel zum Wein und zum Tourismus, einzubeziehen. Der erLebenskunst wünschte er "eine weitere, gute Entwicklung, viel Freude und viele Aktivitäten".

Die Veranstaltungen und Workshopsin der ehemaligen Ramsthaler Schule - die im Übrigen im neuen Jahr ihren 50. Geburtstag feiert - finden Interessierte im Internet.

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