Heiligkreuz
Bürgerversammlung

Handyempfang bleibt Wunsch-Traum

Diskussion Zur Bürgerversammlung in Heiligkreuz kamen nur wenige Bewohner. Trotzdem wurde über verschiedene lokale Themen diskutiert.
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Die Räte sahen sich den Flur des ehemaligen Schulgebäudes genauer an. Dort hat sich der Fliesenboden verformt.  Foto: Gerd Schaar
Die Räte sahen sich den Flur des ehemaligen Schulgebäudes genauer an. Dort hat sich der Fliesenboden verformt. Foto: Gerd Schaar
Erfahrungsgemäß werden Bürgerversammlungen von etwa zehn Prozent der Anwohner besucht. Warum sollte dies in Heiligkreuz anders sein? So begrüßte Astrid Mützel (WG Heiligkreuz) sechs Anwohner sowie Bürgermeister Jürgen Karle und ihre Kollegen aus dem Gemeinderat am Donnerstag in der alten Schule.
Aktuell zählt dieser Ortsteil der Gemeinde Wartmannsroth 59 Haupt- und 16 Nebenwohnsitze, so Karle. Die Räte sahen sich den Flur des ehemaligen Schulgebäudes an. Dort hatte sich der Fliesenboden verformt. Offensichtlich fehle dort eine Dehnungsfuge, so die Meinung der Räte.
"Neulich hatte ich eine Anfrage eines interessierten Bauwerbers, ob in Heiligkreuz wirklich kein Handy-Empfang möglich ist", berichtete Karle. Denn offensichtlich sei dies eine neue Qualität für gestresste Leute aus den Großstädten. Für die Anwohner hingegen ist Handyempfang ein Wunschtraum, seit es Handys gibt.
Obwohl die technischen Voraussetzungen durch den Sendemast des Behördenfunks (BOS) vorhanden seien, finde sich kein Mobilfunkbetreiber, der in solche Gegenden investiere, berichtete Karle von seinen vielen Anfragen. Ein sogenannter Hotspot sei eher für städtisches Gebiet als auf dem Lande angeraten. Und der Handybetrieb sei über Hotspot auch nicht möglich.


Sorge um Unterversorgung

"Hier gibt es keine Hausbesuche der Ärzte", ging eine Anwohnerin auf den Notstand der ärztlichen Unterversorgung auf dem Land ein. Es komme sogar noch schlimmer, meinte Karle. Denn im Hammelburger Raum würden etliche Ärzte demnächst in den Ruhestand gehen. Da müsse jungen Ärzten ein Anreiz geschaffen werden, sich hier anzusiedeln. Etwa durch ein Ärztezentrum, das sie von den Verwaltungsaufgaben einer eigenen Praxis entbinde.
Auf die Nachfrage, ob es für Verunglückte in der Gegend Heiligkreuz einen Rettungspunkt zum Absetzen einer Unfall-Meldung gebe, verwies Karle auf das zuständige Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF). Ihm sei hier kein Rettungspunkt bekannt. Ein Anwohner regte einen Verkehrsspiegel bei der Einmündung Detterer Straße / Heiligkreuzstraße an. Karle bestätigte zwar, dass dort das Sichtdreieck mittlerweile zugebaut worden sei, sah aber für einen Spiegel keine Notwendigkeit.
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