Hammelburg
Kultur

Hammelburger Stadtkapelle : Neuer Dirigent, neue Vorsitzende

Matthias Zippel, gebürtiger Ochsenfurter, dirigiert künftig die Stadtkapelle. Zur neuen Vorsitzenden wurde Katrin Simon aus Machtilshausen gewählt.
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Dirigent Matthias Zippel (links) und seinem Stellvertreter Jürgen Kunkel (rechts) obliegt die Stabsführung bei der Hammelburger Stadtkapelle.             Winfried Ehling
Dirigent Matthias Zippel (links) und seinem Stellvertreter Jürgen Kunkel (rechts) obliegt die Stabsführung bei der Hammelburger Stadtkapelle. Winfried Ehling
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Ein "Jahr on tour", also mit vielen Auftritten und Terminen, verzeichnete die Stadtkapelle in den vergangenen zwölf Monaten. Doch trotz zahlreicher Gast-Auftritte und Reisen kamen die Darbietungen in der Heimat und die Proben nicht zu kurz, wie Vorsitzender Christoph Emmerth in der Hauptversammlung im Musikerheim auswies, wo auch Vorstands-Neuwahlen stattfanden.

Personell ist das musikalische Aushängeschild der Saalestadt gut aufgestellt. Mit aktuell 59 Aktiven in verschiedenen Orchestern und Gruppierungen zählen die Hammelburger insgesamt 267 Mitglieder. Allein im verflossenen Jahr gewannen sie 18 neue Mitglieder. In der Ausbildung befinden sich derzeit 34 Kinder und Jugendliche, darunter sechs neue. Die Ausbildung trägt Früchte wie Johanna Jobst und Emily Bürgel zeigen, die die Juniorenprüfung "Trompete" bestanden.

Auch die gegründete "Zukunftsbaustelle" zeigt Erfolge. "Eine wichtige Baustelle ist abgeschlossen. Wir haben einen neuen Dirigenten", betonte Christoph Emmerth. Matthias Zippel, gebürtiger Ochsenfurter, der in Nürnberg Saxophon und Klarinette studierte, dirigiert künftig die Stadtkapelle.

Den 50-jährigen, der unter anderem mit einem Berliner Saxophon-Orchester tourte, wählten die Musiker bei einer Dirigenten-Sichtung aus.

Ein interessantes Detail aus seinem Leben ist, dass er sich für ein Jahr nach Neuseeland abgesetzt hat. "Ich habe dort das Überleben mit der Musik ausprobiert und mich durchgeschlagen. Es ging einigermaßen. Dann wollte ich aber wieder in die Heimat", erzählte er. Selbstredend steht ihm Vize-Dirigent und "Mann für alle (Not)-Fälle" Jürgen Kunkel zur Seite, der den Bericht über seine Arbeit bis zum Oktober auflegte. Seine Bilanz: "Wir haben alles richtig gemacht". Sein Rat: "Übung macht den Meister - bleibt dabei".

Schatzmeister Frank Gerlach legte den Kassenbericht vor. Er konnte ein Plus bei den Einnahmen erarbeiten, bei den Ausgaben schlug unter anderem der Kauf einer Edelstahlpumpe zu Buche, die die Stadtkapelle bei Hochwasser benötigt.

Bürgermeister Armin Warmuth, der die Leitung der Neuwahl übernahm, erklärte, dass die Stadtkapelle eine große Außenwirkung habe. "Ich bin euch aber auch dankbar für das musikalische Mitgestalten bei Festen und Veranstaltungen in der Stadt und wäre froh, wenn es so weitergeht wie bisher", bekannt er.

Bei den Neuwahlen schenkten die Mitglieder dem bisherigen Vorstand erneut das Vertrauen. Verschiebungen gab es lediglich intern, da Vorsitzende Martina Kunkel, ihres Babys zuliebe, künftig etwas kürzter tritt und die Position der Schriftführerin einnimmt. An ihre Stelle rückt die junge Katrin Simon aus Machtilshausen, die gemeinsam mit dem wiedergewählten Christoph Emmerth die Geschicke der Stadtkapelle führt.

Frank Gerlach ist weiter für die Finanzen verantwortlich. Sein Stellvertreter ist Matthias Fella, zum 2. Schriftführer wurde Reinhard Kühnl gewählt. Stellvertretender Dirigent bleibt Jürgen Kunkel. Die vier Beisitzer sind Nicole und Kristina Rauschmann, Martin Heid und Tobias Frühwirt. Auch die Kassenprüfer Andreas Becker und Kerstin Springer führen ihre Ämter weiter.

In seinem Ausblick auf das laufende Jahr will Emmerth "noch mehr junge Alte" in die Auftritte integrieren. "2019 wird noch mit Terminen gefüllt" informierte er. Eine Erinnerung galt den Verstorbenen, darunter Anton Eilingsfeld, einem Freund und Gönner der Stadtkapelle, dessen Beerdigung die Musiker beiwohnen.

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