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Hammelburg
Neujahrsempfang

Hammelburg: Austausch und gegenseitiges Lob

Rund 200 Besucher kamen heuer zum gemeinsamen Neujahrsempfang des CSU- und des JU-Kreisverbandes. Staatsministerin Dorothee Bär sprang für CDU-Chefin und Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer ein.
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Szenen vom Hammelburger Neujahrsempfang der CSU. Foto: Ralf Ruppert
Szenen vom Hammelburger Neujahrsempfang der CSU. Foto: Ralf Ruppert
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Sorgenvolle Blicke nach Thüringen, zufriedenes Schulterklopfen, gegenseitiges Lob, viele Gespräche: Nach der kurzfristigen Absage der CDU-Vorsitzenden und Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer kamen nur rund 200 Zuhörer zum Neujahrsempfang der Kreisverbände von CSU und Junger Union nach Hammelburg. CSU-Staatsministerin Dorothee Bär sprach von "Riesen-Verständnis" für die Absage: "Das ist eine Situation, wie wir sie noch nie hatten", kommentierte Bär die Lage in Thüringen.

"Es darf keine Zusammenarbeit mit der AfD geben", betonte Bär. Im Bundestag höre sie regelmäßig frauen-, fremden- oder behinderten-feindliche Zwischenrufe der AfD-Abgeordneten. Deshalb kündigte sie an, "keinem AfD-Abgeordneten jemals eine Stimme zu geben".

Traurig gemacht habe sie zudem der Brexit. "Wir brauchen mehr denn je Völkerverständigung und Zusammenarbeit in Europa.", Besonders bedauerte sie, dass das Vertrauen der Menschen in die Politik "wahnsinnig geschwunden" sei. Als Beispiel nannte sie die große Angst um den Arbeitsplatz trotz Vollbeschäftigung. Dem stellte Bär die "Lust auf Zukunft" der CSU entgegen, die etwa auf Digitalisierung und den ländlichen Raum setze. Bär bedankte sich bei allen, die für ein Amt in der Kommunalpolitik kandidieren: "Wir brauchen für unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung engagierte Menschen."

"Wir sind die letzte echte Volkspartei", rief JU-Kreisvorsitzender Martin Wende den Besuchern zu und forderte eine demokratische Meinungsvielfalt. CSU-Kreisvorsitzender Sandro Kirchner berichtete aus einem Vorgespräch mit der Verteidigungsministerin, dass vor allem an Bundeswehr-Standorten investiert werde, an denen die Akzeptanz für das Militär groß sei und die Zusammenarbeit gut gelinge. Deshalb sah er Hammelburg und Wildflecken auf einem guten Weg.

Kirchner lobte CSU-Chef Markus Söder für seine klaren Worte zum "Dammbruch" in Thüringen. "Je mehr Parteien an einer Regierung beteiligt sind, desto schwieriger ist es, einen gemeinsamen Nenner zu finden", sagte er mit Blick auf andere Bundesländer. Bayern dagegen habe sich über Jahrzehnte gut unter CSU-Regierungen entwickelt.

Der Hammelburger CSU-Bürgermeister Armin Warmuth lobte die enge Verbundenheit mit der Bundeswehr und griff Bärs Slogan "Wein und W-Lan" auf. Und Landrat Thomas Bold schloss die vom Wahlkampf geprägte Veranstaltung mit dem Appell, "denen die Zukunft in die Hände zu legen, die in der Vergangenheit gezeigt haben, dass sie es können".

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