Oberthulba
Bauarbeiten

Grünfläche um Kita wird größer

Mit den Bauarbeiten an der Kindertagesstätte St. Elisabeth befasste sich der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung.
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Das Richtfest für die Erweiterung der Kita St. Elisabeth Thulba wurde bereits im Herbst gefeiert.  Foto: Birgit Will/Archiv
Das Richtfest für die Erweiterung der Kita St. Elisabeth Thulba wurde bereits im Herbst gefeiert. Foto: Birgit Will/Archiv

Bis Jahresende soll die Kindertagesstätte St. Elisabeth in Thulba, deren geplante Umbaukosten von 3,1 Millionen Euro schon jetzt in noch unbekannter Höhe überschritten sind, wieder einzugsbereit sein. Bis dahin soll auch das Umfeld umgestaltet sein, weshalb sich am Dienstag der Gemeinderat von Oberthulba mit Änderungen der aus 2016 stammenden Pläne zur Gestaltung des landschaftlichen Umfeldes, zum Straßenbau und zur Abwasserbeseitigung befasste.

Grundstück dazu gekauft

Die Grünfläche rund um die Kita wird größer. Nachdem die Gemeinde Oberthulba bereits ein nach Süden angrenzendes Grundstück der katholischen Kirchenstiftung für drei Jahrzehnte zur Nutzung überlassen hatte, konnte die Stiftung im Dezember zusätzlich ein nördlich an den Gebäudeteil der Kinderkrippe angrenzendes, mehr als 600 Quadratmeter großes Privatgrundstück mit Obstbaumbestand kaufen. Damit wird es einen direkten Zugang ins Grüne geben, während dort ursprünglich eine Grenzmauer am Kita-Gebäude war. Am Eingang zur Kita soll es auch eine kleine Grünfläche geben, wie Landschaftsplaner Valtin Dietz, Inhaber des Planungsbüros Dietz und Partner (Elfershausen), den Gemeinderäten erklärte.

Die Zufahrt zur Kindertagesstätte sollte ursprünglich nur von der Hauptstraße An der Klostermauer über das südliche Teilstück der heute noch geschotterten Straße Zu den Kirchgärten möglich sein, die für diesen Zweck asphaltiert wird. Doch für den Gegenverkehr beim Bringen und Abholen der Kinder wäre diese Sackgasse zu eng. Deshalb sehen neue Pläne nun die zusätzliche Anbindung des östlich der Kita von der Reither Straße aus dem Norden kommenden Teilstücks der Straße Zu den Kirchgärten vor, so dass die Kita künftig umfahren werden kann.

Auf einen vollwertigen Erstausbau einschließlich üblicher Versorgungsleitungen und Kanalisation wird die Gemeinde dort aber verzichten, da die wenigen Anlieger dies wegen der sonst für sie fälligen Straßenausbaubeiträge abgelehnt hatten. So hatte der Gemeinderat nur zwischen zwei Teilausbau-Varianten zu entscheiden. Während die 115 000 Euro teure und qualitativ bessere Variante einen 60 Zentimeter hohen Unterbau, eine Deck- und eine Asphalt-Tragschicht vorsah, entschied sich der Gemeinderat für die nur 70 000 Euro kostende Alternative ohne Unterbau und Deckschicht. "Da in beiden Fällen die Straße asphaltiert wird, ist optisch kein Unterschied auszumachen", erläuterte Andreas Fischer vom Bad Kissinger Ingenieurbüro Hossfeld & Fischer.

Die ursprünglich nicht im Haushalt 2019 eingeplanten 70 000 Euro für diesen zusätzlichen Straßenbau will der Gemeinderat größtenteils an anderer Stelle einsparen. Denn statt einer südlich der Kita einst geplanten Vollkanalisation zum Abfluss des Regenwassers entschied sich der Gemeinderat nun, auf einem großen von West nach Ost laufenden Teilstück nur Wassergräben vorzuhalten, die das Regenwasser schließlich in einen bestehenden Kanal oder gleich direkt in den nahen Bach ableiten. Letzteres wird von den Planern noch geprüft. Hatte man 2016 für die Planung der Vollkanalisierung noch Kosten von fast 110 000 Euro angesetzt, soll die Graben-Variante nur 46 000 Euro kosten.

Straßenbeleuchtung

Zuletzt wurde die Frage der künftigen Straßenbeleuchtung im Umfeld der Kita besprochen. Waren bisher sechs Masten mit Gelblicht-Leuchten noch ausreichend, sollen künftig nicht nur diese alten Masten mit zeitgemäßen LED-Leuchtköpfen aufgerüstet werden, sondern zusätzlich um sieben neue LED-Straßenlampen ergänzt werden. Der Verzicht auf Aufrüstung der sechs alten Lampen hätte nur 2300 Euro erspart.

Deshalb stimmte der Gemeinderat einstimmig dem Angebot der Bayernwerk Netz GmbH zur Erweiterung und Umstellung auf LED-Straßenbeleuchtung mit Kosten von knapp 14 000 Euro zu.



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