Oberthulba
Gemeinderat

Grünes Licht für Route

Der Gemeinderat billigte nach einiger Diskussion den geänderten Streckenverlauf für die Mountainbiker.
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.Mehrfach hat der Gemeinderat über den Streckenverlauf beraten. Symbolfoto: Eckhard Heise
.Mehrfach hat der Gemeinderat über den Streckenverlauf beraten. Symbolfoto: Eckhard Heise

Schon mehrfach hatte der Gemeinderat von Oberthulba über die Routenvorschläge für das vom Verein Naturpark und Biosphärenreservat Bayerische Rhön geplante und mit EU-Leader-Mitteln finanzierte Mountainbike-Projekt für die Rhön und deren Vorland beraten, auch mit betroffenen Waldbesitzern, Jagdgenossen und Jagdpächtern gesprochen. Die in diesen Treffen erarbeiteten Ergebnisse wurden inzwischen durch alternative Streckenverläufe ersetzt. So war ursprünglich die Hammelburger Runde durch das Waldgebiet des Thulbaer Jagdreviers geplant, was bei Jagdpächter und Jagdgenossen auf Widerstand stieß. Ersatzweise wurde eine neue Streckenführung entlang der Gemarkungsgrenze gewählt. Auch die Jagdgenossen Hassenbach/Schlimpfhof bemängelten die ursprünglich angedachte Route durch ihr "Herzstück der Jagd" und schlugen vor, die Mountainbiker bereits auf der Gemarkung Hassenbach auf die Kreisstraße KG 18 bis Schlimpfhof zu leiten.

Neu hatte der Gemeinderat eine Mountainbike-Strecke von der KG 18 zwischen Schlimpfhof und Hassenbach nach Katzenbach auf dem bereits jetzt gut ausgebauten und im Radwegenetz erfassten Radweg zu beraten. Mit dieser Abzweigung soll, so informierte Geschäftsleiterin Niciole Wehner die Gemeinderäte, das auf dem Gebiet der Marktgemeinde Burkardroth geplante Streckennetz mit dem in Oberthulba verbunden werden. Diese Lösung missfiel allerdings dem Schlimpfhofer Gemeinderat Christoph Kleinhenz, der neuen Ärger mit den Jägern fürchtete. "Ich kann da nicht zustimmen."

Dritter Bürgermeister Mario Götz widersprach allerdings: Die Gemeinde habe nun schon auf den Streckenverlauf durch die Jagdgebiete verzichtet, "aber offizielle Radwege kann man nicht rausnehmen". Alexander Muth ergänzte: "Wenn wir den Radtourismus wirklich wollen, müssen wir auch zu Kompromissen bereit sein." Er bezog sich dabei auf den Ratsbeschluss von April 2018, dass Oberthulba das Rhöner Mountainbike-Projekt nicht verhindern, sondern unterstützen will. Denn Sinn und Zweck des Projekts sind die gezielte Besucherlenkung und eine naturverträgliche Freizeitnutzung, wobei Mountainbiking als zusätzliches Angebot zum klassischen Radwandern mit Einbindung von Elektrorädern als dringend notwendig erachtet wird. Geschäftsleiterin Wehner verwies zudem auf Paragraph 141 der bayerischen Landesverfassung, wonach ohnehin jedermann "das Betreten von Wald und Bergweide" gestattet ist.

Nach längerer Diskussion schloss sich der Gemeinderat einstimmig dem Beschlussvorschlag des Bürgermeisters an, generell der aktuellen Streckenplanung zuzustimmen. Dennoch sollten die Planer prüfen, ob sich für den geplanten Verbindungsweg in die Gemarkung Burkardroth nicht doch noch eine Alternative finden lässt.



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