Aura an der Saale
Feuerwehr

Große Anschaffung für kleine Gemeinde

Die Freiwillige Feuerwehr Aura ist stolz auf ihr neues Fahrzeug. Damit können die Ehrenamtlichen nun noch effektiver helfen.
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Den kirchlichen Segen gab es von Pater Sony Kochumalayil. Foto: Gerd Schaar
Den kirchlichen Segen gab es von Pater Sony Kochumalayil. Foto: Gerd Schaar
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Mit dem kirchlichen Segen von Pfarrer Sony Kochumalayil und der offiziellen Schlüsselübergabe ist das neue Feuerwehr-Fahrzeug TSF-W der Wehr Aura in den Dienst genommen worden. Am Sonntag begleitete ein Regenguss den langen Paradezug von der Dorfkirche zur Festhalle. Die zahlreichen Fahnenabordnungen befürchteten Feuchtigkeitsschäden an ihren kostbaren Fahnen.

Dass die Gebete der Landwirte nach Regen so schnell erhört wurden, damit hatte Bürgermeister Thomas Hack (CSU) nicht gerechnet.

Er ist auch Vorsitzender des Feuerwehr-Vereins Aura. Hacks Dank ging an den Kämmerer Klaus Blum vom Markt Oberthulba, der zugleich auch für Frankenbrunn ein baugleiches Fahrzeug ausschrieb und die staatliche Förderung beantragte. Hack bezifferte den Anschaffungswert mit 175 000 Euro, abzüglich der rund 45 000 Euro hohen Förderung. "Eine so große Beschaffung ist für eine so kleine Gemeinde wie Aura etwas Außergewöhnliches", sagte Hack.

Das bisherige Feuerwehrauto stamme aus dem Jahr 1983 und beherberge eine mittlerweile veraltete Technik. Vorausschauend sei das Feuerwehrgerätehaus gebaut worden: das neue Fahrzeug passe nämlich dort hinein. Hack dankte den aktiven Floriansjüngern, allen voran Kommandant Marcel Weißensel und 2. Kommandant Johannes Kaiser. Denn ohne die verantwortungsvollen Menschen helfe auch die tollste Technik nichts. Freilich erhielten die Gemeinderäte von Aura ebenfalls den Dank ihres Bürgermeisters, denn ohne deren Beschluss wäre kein neues Fahrzeug möglich gewesen.

Feuerwehr funktioniere nur gemeinsam, sagte Landrat Thomas Bold (CSU). "Damit meine ich auch die organisatorische gemeindeübergreifende Leitung und Beratung", blickte er in Richtung Kreisbrandmeister Oliver Lukaschewitsch. Der kleinen Gemeinde Aura bescheinigte Bold anerkennend Weitblick, wie das rechtzeitig passend groß geplante Feuerwehrgerätehaus beweise.

"Es ist ein großer Schritt für unsere Wehr", sagte Kommandant Weißensel beim Empfang des Fahrzeugschlüssels. Er wies dankend auf das viele Herzblut hin, das während der Beschaffung des Feuerwehrautos floss. Die neue Ausstattung biete jetzt auch Atemschutz, Wassertank, Stromgenerator und Lichtmast. Nun könne noch effektiver geholfen werden. Das motiviere schließlich auch die Auraer Feuerwehrkameraden. Unter den Gästen war Fahnenbraut Elfriede Fleischer anzutreffen, die 1960 die Fahnenweihe als junge Frau begleitete. Eine Ausstellung mit Fotowänden informierte über die 133-jährige Geschichte der Feuerwehr Aura.

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