Ramsthal
Gemeinderat

Gemeinde kümmert sich nun um den Kreisel

Der Mehraufwand für die Pflege durch die Gemeindearbeitergefällt nicht jedem. Weiter behandelte das Gremium Gasleitung für den Ort und die Friedhofssatzung.
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Der Kreisel am alten Sportplatz wurde neu angepflanzt und muss nun von den Gemeindearbeitern gegossen und gepflegt werden. Foto: Andreas Lomb
Der Kreisel am alten Sportplatz wurde neu angepflanzt und muss nun von den Gemeindearbeitern gegossen und gepflegt werden. Foto: Andreas Lomb

Der Kreisel Richtung Ebenhausen wurde neugestaltet und am 18. Juni an die Gemeinde Ramsthal übergeben. Um die neuen Pflanzen zu erhalten, muss die Gemeinde intensiv gießen. Gemeinderat Bernhard Gößmann-Schmitt, früher selbst Gemeindearbeiter, übte starke Kritik an der Grünflächenpflege durch die Gemeinde, die er mit Vorwürfen an den Bürgermeister hinsichtlich Arbeitsanweisung, Führung und Kontrolle der Gemeindearbeiter verband.

Nachdem die Nachbargemeinden Euerdorf und Sulzthal bereits an die Gasversorgung der Stadtwerke Bad Kissingen angeschlossen sind, streben die Stadtwerke Bad Kissingen nun auch einen Anschluss von Ramsthal an ihr Netz an. Willi Schulz von den Stadtwerken informierte den Gemeinderat über die Möglichkeiten einer Realisierung der aktuellen Planungen seines Unternehmens. Der Anschluss könnte aus Richtung Euerdorf mit einer Leitung vorgenommen werden, die an der alten Straße oder auch entlang des Radweges geführt würde. Hier ist noch eine Überprüfung hinsichtlich der weiteren dort verlegten Leitungen und Kabel erforderlich. Als erstes Ziel nannte Schulz den Anschluss des in Planung befindlichen Baugebietes "Am Wengert 2". Für die Gasversorgung wird die Gemeinde nicht finanziell belastet. Bei Verlegung in vorhandene Straßen übernimmt der Gasversorger die Wiederherstellungskosten. Aus dem Gemeinderat kam die Anmerkung, dass neu gebaute Häuser häufig in Niedrigenergiebauweise mit Wärmepumpen und Solartechnik gebaut werden. Hier ist der Gasanschluss für die Bauwilligen nicht ganz so interessant. Bei bestehenden Häusern stelle sich das anders dar. Besonders bei Erneuerungen von Straßen, Wasserleitung und Kanal wie sie in der alten Siedlung angedacht sind, würde sich die gleichzeitige Verlegung einer Gasleitung anbieten. Der Gemeinderat signalisierte den Stadtwerken Interesse und dort wird das Projekt nun weiterentwickelt. Die Leitung könnte bis zu einer Verteilerstation am Ortseingang bis 2020 fertiggestellt werden, so Schulz.

Für rege Diskussion sorgte eine Vorlage, bei der es um den Beitritt der Gemeinde zu zwei Zweckvereinbarungen auf Landkreisebene ging. Bei der Zweckvereinbarung "Kompetenzstelle Breitband und Mobilfunk", die von den Bürgermeistern des Landkreises angeregt wurde, geht es darum, entsprechende Verbindungen zu Ministerien und zum Amt für Digitalisierung aufzubauen und die Gemeinden und Zusammenschlüsse bei der Umsetzung von Projekten, bei Ausschreibungen und Förderanträgen in diesem Bereich zu unterstützen. Der zweiter Bürgermeister Martin Thürmer zweifelte den Sinn einer solchen Vereinbarung an. Erfahrungen mit anderen gegründeten Gruppierungen hätten gezeigt, dass Ramsthal hiervon wenig Nutzen habe. Die Unterstützung und Präsenz der hier neu eingestellten Mitarbeiter sei in und für Ramsthal nicht feststellbar. Der Gemeinderat stimmte dieser Zweckvereinbarung trotzdem zu.

Bei der zweiten Vereinbarung hinsichtlich eines gemeinsamen Datenschutzbeauftragten zeigte sich der Gemeinderat ebenfalls kritisch und lehnte sie letztendlich ab. Einige Räte vermuten bei beiden Vereinbarungen einen Trend zum Umlegen der Kosten von Aufgaben des Landkreises außerhalb der Kreisumlage. Das bedeutet, dass auch wenn die Kreisumlage stabil bleibt, die Gemeinden mehr zahlen. Der Bürgermeister konnte hierzu keine Aussage treffen.

Die bereits in einer vorherigen Sitzung behandelte Friedhofssatzung war in einigen Punkten im Auftrag des Gremiums von Gemeinderat Edwin Metzler überarbeitet worden. Eine im Entwurf vorgesehene Regelung, dass Gräber nicht vollständig mit Stein abgedeckt werden dürfen, wurde entfernt. Denn bereits jetzt gäbe es den Fall und zukünftig könne immer weniger eine Grabpflege gewährleistet werden, weil die Angehörigen nicht mehr am Ort leben. Der Gemeinderat stimmt dem veränderten Entwurf zu. Der Auftrag zum Umbau von Erdgräbern zu 15 Urnengräbern vergab das Gremium für 10 700 Euro.

Der Baugrund im geplanten Baugebiet muss untersucht werden. Hierfür wurde ein Auftrag für 2302 Euro vergeben. Bei einem der Aussiedlerhöfe soll eine bisher landwirtschaftlich genutzte Lagerhalle zukünftig teilweise als Unterstellhalle für Wohnwagen genutzt werden. Der Gemeinderat stimmte dieser Planung zu. Die Pflasterarbeiten am Verbindungsweg zwischen Leo-Günder-Straße und Siedlung sollen nach der Urlaubsphase durch die Gemeindearbeiter vorgenommen werden.

Internetauftritt

Das Weindorf war eine der ersten Gemeinden, die sich vor vielen Jahren mit einem eigenen Internetauftritt präsentierte. Neben den Informationen auf den Seiten der Verwaltungsgemeinschaft Euerdorf ging es damals darum besonders die touristische Seite von Ramsthal zu präsentieren. Die Seite die für die Nutzung am PC programmiert worden war, lässt sich nicht gut auf Smartphones und Tabletts darstellen. Hier ist dringend eine Anpassung erforderlich. Der Gemeinderat hat sich nun von drei lokalen Unternehmen deren Vorschläge für einen Relaunch der Seite präsentieren lassen. Hier wurden auch einige neue Ideen präsentiert, die in die zukünftige Gestaltung einfließen sollen. In der nächsten Gemeinderatssitzung soll entschieden werden, welches Unternehmen mit der zukünftigen Betreuung der Homepage beauftragt wird.

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