Gauaschach
Fasching

Gauaschacher Prunksitzung: Die Zeit verging wie im Flug

Die Aktiven der GCA hatten sich für ihr Publikum viel einfallen lassen. Es erlebte eine abwechslungsreiche Prunksitzung.
Artikel drucken Artikel einbetten
Kinderschokolade kommt immer gut an, auch beim Kindergardetanz in Gauaschach.Jana Keul
Kinderschokolade kommt immer gut an, auch beim Kindergardetanz in Gauaschach.Jana Keul
+17 Bilder

In diesem Jahr bestachen tänzerisch vor allem die Damen mit einem Showtanz, bei dem sie als Meerjungfrauen in die Unterwasserwelt entführten. In ihren sehenswerten Kostümen und gespickt mit tänzerisch anspruchsvollen Elementen verzauberten sie das Publikum, sogar das Auftauchen aus dem Meer wurde auf der Bühne gekonnt in Szene gesetzt.

Das Männerballett, das am Ende der Sitzung den letzten Höhepunkt setzte, überzeugte durch tolle Akrobatik und Taktgefühl und ließ zum Thema "Weihnachtsmann & Co. KG" die Muskeln spielen. Das neunjährige Tanzmariechen Ronja Feeser sorgte für einen sportlich und tänzerisch sehenswerten Höhepunkt.

In der Bütt standen die "alten Hasen" ihren Mann. "Ins Netz oder nicht" war die Frage bei den Pelzig´s (Daniel Ziegler als Pelzig, Gerhard Scheuerer als Hartmann und Markus Göbel, der auch diesen Beitrag textete, als Dr. Göbel). Sie stritten über anonyme Meinungsäußerungen im Internet, und so manche unerwartete Wendung bei dieser Diskussion sorgte für Aufregungen.

Bei den "Alten Herren" ging es kurz und knackig um eine Psychiater- Sitzung mit vielen menschlichen Phobien. Lokalkolorit in der Bütt gab es von Gerhard und Max (Scheuerer), die verschiedene TSV-Veranstaltungen des letzten Jahres mit viel Detailwissen Revue passieren ließen ohne sich selbst zu schonen. Vater und Sohn schenkten sich nichts, denn Sohn Max stellte unter anderem fest, dass Papa Gerhard nun doch zu alt zum Fußballspielen sei.

Die Abfolge von Sketchen, Bütten und tänzerischen Einlagen ließ die Stunden verfliegen. Die Minis hatten den Abend als niedlich anzuschauende tanzende Kinderschokolade eröffnet, die ganz Kleinen ab drei Jahren tanzten sich danach mit ihrem Gardetanz bereits nach wenigen Takten in die Herzen der Zuschauer. Die Prinzengarde zeigte sich stark und sehr ansprechend, die Juniorgarde war schön anzusehen. Das Tanzpaar Gina und Gianna Richter zeigte einen sehenswerten Tanz. Etwas Außergewöhnliches hatten sich die Damen der Gymnastikgruppe ausgedacht: Als Crazy Colours zeigten Sie in bunter Ganzkörperverkleidung und vor allem ohne Sichtfenster große Trittsicherheit und Orientierungsfähigkeit auf der Bühne.

Sitzungspräsident Frank Oswald begrüßte die Gastvereine aus Hammelburg und Retzbach. Die Hammelburger Prinzessin Jessica I. vom schwarzen Gold überbrachte ebenso Grüße wie das Retzbacher Prinzenpaar Stefan und Anna I. Beide Vereine hatten mit der Hammelburger Schlossgarde und der sportlichen Retzbacher Prinzengarde tolle Gastgeschenke dabei. Bürgermeister Armin Warmuth ließ es sich nicht nehmen, mit seinen launigen und gereimt vorgetragenen Grußworten das Wohl und Wehe seines Amtes zu beleuchten. Dabei bewies er, dass er die politische Gauaschacher Wunschliste von Fahrradweg nach Hammelburg bis zur Sanierung der Ludwigstraße parat hat und unterstrich, dass Demokratie von Diskussion lebe.

Echte Kracher in der Bütt lieferten als Gäste die zwölfjährige Carlotta Keller aus Hundsbach, die trefflich über Digitalisierung und den Umgang damit in den verschiedenen Generationen schwadronierte. Als Polizist Odo Hupfendubel - amtlicher Prüfer von Faschingssitzungen - präsentierte sich lustig Otmar Schraud aus Binsfeld.

Hauptmann Küppers alias Rolf Herzel aus Rottendorf gab sich gut gelaunt, monierte Fleisch-Discounterpreise und Plastik im Meer und beschrieb die Rolle der Frau aus Sicht des Mannes.

Ein Euro des Eintrittspreises der Gauaschacher Sitzungen geht auch heuer wieder an die Rolf-Herzel-Stiftung, die verschiedene Projekte, unter anderem die Mukoviszidose- Stiftung Christiane Herzog, unterstützt.

Verwandte Artikel

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren