Elfershausen
Gemeinderat

Für die Jugend da

Die neue Jugendbetreuerin des Landkreises Bad Kissingen stellte sich in der Gemeinderatssitzung vor.
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Kathrin Kuhn (links) ist die neue Landkreis-Jugendbetreuerin, die für den Markt Elfershausen verantwortlich ist, und die Bürgermeister Karlheinz Kickuth (rechts) willkommen hieß.  Winfried Ehling
Kathrin Kuhn (links) ist die neue Landkreis-Jugendbetreuerin, die für den Markt Elfershausen verantwortlich ist, und die Bürgermeister Karlheinz Kickuth (rechts) willkommen hieß. Winfried Ehling
Der Markt kann sich über eine neue Jugendbetreuerin des Landkreises freuen. Kathrin Kuhn, die sich in der Gemeinderatssitzung vorstellte, zeichnet in Elfershausen und in Euerdorf sowie in Nüdlingen und Maßbach verantwortlich und nahm bereits mit Bürgermeister Karlheinz Kickuth und den Jugendlichen in Elfershausen und Langendorf Kontakt auf. Sie plant monatlich zwei Treffen in Absprache mit der Gemeinde.
Die junge Betreuerin, die nach dem Abitur Jugend- und Familien-Pädagogik studierte, arbeitete zunächst ein Jahr in Hessen und kehrte dann in den Landkreis zurück. Bürgermeister Kickuth erachtet ihre Arbeit vor allem als strukturell wichtige Unterstützung. Da er selbst bei den Wahlen des Jugendzentrums Langendorf anwesend war, glaubt er, dass der dortige Raum zu klein ist.


Erwartungen an die Pädagogin

Eine räumliche Trennung der älteren und jüngeren Nutzer hält Kickuth für angemessen, was noch einmal im Gemeinderat zur Sprache kommt. "Die Jugendzentren brauchen die jungen Mitglieder, die nicht von den älteren verdrängt werden sollen", unterstrich Kickuth seinen Eindruck. Volker Partsch hoffte mit den Worten: "Wir haben Erwartungen an Sie", dass Betreuerin Kuhn nicht früherer Praxis folge.


Sichtbare Hausnummern

Eine geänderte Hausnummerierung in der Mauerackerstraße lehnen die meisten Anwohner ab. Den Antrag eines Anwohners, der den Eingang auf die Gegenseite seines Hauses verlegen will, lehnte auch das Ratsgremium ab. "Es gibt schlechtere Beispiele im Dorf", argumentierte Sandra Deissenberger, und Bernd Büttner glaubt, "es könnte schon helfen, wenn Hausbesitzer ihre Hausnummerierung sichtbar anbringen".
Nach Ansicht von Günter Zink sollte das Problem, mit Blick auf den Einsatz von Rettungsdiensten, "nicht einfach auf die Seite geschoben werden". Die Verwaltung soll mit dem Antragsteller noch einmal reden.
Eine Debatte zog der Zuschuss-Antrag der Kirchenstiftung Langendorf nach sich, die für die Kirchenreinigung die Kostenübernahme in Höhe von 1800 Euro beantragte. Diese Summe gewährte die Gemeinde auf freiwilliger Basis in den Jahren 2013 bis 2015. Für das vergangene Jahr verzichteten die Antragssteller auf eine Auszahlung. Aus der freiwilligen Leistung sei jedoch keine Rechtsverpflichtung abzuleiten, betonte der Bürgermeister.
Vize-Bürgermeister Jürgen Englert verlangte diesbezüglich eine Gleichbehandlung und warnte davor, "ein Fass aufzumachen", denn in allen anderen Ortsteilen sei diese Bezuschussung nicht üblich. Dem stimmte auch Elmar Zier zu, der die Summe als "nicht gerechtfertigt" sah.
Widerstand gab es von Gemeinderat Partsch, der Beispiele aufzählte - etwa die Sanierung des Kirchturmgeländers -, an denen sich die Kirchenstiftung mit mehreren tausend Euro beteiligte. Büttner steht auf dem Standpunkt, die Zuschuss-Praxis des Marktes generell auf den Prüfstand zu stellen, was in einer der nächsten Sitzungen zur Tagesordnung gehört.


Sonnenschutz für Kindergarten

Der Langendorfer Kindergarten erhält für vier Fenster einen neuen Sonnenschutz in Form von Raffstores statt der vorgeschlagenen Plissee-Anlage. Die derzeitige Konstruktion ist marode, die Vorhänge sind zu schwer. Die Verwaltung holte deshalb ein Angebot für Außenjalousien ein, das - einschließlich Installation - mit rund 6000 Euro zu Buche schlägt und vom Gemeinderat einstimmig genehmigt wurde.
Die Förderungsänderung zur Sanierung der "Alten Schule" in Elfershausen wurde mehrheitlich angenommen. Das Amt für Ländliche Entwicklung gab eine Förderzusage, die auch nachträgliche Maßnahmen beinhaltet. Dafür muss die Gemeinde den Antrag für das ELER-Programm allerdings zurücknehmen. Einigkeit herrschte im Gremium über den Kostenerlass für die Nutzung der Schwedenberghalle bei der Kommandantendienst- und der Kreisverbandsversammlung der Feuerwehren.
Die Entscheidung über die Anschaffung eines neuen Sektionaltors für das Feuerwehrhaus in Machtilshausen hat der Rat zurückgestellt. Da eine Investition zur Aufbereitung des bisherigen Tores unwirtschaftlich ist, empfiehlt die Gemeinde den Kauf eines neuen Tores zum Preis von rund 8000 Euro. Beinhaltet sind die Installation der Signal-Anlage, Elektro- und Putzarbeiten sowie die Entsorgung des alten Tors. Allerdings soll der Sicherheitsbeauftragte der Gemeinde, ein neutraler Ingenieur, erst ein Urteil dazu abgeben.
Das Ergebnis der Gespräche des Bürgermeisters mit Staatssekretär Gerhard Eck steht noch aus. Themen waren die Bauarbeiten am Bahnübergang Elfershausen, der geplante Kreisverkehr bei Langendorf und der Verkauf oder die Verpachtung des Gebäudes der Firma Schaeffler.
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