Völkersleier
Bürgerversammlung

Fränkischer Rechen aus Backstein

Nur weniger der 371 Einwohner von Völkersleier fanden den Weg in den Saal des Feuerwehrhauses, um sich über Geschehen im Dorf zu informieren.
Artikel drucken Artikel einbetten
Ortsbildprägend ist das Backstein-Ensemble in Völkersleier. Gerd Schaar
Ortsbildprägend ist das Backstein-Ensemble in Völkersleier. Gerd Schaar

Die großen Themen für Völkersleier wie zum Beispiel Dorferneuerung scheinen abgehakt zu sein. Jedenfalls hatte Bürgermeister Jürgen Karle erheblich mehr Gäste zur "Mitmach"-Bürgerversammlung am Freitag erwartet. Die meisten Stühle im Saal des Feuerwehrhauses blieben frei, und unter den teilnehmenden Anwohnern konnte Karle nur zwei Frauen entdecken.

"Ich wünsche mir mehr Frauen auch in den Vereinsvorständen", ging Karle auf die demnächst (4. Januar 2019) anstehende Neuwahl des Feuerwehrvereins hin. Auch im nächsten Gemeinderat könne er sich ab 2020 einen höheren Frauenanteil vorstellen. Ob Karle dann noch als Bürgermeister kandidieren will, sei noch nicht entschieden. "Zwischen Kopf und Bauch streiten sich in mir das Ja und das Nein", sagte er. Das neue Feuerwehrauto für Völkersleier soll es im kommenden Jahr geben.

Mit dem Teilabriss rund um den Dorfplatz werde zum Ende des Monats November begonnen, so Karle. Abgewartet werde mit dem Umbau der alten Scheune, die erst nach Freigabe der Fördergelder durch die beteiligten Ämter zur umbeheizten "Kaltscheune" werden soll. Damit rechne er im kommenden Frühjahr. Dann werden auch der Spielplatz und der Maibaum mehr Leben in die Ortsmitte bringen, so der Grundgedanke der Dorferneuerung.

Ein optischer Leckerbissen für Völkersleier bleibt das Backstein-Ensemble mit den drei Giebeln, die wie ein fränkischer Rechen das Ambiente am Dorfplatz abrunden und das Ortsbild prägen. Zwei dieser Häuser sind in Privathand, eines gehört der Gemeinde. Dort mache die Feuchtigkeit in den unten gelegenen Mauern zu schaffen, erinnerte Karle. Dem Ausbau des oberen Gebäudeteils zu attraktiven Mietwohnungen stehe nichts entgegen. Karle: "Die Mietnachfrage ist in letzter Zeit gestiegen". Die Anwohner interessierten sich auch für die Zukunft der ehemaligen Gaststätte, die in Privateigentum ist. Der Kauf solcher Grundstücke werde oft wegen der hohen Abrisskosten gescheut, erklärte Karle. Doch da geben es Förderprogramme des Freistaates Bayern, die in Zusammenarbeit mit den Kommunen für Abhilfe sorgen.

Die Anwohner nahmen zur Kenntnis, dass die Erschließung des Baugebietes Bornhecke II vollendet ist. Sie fragten nach Abhilfe beim Oberflächenwasser, nach dem Mähdienst auf gemeindlichen Rabatten und dem noch ausstehenden Ergebnis der Stromtrasse Südlink. Außerdem wurde ein defekter Gully gemeldet und Hinweise zum Winterdienst gegeben. Karle gab die Einwohnerzahl von Völkersleier mit 371 an.

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren