Gauaschach
Projekt

Flügel für Windpark rollen an

Riesige Rotorblätter sind für den Windpark Gauaschach mittels Lastkraftwagen angeliefert worden. Auch in den nächsten Tagen kann es daher noch zu Verkehrsbehinderungen kommen.
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Die Rotorblätter für die Windkraftanlagen werden derzeit angeliefert.  Fotos: Hilmar Ruppert
Die Rotorblätter für die Windkraftanlagen werden derzeit angeliefert. Fotos: Hilmar Ruppert
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Die Planung für den Windpark Gauaschach läuft seit 2015. Bis dato hörte man nur hin und wieder etwas davon, doch jetzt geht der 12,3 Megawatt Windpark in die heiße Phase. Zwei Windräder mit je 4,5 Megawatt und eines mit 3,3 Megawatt sind in der Bauphase, die Teile werden derzeit angeliefert.

Die Green Energy 3000 GmbH stellte auf einer Informationsveranstaltung im Fuchsstädter Rathaus den aktuellen Stand der Baustelle vor. Mit dabei auch Bürgermeister Peter Hart und die Vertreter der Waldgenossenschaft Gauaschach. "Mit der Schaffung der Zufahrtsmöglichkeit auf Fuchsstädter Gemarkung haben wir für eine zweckmäßige Lösung gesorgt", freute sich Hart über die kooperative Zusammenarbeit. Auch das Abführen der Energie sei gewährleistet und der Standort biete beste Voraussetzung für Wirtschaftlichkeit. Hart selbst setzt auf den Gewöhnungseffekt bei der Tierwelt.

Regionale Firmen eingebunden

Projektleiter Michael Riedel sah von Beginn an eine gute Basis in dem Projekt. Green Energy übernahm Flächensicherung, Planung, Finanzierung bis hin zum Bau. "Wir haben viele regionale Firmen eingebunden und darauf geachtet, dass der Abstand zur Wohnbebauung passt", führte Riedel an. Gerade in der jetzigen Zeit müsse man auf naturschutzrechtliche Themen achten. Jede Örtlichkeit habe ihre Eigenarten, hier seien es besonders Hasel- und Fledermaus gewesen, deren man sich angenommen hätte.

Der Bodenaustausch fand bis zu einer Tiefe von drei Meter statt, die Beschaffenheit sei erst stark lehmhaltig und dann felsig gewesen. Riedel lobte die guten Voraussetzungen, die man insgesamt vorgefunden hätte und betonte die Ausmaße der Anlage. Mit 164 Meter Nabenhöhe und einem Durchmesser von 149 Meter gehörten sie zu den größten Anlagen, die derzeit an Land gebaut würden. Bau- und Projektleiter Dirk Malczyk wies auf die aufwendige Lieferung hin. Angefangen vom Hersteller und dem Transportunternehmen seien noch viele involviert, wie zum Beispiel das Team, das die Ampel an der Lagerkreuzung versetzt. Man versuche, so gut wie möglich zu informieren und jedem entgegen zu kommen. Green Energy habe auch schon Auslandserfahrung gesammelt. So sind in Kasachstan eine 66 Megawatt Solaranlage, in Weißrussland zwei Windkraftanlagen und in Frankreich je eine Windkraft- und eine Solaranlage gebaut worden. Verkehrseinschränkungen kann es diese Woche geben (vom 12. bis 17. November) durch den Transport der 75 Meter langen Rotorblätter mit dem zwölfachsigen Selbstfahrer.

Weitere Transporte

Außerdem finden Transporte statt vom 14. auf den 15. November und vom 12. auf 13. Dezember. "Der Kreis hat sich auf die Fahne geschrieben, bis 2030 ca 50 bis 60 Prozent aus regenerativen Energien zu gewinnen", so Peter Hart abschließend.

Mit diesen Anlagen sei man dem Ziel wieder ein Stück näher gerückt.

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