Elfershausen
Planungen

Feuerwehrhaus nimmt Gestalt an

Nach mehreren Umplanungen und Kostendebatten ist das Bauvorhaben am Trimberger Weg nun auf der Zielgeraden.
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Die bisherige Unterkunft der Feuerwehr im Schloss ist nicht mehr zeitgemäß. Daher wird ein neues Feuerwehrhaus gebaut. Winfried Ehling
Die bisherige Unterkunft der Feuerwehr im Schloss ist nicht mehr zeitgemäß. Daher wird ein neues Feuerwehrhaus gebaut. Winfried Ehling

Der Durchbruch bei der Planung um das Feuerwehrhaus scheint gelungen. In einer Sondersitzung zu dem seit zwei Jahren schwelenden Thema und nach mehreren Umplanungen, Ortseinsichten, Wunsch- und Kostendebatten, fanden die beteiligten Parteien - der Bürgermeister mit dem Gemeinderat, die Freiwillige Feuerwehr und der Arbeitskreis - einen Konsens.

Schlosshof viel zu klein

Er soll in der nächsten Ratssitzung Ende des Monats den Weg für die geänderte, endgültige Planung und das nachfolgende Procedere frei machen. Die Notwendigkeit des Neubaus, der am "Trimberger Weg" entsteht, war von Anfang von allen akzeptiert, denn das Korsett im Schlosshof war längst zu klein und nicht mehr zeitgemäß.

Die Vorstellung der Freiwilligen Feuerwehr unter Kommandant Dominik Roth und Vorsitzenden Berthold Neeb war ein modernes, funktionales Gerätehaus, das auch in den nächsten Jahrzehnten bestehen kann. Der vom Architektenbüro Albert ermittelte Preis belief sich dafür auf 2,13 Millionen Euro. Diese Summe hielten Bürgermeister Karlheinz Kickuth und die meisten Gemeinderäte für zu hoch, zumal der Markt dafür einen Kredit aufnehmen müsste.

Um Kosten einzusparen errechnete Kickuth selbst anhand eines "abgespeckten" Musterexemplars einen Gesamtpreis von 1,7 Millionen Euro. Eine weitere Kalkulation Alberts ergab unter Berücksichtigung der Veränderungen die Summe von 1,78 Millionen Euro. In der Debatte folgte ein Rechnen mit spitzer Feder. Braucht man zwei Duschen oder eine? Muss ein komplett zweites Geschoss über die Fahrzeughalle? Bringt die Wehr Eigenleistung, etwa in Form von Außenarbeiten, ein?

Alexander Albert legte dazu den Grundriss mit eingeschossiger Bauweise vor. Darin soll der Sozialbau mit einem Schleppdach mit der Fahrzeughalle verbunden sein. Von Umgruppierung und Komprimierung im Sozialbau erwartete er sich weitere Reduzierung der Kosten. Damen- und Behinderten-Toilette könnten zusammengefasst werden. Werkstatt, Bekleidungskammer, Reinigungs- und Trockenräume sollen in der Fahrzeughalle ihren Standort finden.

Ob ein Teil der Fahrzeughalle einen überdachten Lagerraum erhält, steht noch dahin. Es wäre "verschenkter Raum", käme diese Maßnahme nicht in Frage, meinte Roth. "Mit Bauchschmerzen" stimmte der Kommandant einer Reduzierung der Reinigungsgelegenheiten zu. Nach seinem Dafürhalten wäre das Säubern im Gerätehaus wegen Kontaminierungen mit Rauch und Ruß wichtig.

Zweiter Bürgermeister Jürgen Englert mahnte, endlich in die Endplanung zu gehen. "Wir, die Gemeinde, sind verantwortlich für den Neubau - und zwar jetzt und nicht 2020", unterstrich er. Bernd Büttner wertete es als positiv, dass die Wehr den vorgeschlagenen Weg mitgeht. Er empfahl, das Gebäude etwas nach rückwärts zu verlegen und die asphaltierten Flächen für den Übungsplatz zusammenzulegen, was nach Roths Auskunft nicht gestattet ist.

Auch die von Büttner angefragte Reduzierung der Straßenbreite von 6,50 Meter ist nach Vorgabe nicht möglich, so Albert. Hingegen ist eine beidseitig begehbare Dusche machbar. Walter Schmitt regte eine Zwischendecke unter dem Schleppdach an, die auch später eingebaut werden könne. Aus Sicht von Alfons Hausmann ist die aufgelegte Planung allerdings "eine Minimallösung". Feuerwehrvereinsvorsitzender Berthold Neeb erklärte sich "grundsätzlich einverstanden" mit dem Konzept, brachte aber noch einige Vorschläge ein. So sollten unter den Fahrzeugen Ablaufrinnen berücksichtigt werden. Für den Technikraum empfahl er einen eigenen Außeneingang ins Haus. Der Einbau einer Holzdecke und einen Ständerbau unter dem Schleppdach könnte eine Eigenleistung der Wehr sein. Die Verlegung der Küche an das andere Ende des Sozialtrakts ist sinnvoll und wird wahrscheinlich Einzug halten. Auch Roths Vorschlag, mobile Trennwände in den Schulungs- und Versammlungsraum einzubringen dürfte eine Berücksichtigung finden. Die Entscheidung, die Planung - voraussichtlich - ein letztes Mal zu ändern fiel nach knapp zwei Stunden einmütig.

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