Obererthal
Feuerwehr

Feuerwehr will ein neues Gerätehaus

Ein Planungsbüro ermittelt derzeit einen Bedarfsplan, informierte Bürgermeister Armin Warmuth in der Jahresversammlung der Feuerwehr.
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Das Feuerwehrhaus in Obererthal.  Foto: Arkadius Guzy/Archiv
Das Feuerwehrhaus in Obererthal. Foto: Arkadius Guzy/Archiv

Die Frage nach einem neuen Gerätehaus samt Standort konnte in der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Obererthal am Samstag nicht geklärt werden. Vorsitzender Michael Bindrum und Kommandant Michael Schneider hatten ins Gasthaus "Zum Stern" eingeladen.

"Die Wehren im Bereich der Stadt Hammelburg sollen zeitgemäß ausgestattet sein", sagte Bürgermeister Armin Warmuth (CSU). Das alte Gerätehaus in Obererthal entspreche längst nicht mehr den Anforderungen. Ein Planungsbüro sei mittlerweile von der Stadt damit beauftragt worden, einen Bedarfsplan für die Feuerwehren aller Ortsteile zu ermitteln. "Ich verspreche mir einen engen Austausch zwischen der Stadt und den Feuerwehren", so Warmuth. "Das ist eine Mammutaufgabe für Hammelburg", stellte Kreisbrandrat Benno Metz fest. Von der Beauftragung eines externen Büros erwarte er sachlich fundierte Lösungsvorschläge. Nach Möglichkeit sollten die kleinen Wehren im Landkreis erhalten bleiben, um die große Fläche mit kurzen Wegen abzudecken. "Jeder große Wunsch braucht geraume Zeit", rechnete Ortssprecher Hans Schönau mit bis zu zehn Jahren für das neue Gerätehaus.

Einsätze, Übungen, Lehrgänge

In lebhafter Erinnerung war den Floriansjüngern noch der Einsatz beim Hochwasser Ende Mai geblieben. Angesichts der Schäden an der Staumauer habe sich die Hilfe des städtischen Bauhofs als sehr erfolgreich erwiesen, bedankte sich Kommandant Schneider. Die Wehr sei im vergangenen Jahr noch zu weiteren ernsthaften Einsätzen ausgerückt. Zum Beispiel mit dem ABC-Einsatz zur Erthalhalle in Untererthal, zur technischen Hilfeleistung, zu Verkehrsabsicherungen und wegen eines Fehlalarms. Außerdem habe es viele Übungen, Lehrgänge und Prüfungen gegeben. Insgesamt kam Schneider auf mehr als 1500 geleistete Stunden seiner 67 aktiven Kameraden, zu denen 14 aktive Frauen zählen.

Doch bietet diese Wehr auch eine Menge gesellschaftliche Aspekte. Dies war jedenfalls dem umfangreichen Bericht des Vorsitzenden Bindrum zu entnehmen. Der Reisebus fuhr nach Würzburg zur Feuerwehrschule und zum Bürgerspital. Die Dorfmusik spielte bei der Maibaumaufstellung der Wehr. Ihre Präsenz zeigten die Floriansjünger bei der Jubiläumsfeier der Michaelskapelle in Frankenbrunn. Das Ferienprogramm für die Kinder, eine Herbstwanderung nach Euerdorf und eine Christbaumparty reihten sich hinzu.

"Die 130-Jahr-Feier unserer Wehr soll heuer mit dem Plootzfest verbunden werden", wies Bindrum auf den Termin vom 26. August 2019 hin. Die zweite Vorsitzende Franziska Schneider, die kürzlich zur stellvertretenden Frauenbeauftragten im Kreisfeuerwehr-Verband gewählt wurde, freute sich über den Sieg beim Dorfschießen und wies auf die Bedeutung des Brandschutz-Erziehungskoffers für die Jugendarbeit hin.



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