Hammelburg
Bundeswehr

Feierlicher Kommandowechsel

Neuer Kommandeur beim Offizieranwärter-Bataillon ist Mathias Steiger. Oberstleutnant Simon Leidner verabschiedete sich nach drei Jahren.
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Durch die Übergabe der Truppenfahne an seinen Vorgesetzten Brigadegeneral Matz (links) endet für Oberstleutnant Leidner seine Zeit als Kommandeur. Künftig ist er im Kommando Heer in Strausberg (Brandenburg) in der Unterabteilung Einsatz eingesetzt.
Durch die Übergabe der Truppenfahne an seinen Vorgesetzten Brigadegeneral Matz (links) endet für Oberstleutnant Leidner seine Zeit als Kommandeur. Künftig ist er im Kommando Heer in Strausberg (Brandenburg) in der Unterabteilung Einsatz eingesetzt.
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Oberstleutnant Mathias Steiger ist neuer Kommandeur des Offizieranwärter-Bataillons 2 in Hammelburg. Er übernahm kürzlich das Kommando von Oberstleutnant Simon Leidner. Das Bataillon steht vor tiefgreifenden Veränderungen.

Sichtlich bewegt verabschiedete sich Oberstleutnant Leidner nach drei Jahren von seinen Soldaten: "Natürlich empfinde ich gerade Wehmut, aber ich bin glücklich, weil es mir vergönnt war, mein Wunsch-Bataillon, ein Offizieranwärter-Bataillon, führen zu dürfen." Als Kommandeur war Leidner für Führung, Ausbildung, Erziehung und Prägung von rund 1800 angehenden Offizieren verantwortlich. Darüber hinaus pflegte er die Beziehungen zur Patengemeinde Bad Bocklet.

Zukunft des Bataillons unklar

Den "Lehrgang infanteristische Kompetenzerweiterung", den Offiziere außerhalb der Infanterie absolvieren, reformierte er mit dem Ergebnis, dass sich sowohl die Besteherquoten als auch die Berichte der Lehrgangsteilnehmer positiv entwickelten: "Dieser Lehrgang liegt mir sehr am Herzen, weil er das beibringt, was wir bei der Landes- und Bündnisverteidigung brauchen: Führen, Kämpfen, Schießen und Belastbarkeit." Sein Vorgesetzter, Brigadegeneral Matz, zog Fazit: "Sie haben sich um den Führernachwuchs des Heeres und auch der Infanterie mit großer Außenwirkung verdient gemacht." Offen ist weiterhin die Zukunft des Offizieranwärter-Bataillons. Zum 1. Juli dieses Jahres werden letztmals rund 600 neue Offizieranwärter zum Offizieranwärterlehrgang einrücken. Danach wird die Offizierausbildung im Heer umgestellt, sodass die Anwärter nicht mehr zentral in den Bataillonen in Hammelburg und Munster (Lüneburger Heide), sondern dezentral in den jeweiligen Verbänden, in denen sie später dienen sollen, ausgebildet werden. "Unsere Absicht ist es, das Bataillon mit neuem Namen und verändertem Auftrag zu erhalten", blickte der scheidende Kommandeur noch mal in die Zukunft. Der neue Kommandeur, Oberstleutnant Mathias Steiger, kennt das Offizieranwärter-Bataillon, da er seit April letzten Jahres als stellvertretender Kommandeur eingesetzt ist. Zuvor war er im Ausbildungskommando in Leipzig unter anderem mit dem Lehrgangsmanagement im Heer beauftragt.

"Damit habe ich keinerlei Zweifel an Ihrer besonderen Qualifikation für die jetzt auf Sie zukommende Aufgabe", so Brigadegeneral Matz und vollzog den Kommandowechsel.

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