Elfershausen
Bürgerversammlung

Es fehlen Bauplätze im Ort

Um Abhilfe zu schaffen, ist eine Erweiterung des Wohngebiets an der B 287 oder gegenüberliegend, an der Ortsverbindungsstraße nach Fuchsstadt denkbar.
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Eine Baugebietserweiterung und gleichzeitige Ortsabrundung an der Bundesstraße 287 könnte die Bauplatz-Misere in Langendorf beheben.  Foto: Winfried Ehling
Eine Baugebietserweiterung und gleichzeitige Ortsabrundung an der Bundesstraße 287 könnte die Bauplatz-Misere in Langendorf beheben. Foto: Winfried Ehling
Die Bereitstellung neuer Bauplätze war das große Thema in der Bürgerversammlung in Langendorf. Nach Bekunden Anwesender suchen junge Familien gerade hier nach einer Möglichkeit, sich ein Zuhause zu schaffen, doch kein einziger Bauplatz befindet sich im Ortsteil in Gemeindehand.


Erweiterung angedacht

Möglichkeiten bieten sich nach Ansicht von Bürgermeister Karlheinz Kickuth mit der Erweiterung des Wohngebiets an der Bundesstraße 287 oder, gegenüberliegend, an der Ortsverbindungsstraße nach Fuchsstadt. Gemeinderat Bernhard Büttner meinte, dass die Misere in der fehlenden Bereitschaft zum Verkauf von Grundstücken liege. Gemeinderat Volker Partsch glaubt dagegen, dass "sich die Gemeinde bewegen müsse". Er kenne sieben Bauwillige in Langendorf, die keinen Bauplatz finden. Dass sich keiner findet, liege auch daran, dass der Markt vor mehreren Jahren die Chance zum Kauf von Grundstücken vertan habe, zu einer Zeit, als angeblich noch Grundbesitzer verkaufen wollten. Kickuth verwies auf die teuren Grundstückspreise und die Einschränkungen bei Sanierungen oder Umbauten im Alt-Ort.
In einem schriftlichen Antrag kritisierte auch Berthold Schärpf die mangelnden Baumöglichkeiten. Er stellte den Antrag, das Baugebiet an der B 287 zu erweitern. Zudem forderte das ehemalige Ratsmitglied eine überdachte Unterstellhalle mit Sitzbank an der Bushaltestelle am Siedlungsende Richtung Fuchsstadt. Schärpf regte an, das Kriegerdenkmal von einer Fachfirma reinigen zu lassen und die Gedenktafel der Gefallenen von 1870/71 zu restaurieren, diese solle einen Platz an der Aussegnungshalle erhalten. Des weiteren forderte er die Angleichung eines Wassereinlaufs an die Straßenhöhe in Richtung Fuchsstadt und die Freilegung einer eingeebneten Quelle, die früher ein wichtiger Wasserlieferant war. Die Themen lässt Kickuth im Gemeinderat behandeln.


Verschmutze Wege

Anita Seibold bemängelte die landwirtschaftliche Überbauung von Ackergrenzen und Wegerändern sowie die Verschmutzung der Flur- und Erschließungswege durch Landwirtschafts-Fahrzeuge. Der Bürgermeister will die Verursacher anschreiben, so sie feststellbar sind. "Man kann auch die Überbauung mit Pacht belegen", fügte er hinzu.
Eine Erneuerung der Spielgeräte und Sitzgelegenheiten für die Kinderspielplätze in der Rosenstraße und am Saaleufer empfahl Daniel Kretzer. Der Bauhofleiter und Kickuth nehmen eine Inspektion vor.
Zum Planungsstand des angedachten Kreisverkehrs bei Langendorf wollte Ludwig Pfülb Auskunft. Wie der Bürgermeister ausführte, wurden Gespräche geführt, deren Ergebnis jedoch offen blieb. Offenbar durch den Wechsel eines damit beauftragten Mitarbeiters beim Staatlichen Bauamt in Verzug geraten, wusste sich Kickuth keinen Rat mehr, nahm Kontakt zu Staatssekretär Gerhard Eck auf und erreichte die Fortsetzung der Planung.
Pfülb forderte zudem einen Gemeinderatsbeschluss, dass künftig auch die nichtöffentliche Tagesordnung von Gemeinderatssitzungen öffentlich benannt und die Abstimmungsergebnisse nichtöffentlicher Beschlüsse bekannt gegeben werden. Er berief sich dabei auf einen Verwaltungs-Paragrafen. In einem Schreiben teilte die Gemeinde mit, dass die Problematik - das Gesetz unterschied nicht zwischen öffentlicher und nichtöffentlicher Sitzung - erkannt sei und ein entsprechender Gesetzesentwurf in diesem Frühjahr in Kraft tritt. Pfülb forderte außerdem Auskunft über die Gründe der Jagdpachtzeiten-Verkürzung. Hier verwies Kickuth auf den Rat des Revierförsters und die immer noch zu hohe Verbiss-Situation.


Neue Entwässerungskanäle

In drei Langendorfer Straßen will die Gemeinde nach Absprache mit dem Abwasserzweckverband die Entwässerungskanäle ersetzen. Diese werden in der Hänner-, der Saale- und der Wirtsstraße erneuert. Die hydraulische Berechnung erhielt das Büro Auktor.
Die Bauabschnitte 1 und 2 bei der Sanierung der Johannes-Petri-Schule sind abgeschlossen. Die Fertigstellung für den 3. Bauabschnitt ist im Sommer anberaumt. Abschließend dankte der Bürgermeister für die gute Zusammenarbeit von Feuerwehren, Vereinen und Bürgern.
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