Hassenbach
Freizeit

Erlebnis Oehrbachtal

Der südliche Teil der Thulba ist seit 2015 erschlossen. Nun soll ein neuer Wanderweg auch die Natur entlang des nördlichen Bachlaufs erlebbar machen.
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Gerhard Karg zeigt die Stelle, an der eine Plattform vom Waldrand aus den Blick ins Tal freigeben soll. Foto: Arkadius Guzy
Gerhard Karg zeigt die Stelle, an der eine Plattform vom Waldrand aus den Blick ins Tal freigeben soll. Foto: Arkadius Guzy
Hier soll es noch den Eisvogel geben. "Neben dem südlichen Thulbaabschnitt ist es eine der landschaftlich reizvollsten und schönsten Stellen", sagt Gerhard Karg vom Tourismusverein Thulbatal. Daher gibt es schon seit zwei Jahren die Überlegung, das Oehrbachtal für Wanderer zu erschließen. Nun sollen ab Ende August die Arbeiten beginnen: Ein neuer, etwa elf Kilometer langer Rundwanderweg, der Walderlebnisweg Oehrbachtal, entsteht.

Oehrbachtal? Es handelt sich immer noch um die Thulba, wie Karg erklärt. Der Volksmund nennt sie im Abschnitt zwischen Oehrberg und Hassenbach eben nur Oehrbach. Der Bach fließt dort in einem breiten Tal zwischen zwei Waldhängen. Der westliche gehört zum Hammelburger Forstbetrieb der Bayerischen Staatsforsten, der östliche zum Bad Brückenauer. Das Tal markiert die Grenze zwischen den beiden Staatsforst-Betrieben. Daher sind sie an dem Projekt maßgeblich beteiligt.

Entlang der Strecke sind verschiedene Stationen und Informationstafeln geplant, wobei die Hinweistafeln eines älteren Rundwegs integriert werden. Neu ist zum Beispiel eine Aussichtsplattform, die den Wanderern den Blick ins Tal ermöglichen soll. An einer Stelle im Wald finden sich Grenzsteine, die einst das Würzburger vom Fuldaer Herrschaftsgebiet trennten. Sie sollen den Wanderern zugänglich gemacht werden. Eine weitere Station befasst sich mit dem Basaltabbruch.

Karg hofft, dass die Arbeiten an den einzelnen Stationen bis zum Beginn der kommenden Wandersaison abgeschlossen sein werden. Die Strecke selbst verläuft auf bestehenden Wegen. Sie stellt keine großen Anforderungen und ist bequem zu wandern.

"Es ist ein sehr schöner Weg", sagt Heinrich Hümpfner, stellvertretender Leiter des Forstbetriebs Bad Brückenau. Einige der Infostellen haben auch Holz und den Wald selbst zum Thema. So soll eine Tafel die Waldverjüngung erklären. Es wird außerdem Stationen geben, an denen die Wanderer aktiv werden können.

Der Weg soll den Erholungswert des Waldes herausstellen, erklärt Adolf Herr, Leiter des Hammelburger Forstbetriebs. Dieser ist federführend für das Vorhaben zuständig. Etwa 150 000 Euro kostet der neue Wanderweg laut Herr. Er wird zu 90 Prozent gefördert. Das Geld ist bewilligt, die Aufträge sind vergeben, so der Hammelburger Forstbetriebsleiter.

Die Gemeinde Oberthulba übernimmt auch einen Part. Sie richtet am alten Wasserhäuschen, das in dem Tal liegt, eine eigene Station und ein Wassertretbecken ein. Dafür investiert die Gemeinde 40 000 Euro. Der Infopunkt soll die Wanderer dafür sensibilisieren, welche Rolle der Wald für die Wasserversorgung spielt, erklärt Bürgermeister Gotthard Schlereth (CSU/FWG). Schließlich ist der nahe Tülbingsgrund mit seinen Brunnen das Haupteinzugsgebiet für die Wasserversorgung in der Gemeinde.

Für Schlereth wie für Karg ist der neue Wanderweg eine gute Ergänzung zum Thulbataler. Wie beide berichten, wird dieser sehr gut angenommen. Es gebe viele positive Rückmeldungen, sagt Schlereth. "Leute, die Wald und Ruhe erleben möchten, sind hier richtig", wirb Karg für den Oehrbachtal-Weg.


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