Aura an der Saale
Bürgerversammlung

Einige Projekte stehen an

Auskunft über vergangene und zukünftige Vorhaben konnten die Auraer bei der Bürgerversammlung erhalten. Im Mittelpunkt standen hier die Umgestaltung des Friedhofs und der Bau einer Zisterne.
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Abgeschlossen wurde die Maßnahme "Gehweg - Schulstraße", wobei sich die Kirchengemeinde mit der Gestaltung des Kirchenvorplatzes mit einbrachte.  Fotos: Winfried Ehling
Abgeschlossen wurde die Maßnahme "Gehweg - Schulstraße", wobei sich die Kirchengemeinde mit der Gestaltung des Kirchenvorplatzes mit einbrachte. Fotos: Winfried Ehling
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AuraEine der Zukunft angepasste Umgestaltung des Friedhofs, das Trinkwasser - im Gefolge der Zisternenbau - und die Weiterführung der Dorferneuerung im Abschnitt "An der Zehnt/Am Hahn" waren die Hauptthemen der Bürgerversammlung. Hier stand Bürgermeister Thomas Hack Rede und Antwort, der eingangs Bilanz zu abgeschlossenen Maßnahmen, künftigen Projekten und den Haushalt zog.

Noch kein Wassermangel

Mit Wassermangel hatte der Ort auch in heißen Sommern bisher noch keine Probleme. "Sollten sie doch einmal auftreten, gibt es keinen Plan B", räumte Hack auf Anfrage ein. Unter anderem ging es um die Sportplatzbewässerung, für die die Gemeinde kein Trinkwasser mehr benutzen will. Dies führte zu den Empfehlungen, eine Zisterne zu bauen oder einen Brunnen zu bohren. Beides ist mit erheblichen Kosten und wohl überlegtem Vorgehen verbunden - denn die Zisterne soll mit Trinkwasser gefüllt sein.

Dagegen wetterte Manfred Schmitt: "Wir machen uns Gedanken, um kostbares Wasser zu sparen und das soll in die Zisterne?", fragte er ungläubig. Wie Hack erklärte, ist dies Wunsch der Feuerwehr, die eine Zisterne ebenfalls nutzen will und eine Verstopfung der Filter durch schmutziges Wasser befürchtet. Dies integriert einen Leitungsbau, der nicht billig werden dürfte.

Ihren Friedhof will die Gemeinde zeitgemäß umgestalten. Erste Urnengräber sind bereits ausgehoben. Günter Schlereth warnte vor Arbeiten mit schwerem Gerät. Eventuell könnte die hohe Stützmauer am Klosterhof Schaden nehmen. Nach Worten von Hack wäre dies "eine finanzielle Katastrophe, die teurer wird als der Rathausbau in Euerdorf".

Am Beispiel der unliebsamen Überraschungen beim Umbau der "Schrenk" und der damit verbundenen Mehrkosten bangte Jutta Hofmann für die Dorferneuerung "An der Zehnt/Am Hahn" um ähnliche Ereignisse. Der Bürgermeister wies darauf hin, dass die Maßnahme in der Kompetenz des Wasserwirtschaftsamts lag. "Bei gemeindlichen Projekten ist solches nie der Fall gewesen", fügte er an. Die Maßnahme im Rahmen der Dorferneuerung kostet den Bürger nichts, bedingt durch den Wegfall der Straßenausbaubeiträge. Die Gemeinde zahlt nur den Wasserleitungs- und Kanalausbau.

Unkrautvernichtung

Weitere Fragen betrafen die Unkrautvernichtung ohne "chemische Keule", der - außer von Hand ausgraben - am besten mit vorsichtigem Abflammen beizukommen ist. Die Tempolimitierung auf der sanierten Staatsstraße wird wohl bald aufgehoben, vermutete der Amtsinhaber auf Frage von Günter Sauer. Auskunft über eine mögliche Verlegung der Stromleitung P43 auf Auraer Gemarkung konnte jedoch auch Hack nicht geben, da diesbezüglich keine Informationen vorliegen.

Aus dem Bericht des Bürgermeisters ging die Einwohnerzahl Auras mit 865 Bewohnern hervor. Damit ist Aura die drittkleinste, selbstständige Gemeinde im Kreis. Der Haushalt 2018 schloss mit einem Gesamt-Volumen von 3,624 Millionen Euro ab. Ergiebigste Einnahmen waren die Einkommensteuer mit 470 000 Euro, die Schlüsselzuweisungen mit 355 000 Euro und neuerdings die Gewerbesteuer, die sich auf 161 000 Euro beläuft.

Die Gemeinde zahlt 316 000 Euro Kreis-, 157 000 Euro VG-, rund 83 000 Schulverbands-, und 63 000 Gewerbesteuerumlage. Auras Schulden beliefen sich Ende 2018 auf 804 000 Euro. Die Rücklagen datieren am Ende des Jahres - einschließlich der Beiträge - auf etwa 612 000 Euro. Allerdings hat die Gemeinde noch große Maßnahmen vor. Eine erfreuliche Nachricht ist die teilweise Rückzahlung vorausberechneter Wasser- und Kanalgebühren nach einer aktuellen Neuberechnung sowie der Wegfall der Straßenausbaubeiträge.

Die Dorferneuerung "An der Zehnt/Am Hahn", die Erschließung des Neubaugebiets "Am Hahn III" und die Straßenerneuerung am "Oberen Hahn", die in die Dorferneuerung aufgenommen und gefördert wird, sind die vordatierten Projekte für das kommende Jahr.

Zu den Akten können das neue Feuerwehrfahrzeug, der Spielplatz am Kindergarten, den die Firma Hell und der Elternbeirat errichteten und auch die Gaststätte "Ruine Aura", die jetzt ein Kinderhaus ist. Die Kläranlage wurde zum Preis von 30 000 Euro entleert. Bis 2027 genehmigt, kann sie wahrscheinlich danach noch in Betrieb bleiben. Die neue Spülküche in der Festhalle hat ihre Feuertaufe bestanden, und die Sanierung des Gehwegs in der Schulstraße ist abgeschlossen. Der Kindergarten verfügt über Toiletten für Krippenkinder, und eine Kreuzwegstation wurde vor dem Umkippen gerettet.

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