Hammelburg
Schule

Einblick in den Traumjob

Mittelschüler aus den achten Klassen präsentierten die Ergebnisse aus ihrer "Betrieblichen Lernaufgabe".
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Viele Schüler interessierten sich für den KFZ-Bereich.
Viele Schüler interessierten sich für den KFZ-Bereich.
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Sie sind als zukünftige Auszubildende gefragt wie nie zuvor. Jetzt präsentierten die Mittelschüler aus den achten Klassen die Ergebnisse aus ihren Praktika "Betriebliche Lernaufgabe", die sie im vergangenen Schulhalbjahr einmal wöchentlich besuchten. Dabei gewannen sie tiefere Einblicke in die Berufsfelder Verkauf, Kraftfahrzeugsektor, Körperpflege, Landwirtschaft, Gesundheit, Ernährung / Hauswirtschaft, Pädagogik, Metall, Holz, Elektro / Installation, Farbe und Raum.

Was passiert, wenn die Salatschleuder zum Kreativzentrum für neue Farbideen wird? Die überraschend bunten Ergebnisse konnten die Besucher der Präsentationen genau so bewundern wie die zahlreichen Dokumentationen aus den vorgenannten Berufsfeldern. Detailliert standen die Werdegänge der verschiedenen Ausbildungen auf großen Plakaten. Bereitwillig gaben die Schüler den interessierten Besuchern nähere Auskünfte. So zum Beispiel, wie man einen Zahnriemen im Motor ersetzt, wie man eine Haarfrisur stylt oder wie man die Kids in den Kindergärten mit Bastelarbeiten betreut. Viele Praktikanten hatten ihren Traumberuf entdeckt. Manche überlegen noch, in welchem anderen Berufsfeld sie sich bewerben wollen. Oft hörte man berufsübergreifend bei den Praktikanten heraus: "Freiräume für meine Kreativität wären schön".

"Die vertiefend ausgeprägte Berufsorientierung macht das Besondere der Mittelschule aus", sagte Schulleiterin Ingeborg Hoffmann. "Wir sind nicht nur die Schule, die Allgemeinbildung vermittelt, sondern die Schulart, die sich intensiv um die Berufsorientierung der Schüler sorgt", betonte die Rektorin. Seit nunmehr zwölf Jahren sei das ein bewährtes Erfolgsrezept.

Im Rahmen des Berufsorientierungsprogramms seien die Schüler in den Räumen der Gesellschaft zur beruflichen Förderung (GbF) Bad Kissingen von Experten und Meistern nach ihren Fähigkeiten und Neigungen eingeschätzt worden. Hoffmann sprach von einer Potentialanalyse, die zur richtigen Selbsteischätzung und damit zur sicheren beruflichen Weichenstellung führe. "Ein Leben ohne Berufsausbildung können wir uns heutzutage nicht erlauben", stellte 3. Bürgermeisterin Rita Schaupp (SPD) fest. "Ihr werdet gebraucht, und ein Beruf macht Spaß", sagte sie zu den Schülern und ermunterte sie zum Durchhalten. Die Betriebe, in denen die Praktika absolviert wurden, seien in Hammelburg und den zugehörigen Ortsteilen sowie in Fuchsstadt, in Elfershausen, Euerdorf, Ramsthal, Bad Kissingen und sogar Gemünden, berichtete Wibke Schömig, Netzwerkbetreuerin von der GbF. Die Schüler Noel und Jonas schilderten ihre Praktikums-Eindrücke. In den Bereichen Installation und Forst herrschen unterschiedliche Bedingungen für die tägliche Arbeit, war den Vorträgen zu entnehmen.

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