Fuchsstadt
Gemeinderat

Ein Stück näher an der Halle

Über den Standort eines neuen Funkmastes gab es in der Gemeinderatssitzung eine Debatte. Nun wird geprüft, ob der Mast ein paar Meter weiter weg vom ursprünglichen Standort aufgestellt werden kann.
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Der Funkturm soll ein Stück etwas entfernt vom geplanten Standort errichtet werden, wenn sich der Platz eignet. Foto: Winfried Ehling
Der Funkturm soll ein Stück etwas entfernt vom geplanten Standort errichtet werden, wenn sich der Platz eignet. Foto: Winfried Ehling

Trotz Beratung in früheren Sitzungen führte die Festlegung des Standorts für den Funkmast noch einmal zu einer ausführlichen Debatte. Für die unterschiedlichen Standpunkte des Gemeinderats und des Mobilfunk-Beauftragten der Telekom, Frank-Peter Käßler, sowie des Repräsentanten der Deutschen Funkturm GmbH, Andreas Binder, war zunächst kein Konsens zu finden.

Um Fuchsstadt mit entsprechenden Datenraten und Anschlüssen zu versorgen, favorisierte Käßler einen Standort auf dem Kohlenberg, unweit des Hochbehälters. Dagegen gab es Bedenken aus dem Rats-Gremium und teils aus der Einwohnerschaft, die Beeinträchtigung, etwa durch Strahlung, befürchten. Zumindest soll der Mast um ein gutes Stück in den Wald zurückverlegt werden, so die Meinungen.

Der Vertreter des Netzbetreibers machte klar, dass die Funkzelle ohne Qualitätseinbuße nicht x-beliebig verschiebbar ist. Er hält den gewählten Standort für die Optimal-Lösung. "Fuchsstadt hat ihn und sollte diesen nutzen. Mit einer Verschiebung um ca. 30 bis 50 Meter wäre ich noch einverstanden", fügte er hinzu. Diese Möglichkeit will der Rat nutzen. Bürgermeister Peter Hart bot an, den künftigen Standplatz um diese Strecke in Richtung einer nahen Halle zu verschieben, wo auch Raum für die Bauarbeiten wäre. Diese Möglichkeit wollen Käßler und Binder prüfen. "Wenn sich der Standort als geeignet erweist, bin ich einverstanden. Falls es nicht funktioniert gehen wir andere Wege", warnte der Telekom-Beauftragte allerdings. Mit seinem Vorschlag, den neuen Standort auf Nutzbarkeit prüfen zu lassen und dann die Zustimmung zu geben, fand Hart die mehrheitliche Zustimmung. Der Antrag auf Erteilung der immissionsschutzrechtlicher Genehmigung der Firma Green City Energy Windpark GmbH - sie errichtet aktuell die Windkraftanlagen in der Gemeinde - passierte ohne Gegenstimme.

Fuchsstadt meldet sich auf Empfehlung der Bewertungskommission zum Bezirkswettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" an. Der Kreissieger sollte jedoch auf eine wesentlich bessere Bürgerbeteiligung achten, befand die Wertungsjury.

"Realitätsnah präsentieren"

Mit dem Einverständnis der Räte wandte sich der Rathausobere aber gegen Volksfestgehabe mit Blasmusik, "zufällig" weidenden Schafen und ähnlichem. "Wir wollen unser Dorf und seine Einwohnerschaft realitätsnah präsentieren", betonte er. Die Würdigung des Orts als Kreissieger findet am 15. November im Generationenhaus "Eulentreff" statt. Die Lauerbach-Kapelle und ihre Außenanlagen sind durch den Lastverkehr zur Windkraftanlagen-Baustelle stark verstaubt, beklagte der Obst- und Gartenbauverein. Hart, der bereits ein Gespräch mit dem Bauleiter führte, berichtete, dass die Firma die Geschwindigkeit per Verkehrsschilder auf 10 km/h senkte und die Kosten für die Reinigung übernimmt. Bis zur nächsten, geführten Kapellen-Wanderung am 6. Oktober ist das Terrain gesäubert. Der einzige Bauantrag bezog sich auf die Errichtung einer Gerätehalle mit Sattelkammer und Trockenfutter-Bevorratung "Am Heinig". Der Bauvoranfrage stimmten die Räte bereits zu. Eine Begrünung der Nord-West-Ansicht wird angeregt, statt Pultdächern sieht der Bauwerber jetzt Satteldächer vor. Gegen zwei Stimmen erhielt das Projekt grünes Licht.

Mit dem selben Ergebnis passierte der Caritas-Antrag auf Förderung für das kommende Jahr. Sie erhält den Pauschalbetrag von 500 Euro. Jürgen Wittmer stellte Antrag in der nächsten Sitzung zu erörtern, was Fuchsstadt zum Klimaschutz im kleinen Rahmen beitragen kann.

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