Hammelburg
Event

Ein himmlisches Vergnügen: Familienfest der Flugsportgruppe

Das Gelände der Flugsportgruppe Hammelburg war am Vatertag einmal mehr Treffpunkt für Familien und Flugbegeisterte.
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Segelflug ist Teamarbeit - Alleinstart ist unmöglich.Gerd Schaar
Segelflug ist Teamarbeit - Alleinstart ist unmöglich.Gerd Schaar
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Ein Stück weit auf Himmelfahrt konnten sich am Himmelfahrtstag die Gäste der Flugsportgruppe (FSG) Hammelburg begeben. Die hatte nämlich zum Familienfest eingeladen und bot Rundflüge an. Bereits im 16. Jahr gebe es diesen Familientag, bestätigte FSG-Vorsitzender Rolf Schneider. Bei schönstem Wetter herrschte schon gegen Mittag Hochbetrieb auf dem Flugplatzgelände. Dann waren die Parkplätze rar, obwohl auch viele Besucher die Hohe Lanz zu Fuß erklommen.

Abgehoben als Fluggast im Motorsegler hatte Klaus-Detlef Vehrs aus dem Dithmarschen (Schleswig-Holstein, Norddeutschland). "Ich bin treuer Stammgast in Hammelburg", verriet er der Zeitung. Mit der Familie sei er schon seit Jahrzehnten regelmäßig nach Hammelburg angereist. Die liebliche Landschaft der Vorrhön und das gemütliche Stadtbild der historischen Saalestadt - einschließlich Winzer - haben es ihm offensichtlich angetan. "Hier ist es gemütlich, und man fühlt sich nicht fremd", sagte Vehrs. Gern nahm er jetzt die Gelegenheit wahr, das Stadtbild samt Umland von oben zu betrachten.

Für Segelflug braucht es viele Hände

"Fliegen zum Anfassen", wird nicht nur bei solchen Festen von der FSG geboten. Die Öffentlichkeit könne Einblick nehmen, betonte Schneider die Transparenz des Vereins und des Flugbetriebs. Anhand der Flugjugend im Bereich Segelflug zeigten die Kameraden auf, dass dort ohne die Zusammenarbeit des gesamten Teams nichts laufe. "Einer allein kann nicht starten", wurde sofort klar, als das Segelflugzeug zum Start vorbereitet wurde. Zwei Piloten nahmen in der Kanzel Platz und schnallten sich an. Helfer hielten den Flieger an den Tragflächen in der waagerechten Gerade, nachdem sie den Einklink-Mechanismus des Zugseils überprüften. Ein weiterer Kamerad bediente den Sprechfunk mit Kontakt zum Bediener der entfernt gelegenen Winde. Erst wenn alle ihr O.K. gaben, konnte es losgehen, und das Segelflugzeug hob im steilen Winkel ab. Je nach Thermik kann so ein Segelflug mehrere Stunden dauern. Und das völlig ohne Spritkosten.

Teurer wird es beim Rundflug mit den motorgetriebenen Flugzeugen, weil die ohne Motorleistung nicht in die Höhe kommen. Im Umkreis von 50 Kilometern wurde die schöne Sicht von oben geboten. Freilich hatte manch ein Fluggast, der zum ersten Mal einstieg, anfangs ein mulmiges Gefühl. Doch war der Flieger erst einmal in der Luft, war das Gefühl plötzlich verschwunden, und man genoss die wundervolle Aussicht. Ja, es drohte sogar Suchtgefahr nach weiteren Rundflügen.

Schnuppertagen im August

Die dritte Abteilung neben Motor- und Segelflug ist der Modellflug bei der FSG Hammelburg. Belagert wurde der Flugsimulator in der Ausstellungshalle im Rundhangar. Hier durften die Besucherpiloten sofort an den Steuerknüppel. Denn Abstürze passierten nur auf dem Bildschirm. Bewundert wurden die bis ins Detail genau gearbeiteten Flugzeug- und Hubschraubermodelle, die ihren Heimatflugplatz unterhalb des Flugbetriebes der Großen haben. Für Interessenten des Modellfluges gibt es dort in der Zeit vom 24. bis 30. August extra Schnuppertage.

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