Wirmsthal
Unterstützung

Ein Fest soll Wirmsthalern in der Not helfen

Für Anton und Ulrike Zisler, die durch einen Brand in Not geraten waren, haben die Wirmsthaler ein Benefizfest organisiert.
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Die Formation "KissPercussiva" erntete viel Beifall für ihre rhythmisch-kreativen Einsätze mit Geräten aus dem Küchen- und Heimbereich.  Foto: Gerd Schaar
Die Formation "KissPercussiva" erntete viel Beifall für ihre rhythmisch-kreativen Einsätze mit Geräten aus dem Küchen- und Heimbereich. Foto: Gerd Schaar
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Mit so einer großen Beteiligung an der Benefizveranstaltung hatte keiner gerechnet. Am wenigsten Anton und Ulrike Zisler, für die am Samstag fleißig Geld gesammelt wurde, um die Not zu lindern, in die sie im vergangenen Jahr unverschuldet durch einen Hausbrand geraten waren.

"Wir fühlen uns sozial aufgefangen, und das tut so unendlich gut", sagt Anton Zisler. Diese menschliche Zuwendung und Solidarität sei in Euro nicht zu beziffern. Zurzeit seien sie in einer Ferienwohnung in Bad Kissingen untergebracht. "Aber wir wissen jetzt ganz genau, dass wir nach Wirmsthal gehören", sagt Zisler. "Die Ortsbevölkerung steht hinter uns, man kann es kaum in Worte fassen."


Viele Helfer mit dabei

Rund 30 Helfer aus dem Ort waren mit dem Aufbau beschäftigt. Aus den Küchen wurden 30 selbst gebackene Torten geliefert. An der Grillstation gab es Bratwürste. Organisatorin Melanie Schießer war zufrieden: "Es klappt alles hervorragend."

Es kamen nicht nur die Wirmsthaler. Aus Bad Kissingen war die Musikschüler-Formation "KissPercussiva" dabei. Die erntete viel Beifall für ihre kreativen Einsätze mit Geräten aus dem Küchen- und Heimbereich. Eimer und Tretleiter erwachten als Schlagzeug zu neuem Leben. Dergleichen Edelstahlspülbecken, die sich die Musikschüler um den Leib gebunden hatten.

Aus Bad Kissingen kamen auch die Jagdhornbläser, die mit mehreren Vorträgen ihrem Jagdkameraden Anton Zisler eine große Freude bereiteten. Unter den Gästen war auch Wirmsthals Weinprinzessin Marlene Büttner: "Ich half ein wenig beim Aufbau. Das macht man doch gern", sagt sie. Nachbarschaftshilfe sei selbstverständlich. Es könne jeden irgendwann so ein Unglück treffen. Ortsbeauftragter Bernhard Herterich (FWG): "Wir Wirmsthaler halten zusammen."

"Die Idee für die Benefizveranstaltung kam von vielen Wirmsthalern", sagt Schießer. "Irgendwie muss man den Betroffenen doch helfen", bekam sie mitgeteilt. Daraufhin habe sie mit der Organisation begonnen. Beginn um 16 Uhr. Dass bereits nach einer halben Stunde alle 160 Sitzplätze im Geräteraum besetzt waren und weitere rund 50 Leute vor dem Grill und der Kuchentheke weilten, damit hatte keiner gerechnet. Gefeiert wurde bis 22 Uhr.

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