Völkersleier
Kommunalwahl

Dritter Bewerber für das Bürgermeisteramt in Wartmannsroth

Mit Manuel Betz gibt es nun tatsächlich einen dritten Aspiranten für die im Jahr 2020 anstehende Nachfolge von Bürgermeister Jürgen Karle.
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Manuel Betz im Wohn- und Esszimmer seines Hauses Foto: Arkadius Guzy
Manuel Betz im Wohn- und Esszimmer seines Hauses Foto: Arkadius Guzy

Eigentlich wollte er sich noch etwas Zeit lassen, bis Sommer. Seine Homepage ist schließlich auch noch nicht fertig. Aber nachdem Florian Atzmüller und Roland Brönner bereits verkündet haben, im kommenden Jahr für das Amt des Bürgermeisters in Wartmannsroth kandidieren zu wollen, erklärt nun auch Manuel Betz seine Absicht, sich zur Wahl zu stellen. Der 39-Jährige kann für sich die Rolle des Überraschungskandidaten beanspruchen.

Denn Kommunalpolitik ist für ihn ein neues Feld, da er im Vergleich zu seinen beiden Mitbewerbern nicht in einer Partei oder im Gemeinderat ist. "Alles ist erlernbar", sagt Betz. Er werde auch nicht ins kalte Wasser geworfen, erklärt er, da eine gut ausgebildete und recht junge Verwaltung hinter ihm als Bürgermeister stünde.

Betz stammt gebürtig aus dem Ortsteil Wartmannsroth. Mit seinem Vater, einem Heizungsbauer, habe er häufig mitgehen müssen, daher sagt er: "Wir waren fast in jedem Haus." Betz selbst arbeitet als Elektroplaner bei Bosch Rexroth in Lohr. Daneben übernimmt er als selbstständiger Elektroinstallateur Aufträge. Mit seiner Kandidatur möchte er nun etwas Neues ausprobieren, sich auf etwas Neues einlassen, wie er erklärt.

Das Studium hatte Betz nach Nürnberg geführt. Im Jahr 2006 kehrte er in die Gemeinde zurück, nach Völkersleier, wo er später ein Eigenheim baute. Anfang 2018 zog er mit seiner Frau und den drei kleinen Kindern in das neue Haus. "In Völkersleier konnten wir so bauen, wie wir uns das vorgestellt haben", begründet Betz die Entscheidung für die Heimatgemeinde.

Betz sieht sich als Vertreter der Generation, die dabei ist, sich zu etablieren - die baut, eine junge Familie hat oder dabei ist, eine Familie zu gründen. Diese jüngere Generation will er dazu bringen, sich wieder stärker im Vereinsleben zu engagieren. "Ehrenamt hat früher viel Spaß gemacht", sagt Betz, der im Musikverein Wartmannsroth ist.

In der Gemeinde wolle er ansonsten "das Rad nicht neu erfinden", aber präsenter sein. Betz setzt auf seine kommunikative, offene Art. Mehr Kommunikation ist ihm daher auch ein Anliegen, wie er erklärt.

Dass sich gleich drei Bewerber für seine Nachfolge interessieren, hätte er nicht gedacht, sagt Bürgermeister Jürgen Karle auf Nachfrage. Und fügt mit einem leichten Lachen hinzu: "Anscheinend ist das Bürgermeisteramt in Wartmannsroth begehrt." Wenn er auf die Kandidaten angesprochen werde, werde er sich zurückhalten verspricht Karle.

Offenbar hat er auch über seine frühere Äußerung, im kommenden Jahr möglicherweise noch für den Gemeinderat zu kandidieren, nachgedacht. "Ich glaube nicht, dass das so geschickt wäre. Es könnte ein blöde Situation entstehen", meint der Bürgermeister nun. Im Jahr 2008, als Karle zum ersten Mal in sein Amt gewählt wurde, hatten ebenfalls drei Kandidaten um die Nachfolge von Herbert Kohlhepp gerungen.

Im Gegensatz zu heute stand damals mit Karle, der seine Ambitionen relativ früh öffentlich gemacht hatte, zunächst nur ein Kandidat fest. "Lange Zeit hat sich nichts getan", erinnert Karle. Dann kamen Paula Vogler und Ulrich Bold als Mitbewerber dazu. Überraschenderweise setzte Karle sich dann trotzdem bereits im ersten Wahlgang als Kandidat der Freien Wählergemeinschaft Völkersleier-Heckmühle deutlich gegen die beiden anderen durch.

Betz will ebenfalls für die Freie Wählergemeinschaft Völkersleier-Heckmühle antreten. Atzmüller ist als Kandidat des CSU-Ortsverbands Wartmannsroth vorgesehen und Roland Brönner wird die Unterstützung der Freie Wählergemeinschaft Schwärzelbach suchen.

Die Vorbereitungen für die Kommunalwahl 2020 laufen in der Gemeindeverwaltung von Wartmannsroth an, wie Karle erklärt. Die stelle sich dabei jetzt auf eine Stichwahl ein.

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