Elfershausen

Drei neue Windräder

Der Gemeinderat hat seine Zustimmung zum Bürgerwindpark Machtilshausen erteilt, mit knapper Mehrheit.
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Sofern keine behördlichen Einsprüche mehr kommen, entstehen im "Heinrichstal" bei Machtilshausen zwei 241 Meter hohe Windkraftanlagen und ein etwas kleinerer "Bruder".  Foto: Winfried Ehling
Sofern keine behördlichen Einsprüche mehr kommen, entstehen im "Heinrichstal" bei Machtilshausen zwei 241 Meter hohe Windkraftanlagen und ein etwas kleinerer "Bruder". Foto: Winfried Ehling
Mit knapper Mehrheit gab der Gemeinderat seine Zustimmung für den Bürgerwindpark Machtilshausen. Somit kann die Anlage mit drei Windkrafträdern im "Heinrichstal" realisiert werden, wenn von behördlicher Seite keine Einwände mehr kommen.
Die aktuelle Planung stellten die Repräsentanten des Projektors "Prowind" bereits in einer Bürgerinfo-Versammlung vor, bei der sich kein Bürger gegen das Vorhaben aussprach. Lediglich eine Machtilshausener Bürgerin regte an, nicht von der "10-H-Regelung" abzuweichen, die besagt, dass die Entfernung zum ersten Wohnhaus der zehnmaligen Höhe einer Windkraftanlage entspricht.
Da diese Regelung in einem Fall die vorgegebene Strecke minimal unterschreitet, entschied der Rat zugunsten der Bürgeranregung. Das heißt, eine Windkraftanlage (WKA) weicht in der Höhe von den empfohlenen 241 Metern ab, die die Projektanten empfahlen.


Ursprünglich neun geplant

Das Prowind-Team Anja Gerseker und Thomas Berens erläuterte die Planung, die bereits aus der Informationsversammlung bekannt ist. So ist eine Bürgerenergiegesellschaft gegründet, in der sich Ortsbürger und die Gemeinde selbst einbringen können. Aktuell umfasst die Gesellschaft elf natürliche Personen. Weitere will Prowind aufnehmen.
Durch arten- und naturschutzrechtliche Vorbehalte beschränkte sich die angedachte Zahl der Windkraftanlagen von neun auf drei Anlagen, die durch ihre Größe auch mehr Ertrag erbringen und dem Landschaftsbild dienlicher sind. Mit der prognostizierten Jahresleistung von 26,7 Millionen Kilowattstunden könnten rund 7400 Zwei-Personen-Haushalte versorgt werden. Wie die Planer bestätigten, stehen derzeit weder Haselmaus noch Waldschnepfe oder der Hirschkäfer dem Projekt im Wege. Wenn alles wie geplant läuft, beginnt die Bauphase im September nächsten Jahres.
Die Beschlussfassung warf allerdings noch eine andere Debatte auf, da von den insgesamt 15 Ratsmitgliedern nur neun anwesend waren. Die meisten zwar entschuldigt, monierten die Anwesenden das immer häufigere auftretende Fehlen von Mandatsträgern in den Sitzungen. Nahezu einmütig verurteilten die Anwesenden die Praxis, unentschuldigt zu fehlen. Bürgermeister Karlheinz Kickuth und Verwaltungsleiter Elmar Schubert sollen darüber beraten, ob der Gemeinderat solches künftig mit Sanktionen belegt.


Neuer Pausenhof

Zur Gestaltung des Pausenhofs der Johannes-Petri-Schule lag eine neue Planung vor, die die Gesamtkosten für die Maßnahme um rund 55 000 Euro erhöht. Ein Teil der Summe fließt in den Lehrer-Parkplatz. Somit erhöht sich der Kostenanteil für den Pausenhof auf ca. 242 000 Euro. Dies befürwortete das Gremium gegen eine Stimme.
Für die Sanierung der Alten Schule in Elfershausen sind die geänderten Bauunterlagen vom Landratsamt und vom Amt für ländliche Entwicklung genehmigt worden. Architekt Thomas Ruser erstellt einen Bauzeitenplan. Kickuth schlug vor, die Ausschreibung in den Wintermonaten durchzuführen, um eventuelle günstigere Preise zu erhalten. Ab dem Frühjahr 2018 könnten die Bauarbeiten beginnen. Mit der Zustimmung des Rates wird das weitere Vorgehen auch mit den Ortsvereinen besprochen.


Monteurwohnungen

Mit knapper Mehrheit gab der Marktgemeinderat grünes Licht für den Bau von vier Monteurwohnungen am Bahnhof 1. Auf Anregung von Rainer Kuhn will die Gemeinde auch einige Stellplätze einrichten. Der Carport-Neubau mit überdachtem Freisitz in der Mauerackerstraße passierte ohne Einwände ebenso wie eine Verblendung einer Betonmauer. Auch der Nutzungsänderung einer Scheune in der Machtilshausener Kapellenstraße stimmten die Räte zu.


Wasserabgabe

Einmütig billigte das Gremium die Änderungen der Entwässerungs- und der Wasserabgabesatzung. Demnach bezahlen die Bürger im Markt Elfershausen ab dem neuen Jahr 97 Cent pro Kubikmeter verbrauchten Wassers und 1,34 Euro pro Kubikmeter als Schmutzwassergebühr. Für das Niederschlagswasser verlangt die Gemeinde 12 Cent für den Kubikmeter.
Keine Einwände erhoben die Räte gegen den Umlagebescheid des Abwasser-Zweckverbands Thulba-Saale für das Haushaltsjahr 2016. Die Betriebskostenumlage in Höhe von 86 300 Euro, die Investitionskosten-Umlage von 7335 Euro und die Schuldendienstumlage in Höhe von 13 200 Euro überweist die Gemeinde.

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