Aura an der Saale
Baustelle

Die Euerdorfer Hang-Baustelle ist bald geschafft

Doch es besteht Aussicht, dass sich das bald ändert.
Artikel drucken Artikel einbetten
Die "Stachelbeere" verdichtet  den Boden auf der Baustelle der Staatsstraße 2290 zwischen Euerdorf und Aura. Dort wird bald Schotter eingebaut und asphaltiert.Steffen Standke
Die "Stachelbeere" verdichtet den Boden auf der Baustelle der Staatsstraße 2290 zwischen Euerdorf und Aura. Dort wird bald Schotter eingebaut und asphaltiert.Steffen Standke
+5 Bilder

Der Boden vibriert mächtig, als die "Stachelbeere" das Arbeiten beginnt. Die Stachelbeere - das ist keine Gartenfrucht, sondern eine Maschine zum Verdichten auf der Baustelle der Staatsstraße 2290 zwischen Euerdorf und Aura. Diese steuert langsam auf ihr Ende zu. Auch wenn noch einige wichtige Arbeiten zu erledigen sind.

Wie berichtet, musste auf einem 355 Meter langen Stück unterhalb der Fahrbahn eine mit Beton und Erde verfüllte, bis zu sechs Meter hohe Raumgitterwand errichtet werden. Sie soll die Straße darüber stützen. Durch ihre Lage am und die Bewegungen im Hang drohte diese immer wieder abzurutschen - ein unkalkulierbares Risiko für die Autofahrer.

Obwohl sie durch ihren stufenartiges Gefüge einen anderen Eindruck vermittelt: Die stützende Wand ist inzwischen fertig, wenn auch durch den felsigen Untergrund später als geplant(ursprünglich bis zur Weihnachtspause). "Es werden keine weiteren Bauteile in das Bauwerk integriert", schreibt das Staatliche Bauamt Schweinfurt dazu. Die Wand werde nur noch mit Mutterboden verfüllt. "Außerdem wird zusätzlich ein Geländer zur Absturzsicherung für künftige Wartungsarbeiten angebracht."

Ebenfalls erneuert und mit einer Asphaltschicht versehen ist eine Strecke von 700 Metern, aus Aura kommend Richtung Euerdorf. Dort müsse nur noch die finale Straßendecke aufgebracht werden, heißt es vom Bauamt. Daran schließt sich ein Abschnitt von circa 600 Meter oberhalb der Raumgitterwand an. Dort wurde - zur Saale hin - ein schmaler Fahrstreifen asphaltiert. Auf der anderen, zum Hang gewandten Straßenseite sind derzeit Baumaschinen zugange - wie die Stachelbeere. Sie fährt langsam vor und zurück, rüttelt und verdichtet ein Gemisch aus Erde und Kalk. Dieses drückt später noch einmal eine Walze fest. Oben drauf kommen noch eine Schotter- und eine Asphaltschicht, die das selbe Niveau des jetzigen schmalen Straßenbandes erreichen soll. Laut Staatlichem Bauamt soll dieses Teilstück bis Mitte August fertig asphaltiert sein.

Was dann folgt, ist der Lückenschluss zwischen den 700 Metern aus Richtung Aura und den 600 Metern oberhalb der Raumgitterwand. Auch die letzten 300 Meter Richtung Euerdorf und der Radweg nach der Raumgitterwand werden asphaltiert. Und wenn das alles abgeschlossen ist, wird "am Ende der Arbeiten über die gesamte Länge der Baumaßnahme von knapp 1,9 Kilometern die fünf Zentimeter dicke abschließende Straßendeckschicht aufgetragen".

Für die Autofahrer auf der Staatsstraße 2290 ändert sich vorerst nichts. "Die kommenden Straßen-Erneuerungsarbeiten werden weiter unter halbseitiger Fahrbahnsperrung durchgeführt und der Verkehr durch eine Ampelschaltung geregelt", heißt es vom Staatlichen Bauamt. Für den Schwerverkehr bleibe die Strecke komplett gesperrt. Er werde über Bad Kissingen, Oberthulba und Wittershausen umgeleitet.

Für das Auftragen der Deckschicht plant das Bauamt abschließend eine Vollsperrung der St 2290 zwischen Aura und Euerdorf für circa zwei bis drei Tage. Damit die neue Deckschicht auf dem Radweg aufgebracht werden kann, wird auch er im Bereich der Raumgitterwand für voraussichtlich zwei Tage abgesperrt. Dann wird die Stachelbeere längst den Boden einer anderen Baustelle zum Vibrieren bringen.

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren