Hammelburg
Wohnen

Der zweite Block am Friedhof ist bezugsfertig

Die Wohnungsbaugenossenschaft Hammelburg hat zwei neue Mehrfamilienhäuser. Doch nicht nur die 4,3 Millionen Euro teuren Neubauten sind bemerkenswert.
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Nun können auch in das zweite neue Mehrfamilienhaus am Friedhof die Mieter einziehen.  Foto: Arkadius Guzy
Nun können auch in das zweite neue Mehrfamilienhaus am Friedhof die Mieter einziehen. Foto: Arkadius Guzy
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Obwohl noch nicht alle Balkone fertig sein werden, können nun auch in den zweiten Neubau der Wohnungsbaugenossenschaft Hammelburg (WGH) die Mieter einziehen. Ab 1. August beginnt die Laufzeit der Verträge. Wieder war die Nachfrage sehr groß.

Besonders bei den Zwei-Zimmer-Wohnungen überstieg das Interesse das Angebot, wie WGH-Geschäftsführer Marco Lummel bei einem Pressegespräch erklärte. Auch der zweite neue Wohnblock ist komplett vermietet. Wieder hat die WGH darauf geachtet, verschiedene Zielgruppen bei der Vergabe der Wohnungen zu berücksichtigen.

Die beiden Blocks am Friedhof seien kein Renditeobjekt, sagte Bürgermeister und Vorstandsmitglied Armin Warmuth (CSU). "Die Mieten sind ordentlich für Hammelburg, aber kein Vergleich zu der Situation in anderen Städten." Die Mieten betragen 6,50 Euro pro Quadratmeter beziehungsweise 7,80 Euro pro Quadratmeter für die Penthouse-Wohnungen. Die Mieten in den bisherigen Wohnungen der WGH liegen zumeist bei etwas über vier Euro.

Die Nachfrage nach Wohnungen ist groß. Das lässt sich daran ablesen, dass die Bestandswohnungen der WGH zu 100 Prozent vermietet sind. Es laufe derzeit auch für keine Wohnung eine Kündigung, führte Lummel aus. "Das ist nicht alltäglich", sagte er. Vor zehn Jahren, als er bei der WGH anfing, habe er sich so eine Situation nicht vorstellen können.

Damit stellt sich automatisch die Frage nach kommenden Neubauvorhaben. "Wenn sich was ergibt", meinte Warmuth dazu. Zunächst einmal stehe die Sanierung des Bestands an. Das wird sicher nicht sofort passieren, weil noch die beiden Neubauten abgerechnet und abgeschlossen werden müssen, aber in den kommenden Jahren. So stehe die Friedhofstraße 23 bis 25 ganz oben auf der Liste, wie Lummel erklärte. Er berichtete, dass Bürgermeister aus Nachbargemeinden nachgefragt haben, ob die WGH nicht auch dort bauen könnte. Doch eine Ausdehnung über Hammelburg hinaus ist derzeit nicht geplant.

Etwas bremsen müssen wird die WGH auch bei der Wohnungsverwaltung für Dritte. Die finde großen Zuspruch. So stieg laut Lummel die Zahl der verwalteten Wohneinheiten von 45 im Jahr 2017 auf 111 fürs vergangene Jahr. Dazu kommen 29 Gewerbeobjekte und 24 Stellplätze, die für Dritteigentümer verwaltet werden.

Damit kommt die WGH langsam personell an ihre Grenzen, wie Lummel erwähnte. Im Büro sind mit dem Geschäftsführer zwei Vollzeit- und eine Teilzeitkraft beschäftigt. Außerdem arbeiten vier technische Angestellte, also Hausmeister, für die WGH, drei in Vollzeit, einer in Teilzeit.

Personelle Veränderungen gibt es im Aufsichtsrat der WGH: Leonhard Schiffermüller und Walter Selig konnten altersbedingt bei der Mitgliederversammlung nicht mehr zur Wahl antreten. Für sie kamen Marcus Seifert und Jürgen Bergander ins Gremium. Schiffermüller war fast 27 Jahre im Aufsichtsrat, Selig knapp 18 Jahre.

Jahresabschluss 2018 der WGH Die Bilanzsumme für 2018 liegt aufgrund des Bauprojekts mit rund 10 Millionen Euro deutlich über den 7,3 Millionen von 2017. Der Jahresüberschuss beträgt rund 208 000 Euro und ist damit wieder deutlich überdurchschnittlich. Nach Abzug der Ergebnisrücklagen weist die Bilanz einen Gewinn von 35 000 Euro aus (2017: 34 000 Euro). Damit bekommen die Mitglieder der Genossenschaft wie in den vergangenen Jahren eine Dividende von 4 Prozent.

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