Hammelburg
Einweihung

Der Umbau im Hammelburger Rathaus ist abgeschlossen

Zwei Jahre hat die Sanierung gedauert, jetzt präsentiert sich das Rathausinnere modern. Was neu ist, können alle am Samstag, 6. April, sehen.
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Pfarrer Thomas Eschenbacher segnet das Rathausinnere.Foto: Arkadius Guzy
Pfarrer Thomas Eschenbacher segnet das Rathausinnere.Foto: Arkadius Guzy

Seit Ende Dezember arbeiten der Bürgermeister und weitere zwischenzeitlich ausgelagerte Mitarbeiter der Stadtverwaltung wieder im Rathaus. Der Umzug zurück markierte aber noch nicht das Ende des Umbaus des Gebäudes. Einige Arbeiten standen noch aus. Jetzt, nach rund zwei Jahren Sanierung, ist alles fertig.

Von einem großen Tag in der Geschichte der Stadt sprach Bürgermeister Armin Warmuth (CSU) bei der Einweihungsfeier für das umgebaute Rathaus. Es zähle zu den bauhistorisch bedeutsamen Gebäuden in Hammelburg und der gesamten Region. Der Bürgermeister skizzierte die Geschichte: Das Rathaus stammt aus dem 16.Jahrhundert - vermutlich gab es aber einen Vorläuferbau.

Nach dem Stadtbrand von 1854 wurden die Fassade und das Innere beim Wiederaufbau verändert: So verschwand zum Beispiel die Freitreppe und ein Balkon wurde hinzugefügt. Im Jahr 1940 wurde der Remter im ersten Obergeschoss erneuert und 1954 folgte dann eine Renovierung des Rathauses.

Mit der jetzigen Sanierung sei das Rathaus zu einem zeitgemäßen, bürgerfreundlichen Verwaltungsgebäude umgebaut worden. Das Gebäude ist dank eines Aufzugs nun barrierefrei. Es gibt einen neuen Treppenaufgang und einen Empfangsbereich am Eingang als erste Anlaufstelle für die Bürger. Außerdem ist der Bau energetisch sowie technisch und brandschutztechnisch auf dem neuesten Stand. "Wir haben erhebliche Verbesserungen der Arbeitsbedingungen für unsere Rathausmitarbeiter", sagte Warmuth.

Die Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudes erforderte viele Abstimmungen, wie Architekt Marcus Seifert erklärte. Der neue Treppenaufgang und der Aufzug seien eine Herausforderung gewesen. Denn nach Vorgabe des Denkmalamts sollte das Rathaus wegen seiner Einzigartigkeit weiterhin frei stehen. Das schloss zum Beispiel einen Anbau für den Aufzug aus. Auch die statische Sicherung der Gewölbedecken, die für den Aufzug durchbrochen werden mussten, bezeichnete Seifert als anspruchsvoll.

Nach Angaben des Architekten waren 33 Betriebe am Umbau beteiligt. Die Endabrechnung wird wohl bei rund 1,6 Millionen Euro liegen. Die Stadt hat aus dem Kommunalinvestitionsprogramm (KIP) für den Projektpart, der die Barrierefreiheit umfasst, 684 000 Euro Zuschuss bekommen, wie Claus Kiesel von der Regierung von Unterfranken erläuterte.

"Wir sind froh, dass wir vom KIP profitieren konnten", sagte stellvertretender Landrat Emil Müller (CSU). Dank der Förderung sei in einige kommunale Verwaltungsgebäude im Landkreis investiert worden.

Die beiden Pfarrer Robert Augustin und Thomas Eschenbacher segneten das umgebaute Rathaus, musikalisch begleitet von Michael Balk von der städtischen Volkshochschule. Danach hatten die Gäste der Einweihungsfeier die Gelegenheit, das Rathaus und die renovierten Büroräume bei einer Führung zu besichtigen.

Tag der offenen Tür Die Stadt präsentiert das sanierte und umgebaute Rathaus am Samstag, 6. April, von 10 bis 16 Uhr der Öffentlichkeit. Bei Führungen erfahren Besucher, was sich im Inneren des Gebäudes verändert hat. Außerdem stellen sich die einzelnen Bereiche der Stadtverwaltung vor. Dazu gibt es ein Programm für Kinder.

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