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Elfershausen
Gemeinderat

Der Haushalt steht

Eine Kreditaufnahme ist nicht vorgesehen und der Neubau des Kindergartens mit Kinderkrippe wurde auf den Weg gebracht.
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Die Tiefbauarbeiten in der Freihof- und Wirtstraße sind zwei Wochen eingestellt. Die Verwaltung informiert sich über den Grund.  Fotos: Winfried Ehling
Die Tiefbauarbeiten in der Freihof- und Wirtstraße sind zwei Wochen eingestellt. Die Verwaltung informiert sich über den Grund. Fotos: Winfried Ehling
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Der Haushalt 2020 des Marktes ist in trockenen Tüchern. Im von Kämmerer Andreas Mützel vor Monatsfrist vorgelegten Etat gab es keine Änderungen. Der Verwaltungshaushalt schließt mit 5,38 Millionen, der Vermögenshaushalt mit 5,75 Millionen Euro in Einnahmen und Ausgaben ausgeglichen ab. Eine Kreditaufnahme im laufenden Jahr ist nicht vorgesehen. Wie Mützel erläuterte, werde sich die Corona-Krise voraussichtlich auch in Elfershausen wirtschaftlich niederschlagen. Einige Maßnahmen in der mittelfristigen Finanzplanung könnten sich deshalb verschieben. Der wegen der Sicherheitsabstände im Gemeindehaus Trimberg tagende Gemeinderat stimmte der Satzung einmütig zu. Was über das Jahr hinaus finanzierbar ist, bleibt abzuwarten. Der Stellenplan, der eine Stelle mehr ausweist, passierte mehrheitlich.

Neubau genehmigt

Dem Neubau des Kindergartens mit Kinderkrippe stimmten die Räte ohne Einwände zu. Dazu schlug Volker Partsch vor das Energiekonzept nochmals zu überdenken. Er plädierte für eine alternative Lösung, einer Photovoltaik-Anlage mit Einzelelementen für wechselweise Heizung oder Kühlung statt einer Pellets-Heizung. Bürgermeister Karlheinz Kickuth und Kämmerer Mützel regten an, Partsch solle dies zu Papier bringen. Ein Versuch, der zwar Kosten für die Planänderung bedinge, sei es wert.

Einstimmig passierten die Bauanträge für ein Einfamilienhaus mit Carport "Am Kreuzberg" in Machtilshausen nebst Befreiung von den Festsetzungen sowie der Neubau eines Einfamilienhauses mit Doppel-Garage in der Julius-Echter-Straße und den Einfamilienhaus-Neubau in der Adalfriedstraße in Elfershausen. Den Abbruch und die Herstellung eines durch einen Brand bedingten, neuen Dachstuhls "Am Zeicht" in Machtilshausen winkte das Gremium durch.

Den Bericht über die örtliche Rechnungsprüfung 2019 legte Ausschuss-Vorsitzender Rainer Kuhn vor. In zwei Sitzungen stichprobenartig geprüft, ergab sich eine überplanmäßige und keine außerplanmäßige Ausgabe. Kuhn wies jedoch auf Mängelbeseitigungen bei der Elektro-Installation auf der Trimburg hin, die mit 7300 Euro zu Buche schlugen. Seiner Ansicht nach hätten die Arbeiten vor sechs Jahren erledigt werden können, als schon einmal rund 11 000 Euro in die Elektrik-Anlage investiert wurden. Die Entlastung der Jahresrechnung fiel einstimmig. Der Vorsitzende dankte Kämmerer und Verwaltung für die Unterstützung.

Wegen einer Kabelverlegung des Bayernwerks in der Von-Erthal-Straße wurde der Asphalt im Gehsteigbereich entfernt. Für die Erneuerung will das Bayernwerk eine neue Asphaltschicht aufbringen. Zum Vorschlag, die Wiederherstellung mit Pflaster auszuführen, müsste der Markt die Materialkosten übernehmen und das Pflaster, eine Kunststein-Ausführung, selbst besorgen. Die Firma Gebhardt legte dafür ein Angebot in Höhe 6200 Euro brutto vor. Dies fand mehrheitliche Zustimmung.

Das Wasserwirtschaftsamt regte an, den "Dixi"-Toiletten-Container nicht mehr direkt an der Saaleinsel, sondern im hinteren Spielplatzbereich zwischen Seilrutsche und Volleyballfeld zu erstellen. Auf Vorschlag von Vize-Bürgermeister Jürgen Englert stimmte der Rat zu, dies für ein Jahr auszuprobieren und dann einen Kostenvergleich zu ziehen. Die seit zwei Wochen stockenden Kanalbauarbeiten in Langendorf bemängelte Helmut Vierheilig. Die Verwaltung will sich über den Baustopp informieren.

Die Schwedenberghalle erhält eine neue Spülmaschine, an deren Kosten sich die Gemeinde mit 50 Prozent beteiligt. Im Gegenzug sollte jedoch eine Benutzergebühr erfolgen. Die Gebühren für Gewerbetreibende und Vereine will der Rat in einer der nächsten Sitzungen festlegen. Damit erklärte sich das Gremium einverstanden. Abgelehnt wurde die Beteiligung an den Instandsetzungsarbeiten der Flutlichtanlage. Der Markt beteilige sich nicht an solchen Kosten, hieß es. Einzige Ausnahme war 2011 der Flutlichtmast in Langendorf, der wegen seiner Blend-Wirkung auf den Verkehr versetzt wurde. Aufgrund der aktuellen Krise soll der Arbeitskreis die Bemusterung von Bauteilen für das neue Feuerwehrgerätehaus übernehmen. Dem stimmte der Rat zu.

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