Hammelburg
Wohnen

Der erste neue Wohnblock in Hammelburg ist fertig

Zum Maianfang haben Mieter eines der beiden neuen Häuser der Wohnungsbaugenossenschaft bezogen. Die Wohnungen sind nicht ohne Grund gefragt.
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Das erste Wohngebäude ist samt Zufahrt und Parkplatz fertig, es fehlen nur die Balkongeländer. Am zweiten wird noch gebaut. Foto: Arkadius Guzy
Das erste Wohngebäude ist samt Zufahrt und Parkplatz fertig, es fehlen nur die Balkongeländer. Am zweiten wird noch gebaut. Foto: Arkadius Guzy
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Rund 20 Jahre lang wohnte das Ehepaar Fligge in einem Eigenheim in Pfaffenhausen. Nun hat es das Haus verkauft und gehört zu den neuen Mietern der Wohnungsbaugenossenschaft Hammelburger (WGH). Das Ehepaar zählte sogar zu den Ersten, die Interesse an einer Wohnung in einem der beiden neuen Blocks der WGH anmeldeten.

Ihr früheres Haus in Pfaffenhausen liegt an einem Hang, wie Hans-Dieter Fligge erklärt. Für den 83-Jährigen wurde es dadurch immer schwieriger, sich um den Außenbereich zu kümmern. Seine Frau führt außerdem die gute Lage der neuen Wohnung an: "Arzt und Apotheke sind in der Nähe." Der Umzug ist fast erledigt. Einige Tage wird das Ehepaar noch brauchen, um alles in der Penthouse-Wohnung einzuräumen. Auch andere Mieter werkeln noch in ihren neuen Räumen.

Das erste der beiden WGH-Häuser zwischen Friedhof und Adolf-Kolping-Straße ist komplett vermietet. Für das zweite ist der Erstbezug zum 1. August vorgesehen, wie WGH-Geschäftsführer Marco Lummel erklärt. Derzeit läuft die Abfrage bei den gemeldeten Interessenten, ob deren Einzugswille endgültig fest ist.

Die WGH teilt die Wohnungen nach bestimmten Kriterien zu. So sollen zum Beispiel ältere oder behinderte Menschen zum Zuge kommen, die eine innenstadtnahe, barrierefreie Wohnung suchen. Pro Wohnhaus soll mindestens ein Bestandsmieter der WGH Berücksichtigung finden, erklärt Lummel. Und die Wohnungen sollen auch Bundeswehrsoldaten zur Verfügung stehen. Die Mieter sollen also einen Querschnitt verschiedener Zielgruppen bilden.

So gehört neben dem Ehepaar Fligge auch ein Bundeswehr-Angehöriger mit Familie zu den Mietern. Ins zweite Haus soll laut Lummel unter anderem eine alleinerziehende Mutter einziehen.

Das Interesse an den neuen Wohnungen war sehr groß. Er werde immer wieder gefragt, ob die WGH nicht noch weitere Wohnhäuser bauen könne, sagt Lummel. Theoretisch kann er sich das vorstellen. Es müsste sich aber ein passendes Grundstück finden. "Wenn wir ein Grundstück hätten, könnten wir es überlegen." Bei der Fläche am Friedhof spielten die Umstände mit, dass es sich um ein städtisches Grundstück handelte. Die hatte die Stadt für eine Friedhofserweiterung vorgesehen, aber dafür nicht mehr brauchte. So kam die WGH an die Fläche für die Neubauten.

Dass es so wenig Bewegung auf dem Wohnungsmarkt gibt, erklärt Lummel allgemein mit den geringen Mietmargen in Hammelburg. Die machten den Wohnungsbau für Investoren uninteressant. Die WGH habe als Genossenschaft nicht den Renditedruck und habe einen steuerlichen Abzugsvorteil.

Die zwei neuen Gebäude am Friedhof bieten zusammengenommen zwölf Drei-Zimmer-Wohnungen, zwölf Zwei-Zimmer-Wohnungen und vier Penthouse-Wohnungen. "So was hat bisher gefehlt", sagt Hans-Dieter Fligge.

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