Hammelburg
Regional-Ausstellung

Bundeswehr und Weinort passen zusammen

Die Bundeswehr ist aus Hammelburg nicht mehr wegzudenken. Das zeigte auch die dreiteilige Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Stadt und dem Landkreis, die viele Besucher anlockte.
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In die symbolische Uniform des Soldaten schlüpfte probehalber die Weinprinzessin Annika Kuchenbrod. Foto: Gerd Schaar
In die symbolische Uniform des Soldaten schlüpfte probehalber die Weinprinzessin Annika Kuchenbrod. Foto: Gerd Schaar
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Ein Hammelburger Tag mit drei Erlebnissen war der extrem heiße Sonntag, der ganz im Zeichen der Bundeswehr und des Museums Herrenmühle stand. Geboten wurde eine Regional-Ausstellung, eine Lehrsammlung des Ausbildungszentrums Infanterie und eine Busrundfahrt über den Truppenübungsplatz der Saaleck-Kaserne.

Den Auftakt gab es am Museum Herrenmühle mit einer Begrüßung von Weinprinzessin Annika Kuchenbrod zu Wein und Brot. Bürgermeister Armin Warmuth (CSU) betonte die "hervorragend freundschaftliche" Zusammenarbeit der Stadt Hammelburg und des Landkreises Bad Kissingen mit dem heimischen Bundeswehr-Standort. "Ich wundere mich, dass so viele Leute bei diesen hohen Temperaturen unterwegs sind", sagte Warmuth. Der Bundeswehr-Standort Hammelburg sei nicht mehr wegzudenken, betonte Landrat Thomas Bold (CSU). Dieser Veranstaltungstag sei dafür ein bestätigendes Zeichen. "Auch in Zeiten ohne Wehrpflicht stehen wir zu den Sicherheitseinrichtungen", sagte Bold und sprach von einer "wehrhaften Demokratie".

"So eine gute Zusammenarbeit ist nicht überall selbstverständlich", bedankte sich Regierungsdirektor Matthias Hümmler, Leiter des Bundeswehr-Dienstleistungszentrums (BwDLZ) Hammelburg. Diese Ausstellung gehe auf den Impuls vom Konversions-Management des Landratsamtes Bad Kissingen zurück.

"Zusammenstellen und präsentieren, was unsere Region alles Schönes zu bieten hat", interpretierte Hümmler das Ziel und deutete dabei auf das Museum Herrenmühle. Beide Ausstellungen, nämlich in dieser Herrenmühle der Stadt und im Jäger-Casino (Hammelburg-Lager) der Bundeswehr, warteten auf zahlreiche Besucher. Hümmlers Dank ging auch an den Kommandeur der Infanterie, Brigadegeneral Michael Matz, der die Tore der Kaserne und des Truppenübungsplatzes für die Besucher öffnete.

"Hammelburg ist auch bei den in Afghanistan oder Mali eingesetzten Soldaten ein internationaler Begriff", sagte Hümmler. Denn vor deren Einsatz habe es hier die Ausbildung gegeben. Modern, technisch auf hohem Stand und solide sei diese Ausbildung. Hümmler nannte neue bauliche Einrichtungen inklusive der Erweiterung des Übungsdorfes Bonnland und eine besondere Schießanlage als Beispiele. Die jahrzehntelange Entwicklung der Bundeswehr-Ausstattungen konnte im Jäger-Casino mit verschiedenen Medien nachverfolgt werden. Auch der Werdegang des Truppenübungsplatzes der Wildfleckener Rhönkaserne inklusive der dort abgesiedelten Dörfer wurde dokumentiert. Ebenso die weitgehend verschont gebliebene Tier- und Pflanzenwelt.

Eine Taschenlampe mit ultraviolettem Licht war das einzige Hilfsmittel für die Besucher, um sich in der Dunkelkammer zu orientieren. Die Texte an den Wänden leuchteten dann hell im schwachen Blaulichtkegel auf, und die Besucher gewannen einen Eindruck, welche Abenteuer die Soldaten bei ihren Auslandseinsätzen erwarten könnten. Freilich, es war auch ein Stück weit die Gelegenheit, für den interessanten Soldatenberuf zu werben. Die moderne Bundeswehr wurde aus verschiedenen Blickwinkeln vorgestellt.

Das im Jugendstil in der Kaiserzeit erbaute Jäger-Casino war der Ausgangspunkt für die Besucher, zur Rundfahrt über den Truppenübungsplatz mit dem Bus. Besichtigungsstationen waren die Übungsdörfer Bonnland und Hundsfeld, die neue Schießbahn, Schloss Greifenstein sowie die Lehrsammlung des Ausbildungszentrums im Generalsbau. Stabsfeldwebel Martin Heinlein und sein Team stellten 400 Jahre militärische Entwicklungsgeschichte anhand von originalen Uniformen, Waffen und Fahrzeugen vor.

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