Lager Hammelburg
Bundeswehr

Bautätigkeit am Hammelburger Bundeswehr-Standort

Die Modernisierung der Kaserneninfrastruktur geht weiter.
Artikel drucken Artikel einbetten
Ein Beispiel für die Modernisierung der Kasernengebäude: die neue Sporthalle. Foto: Arkadius Guzy
Ein Beispiel für die Modernisierung der Kasernengebäude: die neue Sporthalle. Foto: Arkadius Guzy

Die Bundeswehr bleibt eine Baustelle - und das nicht nur im übertragenen Sinne. In den vergangenen etwa drei Jahren ist die Infrastruktur der Hammelburger Kaserne modernisiert worden. Für die kommenden Jahre stehen noch weitere millionenschwere Bauvorhaben an.

Die für die Öffentlichkeit sichtbarste Veränderung ist der neue Zaun um das Kasernengelände und der Umbau der Haupteinfahrt mit Wachgebäude. Der modernisierte und technisch aufgerüstet Zugang zur Saaleck-Kaserne soll in diesem Jahr aufgemacht werden. Einige Technik muss bis dahin aber noch geliefert werden.

Auch der Bau der neuen Sporthalle ist schon weit fortgeschritten. Sie sei fast fertigt, sagte Brigadegeneral Andreas Hannemann bei einem gemeinsamen Pressegespräch mit seinem Nachfolger als Kommandeur des Ausbildungszentrum Infanterie, Brigadegeneral Michael Matz. Wie Hannemann erklärte, ist in diesem Jahr auch der Baubeginn für vier neue Unterkunftsgebäude geplant.

Die Modernisierungen der Infrastruktur verbessern nicht nur die Bedingungen für die Soldaten. Sie zielen auch darauf ab, den Übungs- und Ausbildungsbetrieb effizienter und rationalisierter zu organisieren. So sollen die neuen, geplanten Fahrzeughallen einen zeit- und aufwandsparenden Einsatz der Fahrzeuge ermöglichen. Diese können dann einfach und sicher abgestellt werden, ohne die Ausrüstung abbauen zu müssen.

Matz stellte fest, dass sich in den vergangenen Jahren bei der Infrastruktur am Standort viel gatan habe. Ein auf den Weg gebrachtes Vorhaben, dass der neue Kommandeur jetzt weiter verfolgen wird, ist die Erweiterung des Übungsdorfes Bonnland. Zusätzliche Bauten sollen Gegebenheiten heutiger Einsatzorte widerspiegeln und für Übungsszenarien eine moderne Infrastrukturkulisse bieten. Laut Hannemann finden derzeit die letzten Abstimmungen statt, was an Übungsanlagen sinnvoll wäre.

Wie Matz deutlich machte, wird das Vorhaben allerdings mehrere Jahre in Anspruch nehmen. Denn wie bei jeder Bautätigkeit bei der Bundeswehr sind verschiedene Stellen beteiligt, zum Beispiel insbesondere das Staatliche Bauamt. Außerdem muss die Erweiterung so geplant und umgesetzt werden, dass der Übungsbetrieb in Bonnland während des Baus weiterhin stattfinden kann.

Nicht nur baulich, sondern auch organisatorisch stehen weiter Neuerungen an: Mit der Dezentralisierung der Ausbildung der Truppenoffiziere verliert das Offizieranwärter-Bataillon seine Funktion. In diesem Jahr findet der letzte Lehrgang für die Offizieranwärter statt. Welche neue Aufgabe und welche neue Form das Offizieranwärter-Bataillon künftig haben wird, steht noch nicht fest. Hannemann erwartet für das Ausbildungszentrum Infanterie zusätzliche Lehrgänge für Fahnenjunker und Änderungen bei der Ausbildung von Feldwebeln.

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren