Oberthulba
Planungen

Bauarbeiten beginnen

Der Marktplatz, die Kindertagesstätte Thulba und Kanalsanierungen sind die großen Projekte der Marktgemeinde Oberthulba.
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Die Bauarbeiten am Marktplatz Oberthulba beginnen zurzeit. Gerd Schaar
Die Bauarbeiten am Marktplatz Oberthulba beginnen zurzeit. Gerd Schaar
Die Umgestaltung des Marktplatzes, die Baumaßnahmen an der Kindertagesstätte in Thulba und diverse Kanalsanierungen gehören heuer zu den größten Projekten der Marktgemeinde Oberthulba. Kämmerer Klaus Blum stellte den Räten den auf knapp 300 Positionen angewachsenen Investitionskatalog des Vermögenshaushalts vor. Insgesamt hat dieser ein Volumen von rund 4,35 Millionen Euro.
Freilich gehören auch Projekte wie die Klostermauer und der Straßenbau Hinter der Mauer in Thulba, der Jugendraum in Frankenbrunn sowie diverse Geh-, Rad- und Wanderwege zu den geplanten Maßnahmen. Auch ein neues Feuerwehrauto für Frankenbrunn und die Generalsanierung des dortigen Hochbehälters sind berücksichtigt. Genauso wie der Kanalanschluss von Schlimpfhof an den Abwasser-Zweckverband (AZV) Hammelburg. Im Forstbereich tauchen Positionen wie die Anschaffung eines Rückeschleppers und der Wegebau auf.
Die beiden größten Einnahmen des Vermögenshaushaltes stammen aus der allgemeinen Rücklage mit rund 1,7 Millionen Euro und aus der Zuführung vom Verwaltungshaushalt mit rund 1,5 Millionen Euro. Bei den Ausgaben dominieren die Zuweisungen mit rund 1,4 Millionen Euro für Investitionen wie zum Beispiel die Kindertagesstätte Thulba und die Tiefbaumaßnahmen mit rund 1,6 Millionen Euro. Bürgermeister Gotthard Schlereth zog sein Fazit aus den planerischen Schwerpunkten der Infrastruktur: "Die Bürger unserer Marktgemeinde können sich wohlfühlen und genießen Lebensqualität".
Grünes Licht erhielten die Auftragsvergaben für diverse Gewerke beim Umbau der Thulbaer Kindertagesstätte. Die Zimmerarbeiten für rund 317 000 Euro und Dachdeckerarbeiten für rund 125 000 Euro gingen an die Firma Rehwald aus Karsbach. Die Klempnerarbeiten für 77 000 Euro gingen an die Firma Georg Brust aus Obererthal. Der Auftrag in Höhe von rund 21 000 Euro für die Sanierung der Schlimpfhofer Straße ging an die Firma Heil aus Eltingshausen. Um das Verständnis für das Honorar in Höhe von 8500 Euro beim Sicherheits- und Gesundheitsschutz, den die Baustellenverordnung zwingend vorschreibt, rang Schlereth. Das Planungsbüro Hossfeld und Fischer hat hierbei die Koordination für die Neugestaltung des Marktplatzes Oberthulba. Vertagt wurde der Beschluss über die Vergabe der dortigen Straßenbeleuchtung.
Muss die zukünftige Strecke der Mountainbiker unbedingt durch den geografischen Mittelpunkt des Landkreises Bad Kissingen gehen? "Wir kommen am Freizeit-Tourismus nicht vorbei", sagte Schlereth und holte die Meinungen der Räte ein. Die ansässigen Jagdgenossen hätten nichts davon, meinte 3. Bürgermeister Mario Götz (FWG Hassenbach). Die geplante Strecke führe mitten durch den Wald und Unfallgefahr drohe. Götz wies auf die Meinung der Hassenbacher und Schlimpfhofer Jagdgenossen hin, die bereits bestehende Radwege als Alternative auswiesen. "Jagdreviere mit Mountainbike-Trassen sind kaum zu verpachten", stellte Christoph Kleinhenz (WG Schlimpfhof) fest. Die Biker seien mitten im Herzstück des jagdlich und forstlich genutzten Waldes deplatziert, sagte 2. Bürgermeister Jürgen Kolb (BV Thulba). Die Begegnung von Mountainbikern und Rückegassen sei sogar schon vor Gericht gelandet, sagte Schlereth. Die Räte beschlossen, ihre Einwände in die Stellungnahme einfließen zu lassen.
Hochwasser hält sich nicht an die kommunalen Grenzen. Der Zuwendungsbescheid zur Konzepterstellung für das kommunale Sturzflut-Management sei am 18. April an die Marktgemeinde Oberthulba gegangen, berichtete Schlereth. Der entsprechende Antrag sei an das Bayerische Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz in München gestellt worden. Dort habe das Programm der Allianz Kissinger Bogen Erfolg gehabt. Mit dem Beginn der Konzept-Umsetzung sei im Juni zu rechnen.
Oberthulba war im zweiten Weltkrieg kein Ziel für Bombenabwürfe durch die Alliierten. Dennoch hinterließ dieser Krieg dort Spuren von Artilleriegefechten und Bodenkämpfen, wie eine Luftbildauswertung jetzt eindrucksvoll beweist.
Ab sofort liegt der Flyer "300 Jahre Michaelskapelle in Frankenbrunn" öffentlich aus. Er weist auf das Festprogramm am Samstag, 26. Mai, und Sonntag, 27. Mai, hin. Der liebevoll gestaltete Flyer der Pfarreiengemeinschaft "St. Michael im Thulbtal" geht auf die Geschichte dieser Kapelle ein und hebt das Engagement der freiwilligen Helfer mit vielen Eigenleistungen hervor , Info unter ww.michaelskapelle-frankenbrunn.de. Spenden sind willkommen.


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