Oberthulba
Gemeinderat

Bau-Projekte gehen voran

Neben dem Sachstandsbericht zur Sanierung der Thulbatalhalle standen die Vergabe von Bauleistungen für die Kindertagesstätte sowie die Bestellung eines Wahlleiters auf der Tagesordnung.
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Die Sanierung der Thulbatalhalle steht an.  Fotos: Hilmar Ruppert
Die Sanierung der Thulbatalhalle steht an. Fotos: Hilmar Ruppert
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Gleich vier Bauanträge - alle einstimmig beschieden - lagen dem Marktgemeinderat Oberthulba in seiner jüngsten Sitzung vor. In den letzten Monaten gehe beim Bauen doch einiges voran, freute sich Bürgermeister Gotthard Schlereth. Es sei eine Verdichtung in den Baugebieten festzustellen. Über die Abweichungen vom Bebauungsplan könne man leicht hinwegsehen, denn seit die Pläne aufgestellt worden seien, habe sich bautechnisch einiges getan.

Arbeiten gehen voran

Für die Sanierung und Erweiterung der Kindertagesstätte Thulba vergab der Rat Bauleistungen für Tischler-Sanitärtrennwände an die Firma Melchior aus Bergtheim in Höhe von 4700 Euro. Die Firma Eyrich Türen und Tore aus Oberthulba wird ein Brandschutzschiebetor zwischen Alt- und Neubau einbauen. Die Kosten hierfür belaufen sich auf 5900 Euro. Um weitere Verzögerungen zu vermeiden, wurde die Verwaltung ermächtigt, die Schlosserarbeiten zu vergeben, wenn sie im Rahmen der geplanten Kosten liegen. In den Faschingsferien 2020 ist der Umzug der Kindertagesstätte geplant.

Einstimmig auch der Beschluss zur Beauftragung der Ingenieurleistung für die Abwasseranlage Reith - Entwässerung des Gewerbegebietes samt der geplanten Erweiterungsfläche. Aufgabenstellung hier ist die Überprüfung und Ermittlung der derzeitigen Auslastung bzw. zusätzliche Aufnahmefähigkeit der bestehenden Kanäle sowie die Ermittlung bzw. Übernahme der Vorgaben für notwendige Rückhaltemaßnahmen auf den Gewerbegrundstücken. Wegen der Komplexität des Sachverhalts bietet das Büro keine Honorarpauschale, sondern eine Abrechnung nach Zeitaufwand an. Für eine flexiblere Abrechnung wird die Kostenberechnung in Ist-Zustand und Prognose Erweiterungsfläche gegliedert. Wir wollen Misch- und Fremdwasser trennen, war die einhellige Meinung.

Wahlleiterin bestellt

Die Geschäftsleiterin des Marktes Oberthulba, Nicole Wehner, wurde zur Gemeindewahlleiterin, Personalsachbearbeiterin Irina Fehr zur stellvertretenden Wahlleiterin bestellt. In diesem Zusammenhang wünschte Schlereth allen "Listen" ein gutes Gelingen ohne Pannen. "Wenn Probleme auftauchen, kommen Sie auf uns zu, wir helfen gerne weiter", bot er seine Hilfe an.

Der Vertrag für das Carsharing mit mikar GmbH & Co. KG sei jetzt unterschriftsreif. Die Projektdauer beträgt vier Jahre, auf einen Stellplatz für den Neunsitzer hat man sich geeinigt. Die Überprüfung der Fahrerlaubnis der Nutzer ist seitens der Gemeinde durchzuführen. Auf der Fahrzeugfront ist die Werbung vom "Kissinger Bogen" angedacht. Ebenso bei den Fahrzeugen in Nüdlingen und Burkardroth, die sich auch an dem Projekt beteiligen. Man rechnet am Anfang mit einem überschaubaren Einsatz des Fahrzeuges, der sich aber durch Mund-zu-Mund-Propaganda steigern werde. In Sachen Sanierung Thulbatalhalle verfolgten der FC und der Schützenverein zwar unterschiedliche Interessen, aber es herrsche durchaus Einvernehmen, so Bürgermeister Schlereth. Er verwies darauf, dass jetzt schon 31 Termine anberaumt worden seien. Zweiter Bürgermeister Jürgen Kolb informierte darüber, dass nachdem der FC zweifle, ob die ehrenamtliche Bewirtung noch gestemmt werden könne, in den Grundzügen eine tragfähige Lösung für alle gefunden worden sei. Man habe quer gedacht und das Projekt abgespeckt.

Das sieht nun im vorderen Bereich einen Anbau und im hinteren Bereich die Abteilung für einen Gymnastikraum vor. Für die Schützen war Gemeinderat Michael Meindl der Meinung, dass mit diesem Vorentwurf etwas Sinnvolles und Zukunftsträchtiges auf die Beine gestellt worden sei, was auch von den Bürgern genutzt werden könne. Schlereth bezeichnete die Planung als wichtigste Phase eines Konzepts und lobte die beiden Vereine für das gründliche Einarbeiten und Überdenken. Um das Thema zu kommunizieren, solle es noch eine außerordentliche Bürgerversammlung geben. Auch auf Nachbarn müsse Rücksicht genommen werden, ein gutes Einvernehmen sei hier wichtig. "Es ist nicht in Ordnung einen Nachbarn zu beeinträchtigen", gab Schlereth zu bedenken.

Im Anschluss bekam Nachbar Bruno Zink das Wort. "Ich habe nichts gegen Sport, aber die nächtlichen Ruhezeiten sollen eingehalten werden", beschwerte er sich. Gerade in letzter Zeit hätten sich die Ruhestörungen gehäuft und bis in die Nachtstunden hingezogen.

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