Hammelburg

Bahnanlagen sind kein Spielplatz

Vorschulkinder lernen Gefahren am Bahngleis kennen: Mit einem Bilderbuch und vielen praktischen Tipps wurden sie auf ihren künftigen Schulweg vorbereitet.
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Bei einrollendem Zug ist gebührender Abstand zu halten. Klemens Großkopf-Klopf erklärte den Kindern warum.  Fotos: Gerd Schaar
Bei einrollendem Zug ist gebührender Abstand zu halten. Klemens Großkopf-Klopf erklärte den Kindern warum. Fotos: Gerd Schaar
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Sicher behütet sind die Kinder im Kindergarten St. Marien. Doch werden diese Kinder älter und müssen eines Tages den Schulweg meistern. Da sind die Tipps der Fachleute für die Vorschulkinder recht wertvoll. Diese Fachleute sind zum Beispiel die Hauptkommissare Hubert Koch von der Polizeiinspektion Hammelburg und Klemens Großkopf-Klopf von der Bundespolizei-Inspektion Würzburg.
Einfühlsam und kindgerecht erklärten die Beamten den Kindern die Gefahren, die es besonders an Bahngleisanlagen gibt. Denn in nur ein paar Metern Entfernung vom Kindergarten gibt es die Haltestelle der Erfurter Bahn und die zugehörige Gleisanlage. Spätestens als Schüler werden die Kinder mit diesem Gefahrenbereich konfrontiert. Anhand von anschaulichen Bildergeschichten wurde dies den jungen Zuhörern deutlich.


Der Toni weiß Bescheid

"Malen und Lernen mit Toni" heißt das lehrreiche Bilderbuch für die Kinderhand. Die Zeichenfigur "Ratgeber Toni" hat die Uniform der Bundespolizei an, die für den Bereich Bahnverkehr zuständig ist. Die übrigen Reisenden sind als verschiedene Tiere in dem Büchlein dargestellt. Jede Seite erzählt eine Geschichte. Die Figuren und Gebäude können mit dem Buntstift noch farbig ausgemalt werden. Also lohnt es sich für Neugierige doppelt, darin zu blättern.
Einige Kinder wussten es schon längst, dass Zuggleise keine Spielplätze sind. Nur der dumme Hase noch nicht. Und schon gerät er in Gefahr, von dem leise anrollenden Zug überfahren zu werden. Dass man den leisen Unterfanken-Shuttle der Erfurter Bahn kaum heranfahren hört, davon konnten sich die Kinder vor Ort überzeugen. Sie sahen sofort ein, dass ein Sicherheitsabstand zum Zug während der Einfahrt vonnöten ist.


Warnjacken angezogen

Bevor es zur Exkursion nach draußen ging, durften die Kids noch schnell in Warnjacken schlüpfen. Da fühlt man sich in der winterlichen Dunkelheit gleich viel sicherer, denn man wird von den Autofahrern rechtzeitig gesehen. Emilia durfte sich sogar die Polizeimütze aufsetzen und die Kelle halten. Ein Wunschtraum ging in Erfüllung. Schnell begriffen die Kinder, dass die rote Farbe eine besondere Signalwirkung hat. Begeistert über so erfolgreiche Öffentlichkeitsarbeit der Polizei waren die Erzieherinnen Andrea Richard und Alexandra Massing. "Toll, wie hier spielerisch gelernt werden kann", sagten sie.
Schnell erkannten die Kinder die Fehler, die Toni im Bilderbuch rügte: Sportübungen auf dem Bahnsteig, sich aus dem Fenster des fahrenden Zuges lehnen, schnell aus dem rollenden Zug aussteigen, Flaschen aus dem Fenster oder Gegenstände von der Brücke werfen, Vandalismus und der leichtsinnige Kontakt mit Starkstromleitungen.

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