Wartmannsroth
Großübung

Feuerwehr Wartmannsroth: Großübung in altem Bauernhaus

Bei einem gestellten Brand in einem ehemaligen Bauernhaus zeigt sich, wie gut die Zusammenarbeit Feuerwehrleute funktioniert.
Artikel drucken Artikel einbetten
Auch der Drehleiterwagen der Stadtfeuerwehr Hammelburg kam bei der Großübung in Wartmannsroth zum Einsatz. Gerd Schaar
Auch der Drehleiterwagen der Stadtfeuerwehr Hammelburg kam bei der Großübung in Wartmannsroth zum Einsatz. Gerd Schaar
+12 Bilder

Alarm gab es am späten Freitagnachmittag für die Feuerwehr. Der Dachstuhl eines Hauses brannte. Fünf Personen waren vor den Flammen zu retten. Außerdem war das Nachbarhaus vor dem Übergriff des Brandes zu schützen. Dieses Szenario war kein Ernstfall, sondern es diente als Übungsvorgabe für einen Großeinsatz aller Wehren aus dem Gemeindebereich Wartmannsroth.

Das Übungsobjekt war das unbewohnte ehemalige Bauernhaus des Anwesens Landgraf, das zwischen dem alten Rathaus und dem Anwesen der Familie Edgar Glück liegt. Längst ist es im Gemeindebesitz und soll irgendwann im Rahmen der Dorferneuerung abgerissen werden. "Da könnten wir Feuerwehrleute doch noch zuvor eine Übung abhalten", war die Idee von Fabian Fink. Gesagt, getan. Der künstliche Qualm quoll aus dem Gebäude. Die fünf zu rettenden Personen waren als Puppen in den verschiedenen Etagen deponiert. Die Sirene ertönte.

Von der eigenen Stützpunkt-Feuerwehr Wartmannsroth kam der erste Trupp unter dem Kommando des Einsatzleiters, Kommandant Niklas Fink, mit Blaulicht und Martinshorn. Schnell stiegen einige Floriansjünger aus, um die Situation zu erkunden. Dichter Rauch und Hilferufe trieben die Feuerwehrleute an, schnell zu handeln. Atemschutzmasken wurden angelegt und Wasserschläuche ausgerollt. Derweilen wurden die Nachbarwehren um Unterstützung gebeten. Auch der Drehleiterwagen der Stadtfeuerwehr Hammelburg wurde angefordert.

Nach und nach trafen die übrigen Wehren ein. Die Ortsdurchfahrt im Bereich Rathaus war fest in der Hand der Feuerwehr und wurde für den Autoverkehr gesperrt. Die Umleitung war über die Untere Dorfstraße möglich. Rund 70 ehrenamtliche Helfer waren für diese Übung auf den Beinen. Beteiligt waren die Wehren aus Wartmannsroth, Schwärzelbach, Völkersleier, Windheim, Waizenbach und Dittlofsroda.

Für die Atemschutzträger war es keine leichte Situation. Sie mussten im dichten Rauch mit der Wärmebildkamera die Etagen des Gebäudes nach lebenden Personen erkunden. Verstärkung war nötig, um auch den Kameraden die nötige Hilfe zukommen zu lassen. Eine weitere Herausforderung im Rahmen der Übung war die Versorgung mit ausreichend Löschwasser. Schnell war nämlich der Wassertank des Feuerwehraurtos leer. Hydranten wurden angezapft. Doch spätestens als die Hammelburger von der Drehleiter mit Hochdruck das Löschwasser spritzten, reichte das Wasser nicht mehr aus.

Eine Zisterne und der Löschweiher am Ortseingang dienten für den zusätzlichen Wassernachschub. Die Schlauchleitungen waren mehrere hundert Meter lang, und etliche Pumpen sorgten für den nötigen Wasserdruck. Präsent war auch die Unterstützungsgruppe "Örtliche Einsatzleitung" aus Oerlenbach. Kreisbrandinspektor Thomas Eyrich war zufrieden. "Ich habe außerdem bemerkt, dass die Zusammenarbeit dieser Kameraden bestens funktioniert", sagte er gegenüber dieser Zeitung.

Verwandte Artikel
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren